Riester Zulage

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    • Riester Zulage

      Sehr geehrte Community,

      die Zulage für meinen klassischen Riester-Rentenvertrag beträgt 154 EUR, wenn ich 4 % meines Bruttolohns und abzüglich den 154 Euros in den Vertrag jährlich einzahle. Bei der Steuererklärung kann ich maximal 2100 Euro als Sonderausgaben gelten machen.

      Ein theoritsches Beispiel:
      Der Bruttolohn wäre 52500. Davon 4% minus 154 ergibt: 1946. Damit die volle Zulage von 154 gewährt wird, müssten also 1946 Euros (jährlich) in den Vertrag fließen.

      Wieviel müssten bei einem Bruttogehalt von z.B. 60000 in den Vertrag fließen, um die volle Zulage von 154 zu erhalten? Ist bei 2100 minus 154 = 1946 stopp, um die volle Zulage zu erhalten? Oder müssten die Beitrage erhöht werden, damit die 4 % wieder erfüllt werden? Das würde dann aber bedeuten, dass die Beiträge überhalb der 2100 keine Steuererleichterung mehr brächten.

      Leider ist meine Sparkasse nicht fähig, die korrekten Beiträge zu errechnen, ich habe lange Zeit zuviel einbezahlt, weil die freundliche Sparkassen-Dame anscheinend nicht wusste, dass von den 4 % abschließend noch die Zulage abgezogen werden kann. Das Argument für die hohen Beiträge war: "Dann bekommen Sie mehr Rente". Richtig, aber (wie ich erst seit jetzt weis) Beiträge überhalb des notwendigen Mindestbeitrages sind nicht RENTABEL! Weil der komplette (teuere) Vertrag sowieso schon höchst unrentabel ist (ich müsste sehr alt werden, wenn ich die die Beiträge überhaupt erst wieder zurück habe), wäre das Geld gleich zweimal schlecht angelegt. Denn rentabel macht diesen teueren Vertrag die staatliche Zulage, und die bekomme ich ja bereits bei 4 %. Jede Mark mehr überhalb des Mindestbeitrages macht den Vertrag also unrentabeler. Ich lass mich aber auch sehr gerne belehren, dann zahle ich ab sofort den höchst möglichen Beitrag, welcher mir noch einen Steuervorteil bringt :)

      Vielen Dank schon mal im Voraus für die Beantwortung der Fragen.
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    • 1946 eur ist der jährliche Maximalbetrag den man einzahlen muss um die volle Zulage zu erhalten.2100 minus 154. Die Rechnung oben ist vvöllig richtig. Egal ab Sie 52500 oder 100.000 eur im Jahr verdienen, die Zulage ist immer maximal.

      Ich habe einen Riester mit Fonds und einen fähigen Berater der mich bei Umschichtungen unterstützt. Ich glaube nicht dass ich das Optimum mit dieser Anlageform gefunden habe, aber bei fast 40 jahren Anlagehorizont glaube ich dass es auch schlechtere Anlageformen geben wird.

      Was macht Sie unzufrieden mit ihrem Riester?
    • Hallo Chris,

      danke, das beantwortet meine Frage.

      Die Frage, was mich unzufrieden mit meinem Vertrag macht, ist leicht erklärt. Derzeit befinde ich mich in der Phase der Kapitalbildung, also in der Einzahlungsphase. Das bewerkstellige ich nun seit 2006. Aus meiner letzten Bescheinigung für 2013 gehen folgende Daten hervor (Beträge gerundet):

      Summe der insgesamt gutgeschriebenen Zulagen: 994 Euro
      Summe der insgesamt geleisteten Altersvorsorgebeiträge: 9990 Euro
      Stand des Altersvorsorgevermögens: 9368 Euro.

      Anmerkung: Der Garantiezins für meinen Vertrag: 2,75 %

      Da kann ich nur sagen: Für eine Kontoführung ganz schön teuer.
      Nun gut, der Vertrag läuft noch ein paar Jahrzentchen, der Stand wird sicher noch die Beiträge überholen. Hätte ich das Geld aber auf ein Sparbuch mit 2,5% angespart (das Sparbuch ist mit Europäischer Einlagensicherung, Bank in Österreich - Zweigstelle in Frankfurt), dann hätte ich rein garnicht derartig herbe Verluste bisher gemacht! Es ist ja nicht nur so, dass mit dem Stand meines Altersvorsorgevermögens alleine meine Beiträge unterboten sind (das nach über 8 Jahren), nein, die kompletten Zulagen sind von der Versicherungsgesellschaft offensichtlich auch verschlungen. Das habe ich schwarz auf weiß. Und dann kommts noch viel schlimmer: Die Formel für die Verrentung des Kapitals ist ein Geheimnis der Versicherung! Das habe ich auch schwarz auf weiß: auf eine Anfrage, wie die Rente berechnet wird, erfolgte die Antwort, dass es sich hier um eine interne Berechnung handelt! Niemals wieder würde ich so einen Vertrag abschließen, und ich werde auch jeden davon abraten so einen Mist zu unterzeichnen.
    • Den Frust kann ich verstehen. Ich hatte bei meiner Versicherung auch massive Bedenken 5 Jahre nach Abschluss. Hab mir dann das Ergebnis nach Vertragslaufzeit und 0% Rendite prognostizieren lassen. Ergebnis war dass die Kosten geballt in den ersten Jahren anfallen, die jährlichen Kosten aber nur 0,3% betragen. Das summiert sich zwar auch über 40 Jahre aber so sieht die Rechnung doch gleich ganz anders aus.

