Eine Scheidung möglichst günstig gestalten

  • Hallo Zusammen,


    mein Mann und ich wollen nach längerer Trennung nun auch endlich die Scheidung vollziehen. Nun wollen wir das ganze natürlich möglichst günstig gestalten, weswegen ich hier fragen wollte, ob es Tipps und Möglichkeiten gibt dies zu erreichen. Da wir beide während der Ehe berufstätig waren und keine Kinder haben gibt es bei uns zum Glück keinerlei Konflikte. Ich hatte bereits vor der Ehe ein Haus und mein Mann zwei Wohnungen, sodass es auch diesbezüglich keine Probleme gibt, jeder soll einfach behalten was er hat.


    Ich habe jedoch gelesen, dass sich die Kosten nach dem Einkommen richten. Da wir beide ganz gut verdienen ist das natürlich für uns nicht so günstig. Gibt es dennoch Möglichkeiten die Kosten gering zu halten?


    Und würde es sich lohnen einen notariellen Vertrag zu schließen? So wie ich das verstehe kommen dann anstatt der Anwaltskosten die Notarkosten, sodass ich unsicher bin, ob das tatsächlich einen Unterschied machen würde....


    Vielleichat hat hier ja der ein oder andere ein paar gute Tipps :-)

  • Hallo Wolkenlos,


    Ein Einsparpotenzial ist die gemeinsame Verständigung über Zugewinnausgleich, Versorgungsausgleich, Unterhalt, Teilen des Hausrats. Dann nimmt sich das Ehepaar einen gemeinsamen Anwalt, legt den Trennungsplan bei Gericht vor und fertig ist die günstige Scheidung.


    Zwei Anwälte, jahrelange Auseinandersetzung, mehrere Gerichtstermine, das sind die Hauptkostentreiber.

  • Hi "Wolkenlos",


    richtig ist, dass sich deine Scheidungskosten nach dem addierten Nettoeinkommen in drei Monaten von dir und deinem Mann richten.


    Bei einem hohen Nettoeinkommen können entsprechend hohe Scheidungskosten entstehen. Den weit überwiegenden Teil der Scheidungskosten machen die Anwaltskosten aus. In deinem Fall könnte es sich daher lohnen, die sogenannte einvernehmliche Scheidung anzuvisieren. Damit sparst du nämlich die Hälfte der Anwaltskosten.


    Unterm Strich kannst du damit Scheidungskosten sparen, selbst wenn du vorher einen Notar bezahlen musst, um beispielsweise den Versorgungsausgleich notariell auszuschließen.

  • Hi Wolkenlos,

    Kostentreiber sind m.E. Anwälte und zusätzliche Gerichtsverfahren zu Einzelthemen.

    Also ist alles sinnvoll, was ihr zusammen regeln könnt.

    Es klingt so, als könnte es beim Zugewinnausgleich bei euch um viel Geld gehen. Das sorgt für hohe Anwaltskosten. Das kann man aber eigentlich auch selbst rechnen, kommt vielleicht um 5€ schlechter weg als mit Anwalt, spart aber Anwaltskosten.