Bank ist der Dumme?

  • Guten Tag,


    meine Frage lautet: Wenn ich einen zehnjährigen Immobilienkredit in Höhe von 1,2 % effektiven Zinsen

    abschließen will, und wir bekommen in den nächsten Jahren eine hohe Inflation von z.B. 4 %, ist dann

    die kreditgebende Bank der Dumme oder gibt es da Regelungen, so dass ich letztlich höhere Zinsen

    zahlen muss?

    Vielen Dank.



  • 3.

    Pacta sunt servanda.

    Verträge sind zwar prinzipiell einzuhalten, dass heißt aber nicht, dass nicht mit allen möglichen Tricks versucht wird, aus einer unkomfortablen Vertragssituation herauszukommen.


    Ich habe sowas noch nicht erlebt, aber ich könnte mir vorstellen, dass bösere Kreditgeber anfangen, die Klauseln nach Sonderkündigungsmöglichkeiten durchzuforsten. Möglichweise hat sich die Bonität des Kreditnehmers ein wenig verschlechtert? Oder die Werthaltigkeit der Besicherung hat gelitten, weil jetzt wieder matte Dachziegel angesagt sind statt glänzender?


    Aber das sind hoffentlich nur schlimme Gedanken in meinem Kopf, die nichts mit der Welt da draußen zu tun haben.

  • Es hängt auch davon ab, wie die EZB die Zinsen setzt. Wenn die Banken weiterhin sehr günstig am kurzen Ende Geld bekommen stört die Inflation überhaupt nicht, genauer gesagt würde das dann für Kreditnehmer steigende Zinsniveau die Marge der Bank erhöhen. Deswegen sind in den letzten Wochen die Kurse von Bankaktien gestiegen, da "der Markt" mit dieser steigenden Marge rechnet.

  • Es gab Zeiten da war der Kreditnehmer der Dumme.

    Hohe und langfristig vereinbarte Zinsen bei sinkender Inflation. Zudem noch billiges Geld.

    Das von Dir skizzierte Risiko ist immanenter Teil des Kreditgeschäftes.

    Sollte es zu einer Hyperinflation (ab welcher Preissteigerung auch immer man die annimmt) kommen, haben wir ohnehin ganz andere Probleme. Auch ist in Deinem Beispiel zu bedenken, dass zwar der Kredit "safe ist" aber alle anderen Dinge des Lebens teurer werden und es so möglicherweise Probleme gibt den Kredit zu bedienen.