Kredit für Selbständige

  • Hallo,


    folgende Frage stelle ich mir gerade:


    Wohne seit in einer abbezahlten Eigentumswohnung in der Innenstadt in einer Großstadt. Da man ja nicht jünger wird regt sich in mir der Wunsch etwas aus der Stadt raus zu ziehen und das am besten in ein kleines Haus. Die Wohnung (wenn ich bei Immoscout zu schaue ) würde wohl ca. 400.000 € aktuell als Kaufpreis erzielen, da gesuchte Lage. Da ich die Wohnung damals sehr günstig erworben habe (ohne Kredit) , frage ich mich, ob den vermieten der Wohnung und Kauf des Hauses realisierbar ist. Die Wohnung könnte ich sowohl sofort vermieten oder auch wohl ohne Problem kurzfristig einen Käufer finden. Da solche Wohnungen aber sich nat. auch als Einkommensquelle fürs Alter eignen wäre die bevorzugte Variante das Behalten. Da ich aber 57 Jahre alt bin & selbständig (als RA) und auch gerne noch möglichst lange weiterarbeiten möchte, stellt sich die Frage der Fremdfinanzierung. Der Kaufpreises des Hauses (bin gerade am sortieren und suchen ) steht nicht fest. Da aber auch gerne etwas außerhalb gehe ich mal blauäugig von ca 350.000 oder auch mehr aus. Auf den Tisch könnte ich ca 270.000,00 Euro legen. Wie stell ich es denn am geschicktesten an ?

  • Hallo RAMO


    Zunächst musst du sicher entscheiden, ob du die Wohnung behältst. Dann musst du ein Haus finden, das du haben willst. Dann kannst du die Finanzierung angehen. Interhyp oder Dr. Klein sind typische Finanzierungsberater.


    Natürlich kannst du versuchen, zum Zeitpunkt t=1 ein Haus zu finden, ein Tag später deine Wohnung verkaufen, 2 Tage später das Geld dafür zu haben, 3 Tage später das Haus zu bezahlen und so weiter. Das ist aber auch leicht hakelig, wenn irgendwas nicht zusammen passt. Entspannter ist es, wenn du Wohnungsverkauf und Hauskauf durch einen Kredit entzerrst.


    Ich würde mir über Immoscout ein Preisgefühl für eine Wunschimmobilie erzeugen und darauf aufbauend beim Finanzierer eine erste Anfrage zu Kreditbedingungen verschaffen.

  • Erstmal vielen Dank. War selber etwas verunsichert, da ich bislang versuchte das Thema Fremdfinanzierung zu vermeiden (Kredit als Selbständiger stelle ich mir immer schwierig vor), also Wohnung verkaufen und Haus kaufen.


    Die Preise für Immobilien gehen auch hier bei uns 8zumindestens in Innenstadtlage) durch die Decke. Im Augenblick gibt es in meinem Viertel nur eine vergleichbare Wohnung im Angebot bei Immoscout. Die soll 465.000 € kosten.


    Miete bringt die Wohnung (104 qm) wohl ca 800,00 € ....


    Wie gesagt, habe aber auch noch nicht festgelegtes Bankguthaben, was die Bank sicherlich auch beruhigen könnte.

  • Ich seh's wie Chris... was die Finanzierung betrifft. Neben einer Anfrage bei einem ausgesprochenen Finanzierer würde ich aber auch bei meiner Hausbank nachfragen und zwischen den Zeilen fallen lassen, dass sich parallel dazu ein Profi-Finanzierer um ein vernünftiges Fianzierungsmodell bemüht.


    Wegen der Stadtwohnung... hmmm... der Mietzins ist auf den heutigen Wert/Preis bezogen sehr bescheiden. Hast du dieses Objekt einst z.B. für 100k erworben, ist der Mietzins toll; 9,6% v.St. sind heute nicht übel. Ich würde a) die Arbeit berücksichtigen, die ich mit der Vermietung an der Backe habe und b) zu erwartende Kosten (Renovierung, Instandhaltung, Moderenisierung... Steuern...) und einen Vergleich zu einem Investment in z.B. einen weltweit streuenden ETF ziehen. Eine Rendite von 6 bis 7% auf 400k kann durchaus erwartet werden.


    Wie letztlich geplant wird liegt bei dir...

    Wünsche ein gutes Händchen!

  • Hallo.


    Probleme mit der Finanzierung würde ich bei dem Sachverhalt nicht erwarten. Ein Rechtsanwalt gilt ja als grundsätzlich "stabiler" Selbständiger und der Armut eher unverdächtig Das wird wohl passen.

    Bei dem Verhältnis von Eigenkapital zum geplanten Immobilienwert sollte keine Bank nervös werden.

  • Wenn ich das richtig verstehe hast du durch die Wohnung doch eh eine Sicherheit die du der Bank gegen einen Kredit gewähren kannst, oder irre mich?

    Jede Steuer hat etwas erstaunlich ungemütliches für denjenigen, der sie zahlen oder auch nur auslegen soll.


    Otto von Bismarck


    -Schlauer wird es nicht-