      Der 0% Rendite Fall ist sicher der unwahrscheinliche WorstWorstCase. Er betrachtet aber ausschließlich die Kosten und damit kann man schonmal abschätzen ob das Projekt wirklich ein Fiasko wird und man 7% Rendite auf den Aktienmärkten braucht um halbwegs gut da zu stehen oder ob ihre (aktuell hervorragende) Garantieverzinsung dazu führen wird das Sie mitsamt der staatlichen Zulagen doch noch ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen.Frust uüber Jahrzehnte ist doch ärgerlich.
    • Hallo mpollers & chris2702,

      diese Produkte würde ich gerne mal genauer durchleuchen, daher ein paar Fragen:

      an mpollers :

      1. Wann sind Sie geboren ?
      2. Werden Sie ab inkl. 2014 jährlich1.946 € einzahlen ? Bis wann ?
      3. Welche Steuergutschriften aus SonderausgabenAbzügen haben Sie von 2006 bis 2013 erhalten (finden Sie in Ihren EkSt-Erklärungen)
      4. Welche Steuergutschriften aus SonderausgabenAbzügen werden Sie künftig im Schnitt erhalten? Bitte abschätzen

      an chris2702:

      1. "... geballt in den ersten Jahren ...". Ist "0,3 % jährliche Kosten" unabhängig von geballt oder nicht geballt eine verbindliche/belastbare Auskunft Ihrer Bank für den Kosten-Durchschnittswert bis Ende der Einzahlungsphase ?
      2.. 0,3 % von was ? vom Guthabenstand ?
      3. "... Gerade stolpere ich über meine Aussage der 0,3% Kosten ...". Verstehe nicht, was Sie sagen wollen. Wieso "meine Aussage" ? Ist doch Aussage der Bank oder wie ?
      4. FinanzMathematik: Was genau wollen Sie denn wissen ? Sagen Sie's mal mit ganz einfachen Worten.

      mfG Wangang
    • Hallo Wangang, sorry für mein Kauderwelsch und die vielen Beiträge. Ich habe mich hier etwas verzettelt.

      Folgende Fakten gibt es: Fondsgebundene Rürup Rente mit monatlichem Beitrag von 100 eur und einer Laufzeit von ca. 40 Jahren. Im Prospekt stehen 4% Abschlussprovision auf alle Beiträge "und weitere Kosten" ohne nähere Definition.

      Ich war misstrauisch wegen negativer Erfahrungsberichte im Internet und fragte nach einer Gegenüberstellung von Beitrag und Vermögen in 40 Jahren wenn ich null Prozent Rendite erwirtschafte in der Erwartung dadurch die Kosten erkennen zu können.

      Ergebnis war dass ich 51000 Eur eingezahlt hätte und 43000 eur Vermögen hätte. Dies hat mich leicht panisch werden lassen weil dies 16% Kosten entspräche. Nun meine Frage:

      Welchen jährlichen Kosten entspricht dies? Wie kann ich die Steuerersparnis einberechnen in meine Rendite?

      DANKE :)
    • &chris2702

      Nach Weihnachten würde ich gerne noch bisschen was mehr von Ihnen wissen wollen, hier aber schon mal die Rechenregeln.

      Formel für Aufzinsung: Wn = W0 * (1 + i)^n

      Holen Sie sich mal ein EXCEL-Sheet auf den Schirm und tragen Sie ein:
      A1=51000, B1=-0,42565%,C1=40
      und dann D1==A1*(1+B1)^C1
      Darauf erscheint 43000,09 in D1

      Das heißt: Aus 51.000 € wurden bei einem Zinssatz von -0,42565% in 40 Jahren 43.000,09 €

      Also sollten Sie bei der KostenQuote statt von 0,3 % von 0,42565 % ausgehen.

      Zum Thema Steuerersparnis melde ich mich nach Weihnachten noch bei Ihnen.

      mfG Wangang
    • Hallo Wangang. Noch eine Anmerkung zur Steuerersparnis. Mein Steuerprogramm sagt mir dass ich aufgrund der Einzahlung von 1200eur in ddenRürup eine Steuerrückzahlung von 337 eur erhalte. Das sind 31%.

      Kann ich damit sagen dass ich pauschal 30% meiner Beiträge von 51000 zurückbekomme und ich somit die 30% voll als Renditesteigerung sehen soll? Muss ich Steuerzahlungen auf die Rente gegenrechnen?