Geldanlage bei geplantem Immobilienkauf. Oder: Je höher bei Kreditaufnahme der Eigenkapital-Anteil, desto besser?

  • Ich möchte eine 2-Zimmerwohnung kaufen und habe hierfür 180.000 € Eigenkapital zu Verfügung. Als maximalen Kaufpreis habe ich 280.000 € errechnet.


    Nun kann es sein, dass ich im Verlauf des nächsten halben Jahres ein geeignetes Objekt finde - es kann aber auch sein, dass die Suche 1, 2 oder 3 Jahre dauert.


    Ich frage mich nun, ob ich den Großteil meines Kapitals (etwa 120.000 €) als Festgeld anlegen sollte, vielleicht auf drei Festgeldkonten zu je 40.000 € mit unterschiedlichen Laufzeiten (1, 2 und 3 Jahre). Dann müsste ich beim Wohnungskauf zunächst einen größeren Kredit aufnehmen, könnte aber im Verlauf der folgenden drei Jahre große Sondertilgungen tätigen.


    Oder wäre es doch günstiger, das Geld auf einem Tagesgeldkonto zu niedrigeren Zinsen zu parken und dann beim Wohnungskauf sofort einen hohen Eigenkapitalanteil zur Verfügung zu haben – auch wenn sich der Kauf erst in 3 Jahren realisieren lässt?

  • Hast du mal eine Kreditvoranfrage über 280.000 gestartet? Ich hätte vermutet, dass du ca 1% zahlen musst. Für das Festgeld wirst du auch maximal 1% bekommen. Bliebe also die zeitliche Komponente. Jetzt 1% Guthabenzins gegen 1% Kreditzins in 3 Jahren. Manchmal gibt es auch kündbares Festgeld, das könnte in deinem Fall der Königsweg sein. Dann bekommst du theoretisch 3 Jahre lang 1% und wenn du das Geld nach 1 Jahr brauchst zahlst du eine Art Vorfälligkeitsentschädigung, was vielleicht günstiger ist, als 0,2% Tagesgeldzins.

  • Hallo.


    Das Festgeld (bzw. die Festgelder) wird doch auch als Eigenkapital berücksichtigt. Der Zinssatz sollte also erfreulich sein. Man könnte ggf. die Kreditsumme auch stückeln und Teile der Finanzierung recht schnell ablösen.


    Es macht wohl Sinn, sich jetzt schon eine Baufinanzierungsperson zu suchen. So sollte man an weitere Vorschläge kommen. :thumbup: