Private Krankenversicherung als Assistenzarzt?

  • Genau DAS sollten ja wirklich nicht die Anreize sein. Sie gehen also davon aus, dass es medizinisch keinen Unterschied gibt und wechseln in die PKV nur um sich bessergestellt zu fühlen?


    Ärzte sind also vom Kaptitalismus indoktrinierte hirntote Zombies?

    Zum Glück nicht ;-)

  • Genau DAS sollten ja wirklich nicht die Anreize sein. Sie gehen also davon aus, dass es medizinisch keinen Unterschied gibt und wechseln in die PKV nur um sich bessergestellt zu fühlen?

    Sie haben leider nicht richtig gelesen.


    Man muss unterscheiden: Ist ein Notfall im Sinne von Leben und Tod? Dann ist es m.E. nicht richtig zu denken, es gäbe hier Unterschiede in der Behandlung. Nun ja, der eine oder andere ist der Auffassung, dass z.B. Medikamente für eine Krebsbehandlung sich schon unterscheiden. Dieser festen Meinung ist ein guter Freund von mir, der Krebs hatte, kurz vorher in die PKV gewechselt war. Er sagt, er hätte diese Behandlung nie als GKV-Patient bekommen. Kann man drüber streiten.


    Natürlich ist es angenehm, dass ich die Kosten für eine potentielle Augenlaserung erstattet bekomme. Genauso angenehm, dass ich bei einem Unfall für 3 Monate Reha sämtliche (!) Fahrtkosten zur Reha bekommen habe. Einmal im Jahr rechne ich eine Kontaktlinsen-Großbestellung über meine PKV ab.


    Und das ist der Punkt: Die im zweiten Absatz genannten Themen sind medizinisch nicht notwendig. Und alles, was in der GKV medizinisch nicht notwendig ist, da können Sie davon ausgehen, dass es eben nicht erstattet wird.


    Nochmal: Es gibt nicht richtig und nicht falsch. Jeder muss für sich beantworten, was er will. Dem einen ist eine sehr gute medizinische Absicherung mit vertraglich festgelegten Leistungen wichtig, dem anderen reicht eine Grundversorgung.


    Jedoch den Ärzten zu unterstellen sie seien Schuld daran, dass sie bei medizinischen Behandlungen Patienten bevorzugen - vielleicht auch subtil - da wo es in ihrem Ermessensspielraum liegt, ist vom Grundsatz her falsch, wie wir schon weiter oben festgestellt haben. Denn die können nichts für das Gesundheitssystem. Da ist eben unsere liebe Politik gefragt.

  • Aus den berufsständischen Versorgungen bekommen Ärzte (laut einer Übersicht, die ich jüngst im Versicherungsboten gesehen habe) durchschnittlich knapp 2500 Euro an monatlicher Rente heraus. Das entspricht ungefähr dem, was nach nicht ganz 35 Jahren an Spitzenverdienst bei der gesetzlichen Rentenversicherung herauskäme. Der sich daraus ergebene Beitrag wäre wahrscheinlich konkurrenzfähig mit der pKV, allerdings geht es bei Entscheidung zwischen den beiden Welten um Leistungen und nicht um Kosten. Das Vorsorgekonzept muss zu dieser Entscheidung passen. Daher macht kundige Beratung vor dem Fällen der Entscheidung schon Sinn. (Und die geht über das hinaus, was diese Community zu leisten vermag.)

    Ich bleibe dabei, wir sind hier ein von Laien gespicktes Verbraucherforum. Das ist hoffentlich allen Beteiligten klar?!


    Ich sehe auch - wie einer meiner Vorredner - wie der Thread Private Krankenversicherung als Assistenzarzt? mittlerweile vom eigentlichen Thread-Titel abgekommen ist und es sollte in einem separaten Thread behandelt werden.


    finanztip : Kann man das einrichten? Danke

  • Sie haben leider nicht richtig gelesen.

    Lassen wir mal elementare medizinische Fragen außen vor - da wird mit Sicherheit jeder gleich behandelt

    Was habe ich denn daran nicht richtig gelesen?


    Nun ja, der eine oder andere ist der Auffassung, dass z.B. Medikamente für eine Krebsbehandlung sich schon unterscheiden. Dieser festen Meinung ist ein guter Freund von mir, der Krebs hatte, kurz vorher in die PKV gewechselt war. Er sagt, er hätte diese Behandlung nie als GKV-Patient bekommen. Kann man drüber streiten.

    Da kann man tatsächlich drüber streiten. Ich hoffe, es geht ihrem Freund wieder gut, aber er kann ja offensichtlich nicht wissen, wie die Behandlung in der GKV gewesen wäre. Ich vermute mal stark, dass wenn es sich nicht um eine experimentelle Form der Behandlung gehandelt hat, es rein medizinisch keinen Unterschied gegeben hätte.

