Riesterrente Strategie No.1 (Tarif 4RG) der AachenMünchener / Generali laufen lassen oder doch noch ändern - die Mischung soll es machen

  • Das Brainwashing hat bei mir funktioniert ;-)


    Spaß beiseite, ich selbst beziehe die Kinderzulagen, daher fahre ich da genug Rendite ein, sodass es sich für mich tatsächlich lohnt.

  • Naja zumindest zahl ich nicht weiter ein, aber deprimierend zu merken, das man nun totels geld da liegen hat (auch wenn es nur eine "kleine" Summe ist) und ich nichts sinnvolles damit machen kann.


    "58 Jahre müsstest du leben, um dein Kapital zurückzuerhalten. Viel Glück"; Und wenn ich davon die Einmal entnahme noch anbziehe beim ETF Riester?


    47500-14200=33300 / (4,75 * 14,37) / 12 = ~40 Jahre


    Wenn ich weniger einzahle im Monat, anstelle der 100€ nur 50€? Somit theoretisch bei ~20Jahren lande?


    Tja bleibt vermutlich die Sache, dass ich beim ETF Sparplan mehr rendite unterm Strich mache.

  • Wenn du weniger einzahlst, dann sparst du weniger Kapital an und bekommst folglich monatlich weniger heraus.


    Je angesparter 10.000 Euro gibt es 14,37 Euro monatlich. Die Dauer der Rückzahlung bleibt somit unabhängig vom angesparten Kapital gleich lang.

  • Die Garantie fände ich schon klasse in Kombination mit etwas Rendite durch den ETF. Angenommen man hat mal Taalfahrt an der Börse zur Zeit der Rente, hätte die Riester ihren Vorteil.

    Du hast aber schon erkannt, dass Deine Idee nicht funktioniert?

    Höhere Rendite bedeutet immer auch höheres Risiko. Entweder Garantie oder Chance auf Rendite!

    Das hier mal zum Thema Garantien:

    Als ich jung war haben viele eine Kapitallebensversicherung abgeschlossen. Man zahlt > 40 Jahre ein und bekommt dann ein hübsches Sümmchen und hat noch eine gewisse Absicherung im Todesfall. Da gab es dann noch 3,5 oder gar 4% Garantieverzinsung auf den Sparanteil. :)

    Das war vor über 30 Jahren. Heute ächzen diverse Versicherungen unter den hohen Garantieversprechen von einst. Einige Versicherer stehen bereits unter Aufsicht der Bafin und ich denke, dass in den nächsten Jahren einige Lebensversicherer zusammen brechen. Dann werden wir sehen, was die 'Garantien' von einst wirklich Wert sind!


    Nehmen wir mal an, Du läßt über einen Zeitraum von 30 Jahren einen Sparplan auf einen breit gestreuten Index-ETF laufen und hast über die 30 Jahre 150.000€ eingezahlt.

    Das Risiko nach 30 Jahren mit weniger als 150.000€ im Depot dazustehen oder gar Alles zu verlieren schätze ich gemäß der Erfahrungen der letzten 120 Jahre als ziemlich gering ein (Aktien hatten auch bei Währungsreformen/Kriegen weiter Bestand). Wenn das tatsächlich passieren sollte, haben wir hier in Deutschland ganz andere Probleme! :/

    Wie Viel Rendite Du letztlich machst, kann Dir niemand garantieren. Aber genauso wenig kann Dir Jemand garantieren, dass Du überhaupt die nächsten 30 Jahre lebst! Ich würde daher nicht das Risiko, sondern die Chancen betrachten.

    Derzeit bieten ETF eine gute Chance bei langfristig moderatem Risiko. Das mag sich in 10, 20 Jahren ändern. Dann muss man halt neu schauen welche Investitionsmöglichkeiten der Markt uns dann bietet. Das ist aber dank der Flexibilität eines Depots kein Problem. Ich komme ja jederzeit an mein Geld!

    Bei meiner KLV z.B., muss ich jetzt hoffen, dass die Versicherung mir auch in 10 Jahren mein (versprochenes) Geld auszahlt. Dazu gab es ja in den letzten Jahren auch so einige Gesetzliche Kröten die wir Versicherten schlucken mußten, die an unseren Renditen genagt haben (z.B. Beteiligung an den Bewertungsreserven der Versicherungen).

  • Hallo zusammen,


    ich bitte euch nochmals um Unterstützung die AGBs des Vertrages zu verstehen. Ich hoffe ihr könnt mir die Punkte 4 & 7 auf Seite 19 einmal erläutern, damit ich diese auch verstehe.


    AGBs


    Punkt 4:

    Ist das ein fester Rechnungszins in der Höhe von 2,25% oder ist dieser inzwischen kleiner und wird zum 01.01. auf die 0,x% sinken?

    Punkt 7:

    Hier ist die Rede vom Rentenfaktor. Bezieht dieser sich auf das Deckungskapital oder auf beides, also auf die Fonds und das Deckungskapital? Und in wie fern kann dieser geringer ausfallen aufgrund "das wir nicht für unsere anfängliche Garantiezusage gemäß Absatz 6 benötigen." ?


    - Also kurz gefragt, kann der Rentenfaktor gesenkt werden? Wenn ja auf was?

    - Bezieht sich der Rentenfaktor auf den gesamten Vertragswert oder nur auf das Deckungskapital?


    Rentenfaktor lt. "Übersichtsblatt" liegt bei ~30€.


    Danke für eure Unterstützung.

  • Ich bin kein Versicherungsexperte, aber nach meinem Wissen:


    4) Der Höchstrechnungszins beträgt aktuell 0,9% und sinkt am 01.01.22 auf 0,25%. Altverträge sind davon aber nicht betroffen. Deine 2,25% bleiben bestehen.


    7) Rentenfaktor aufs ganze Deckungskapital (fondsgebunden und nicht-fondsgebunden). Das entspricht dem Vertragswert, den Du siehst. Die Verwaltungskosten, die Du mit Deinen Beiträgen gezahlt hast und die der Anbieter behält, sind darin nicht mehr enthalten.


    "Es wird mindestens eine Rente in Höhe der im Versicherungsschein ausgewiesenen Garantierente gezahlt." Weniger als die ca. 30 € pro 10.000 € Kapital sollte es also nicht werden. Der Faktor ist noch ziemlich gut. Jetzt sollte nur bis Rentenbeginn auch viel Kapital anwachsen, ohne dass die Verwaltungskosten die jährlichen Renditen auffressen.