  • Ich bleibe dabei, wir sind hier ein von Laien gespicktes Verbraucherforum. Das ist hoffentlich allen Beteiligten klar?!


    Ich sehe auch - wie einer meiner Vorredner - wie der Thread Private Krankenversicherung als Assistenzarzt? mittlerweile vom eigentlichen Thread-Titel abgekommen ist und es sollte in einem separaten Thread behandelt werden.


    finanztip : Kann man das einrichten? Danke

    Viele sind Laien, stimmt :saint:.


    Wenn ich die neuen Beiträge so überfliege, geht es schon immer noch um das Kernthema: Ist eine PKV für einen Assistenzarzt (und andere Menschen) das Richtige. Wir arbeiten hier ja gerade fast die ganzen Mythen der PKV ab. Zunächst:

    • Ist die Private Krankenversicherung im Alter zu teuer?
    • Ist die Private Krankenversicherung mit Familie zu teuer?

    Und jetzt noch:

    • Was ist wenn die Bürgerversicherung eingeführt wird?
    • Ist die PKV unsolidarisch und egoistisch?

    Ausführlicher schreibe ich dazu gerne später. Ab und zu freuen sich auch unsere Kunden über meine Aufmerksamkeit. :)

    Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung GmbH & Co. KG - Spezialisten für Private Krankenversicherung, Berufsunfähigkeit, Altersvorsorge, Geldanlage. Angaben gem. § 11 VersVermV, § 12 FinVermV: schlemann.com/erstinformationen. Beiträge in der Finanztip Community erstelle ich mit größtmöglicher Sorgfalt, jedoch ohne Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen, deren Nutzung auf eigene Gefahr erfolgt.

  • Hallo, ich bin Tierärztin in Rente und sage klar und deutlich : Die PKV wird mein finanzieller Untergang sein ! Ich habe ja schon einmal über meine Problematik geschrieben. ( mit 44 Jahren berufsunfähig, alleinerziehend mit schwerbehindertem Kind ) ich habe GsD eine BU Versicherung abgeschlossen und beziehe die magere Rente des Bayerischen Versorgungswerkes für Ärzte, Tierärzte und Zahnärzte. Mit 65 stoppt die BU Vers und meine Rente des Versorgungswerkes wird wohl nicht mal die PKV Beiträge abdecken. Ich bereue es zutiefst, damals aus der GKV in die PKV gewechselt zu sein...ich zahle jetzt schon 650 € / Monat , OHNE Kind, die konnte ich glücklicherweise wieder in die GKV bringen, wo Reha und co ohne Probleme gezahlt werden. Was war das für ein Kampf mit der PKV :-( . Niemand kann in die Zukunft sehen, auch ich hätte gerne meinen geliebten Beruf noch mind. 20 Jahre weiter ausgeübt. Die drohenden PKV Beiträge lassen mich mit Horrorgedanken an die Zukunft denken....Eine Bürgerversicherung wäre meine Rettung

  • Lilly Marlene , das tut mir sehr leid zu hören und danke für Ihren Hinweis, was bei PKV-Versicherten ggf. "schiefgehen" kann. Natürlich muss auch so ein (zum Glück nicht so verbreitetes) Szenario beim Wechsel in die PKV bedacht und es sollte entsprechend vorgesorgt werden.


    Um ein solches böses Erwachen zu vermeiden, schließen von uns beratene Kunden mit einer PKV so gut wie immer eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit folgenden Parametern ab:

    • Versichert ist das Nettoeinkommen - schließlich muss man davon weiterhin PKV Beiträge und Altersvorsorge bezahlen, damit man auch ab 67 genügend Geld hat. Das wird bei den landläufigen Empfehlungen (70-80% vom Netto) leider regelmäßig übersehen!
    • Endalter 67 - die letzten Jahre sind die wichtigsten (und teuersten).
    • 3% garantierte Rentensteigerung zum Inflationsausgleich. Diese Steigerung führt bei früher Berufsunfähigkeit zu einer fast doppelt so hohen Gesamtleistung.

    Was sind die Parameter Ihrer BU, wie hoch ist Ihre Berufsunfähigkeitsrente?


    Ihr Beispiel zeigt, dass es - obwohl landläufig verpönt - gar nicht so verkehrt sein kann, die BU mit Altersvorsorge zu kombinieren. Dann steigt der Sparbeitrag für die Altersvorsorge ohne dass man dafür noch etwas zahlt im BU-Fall um z.B. jährlich 10% und man muss sich für die Jahre ab 67 weniger Sorgen machen.


    Diese Überlegungen nützen Ihnen leider nicht mehr, helfen aber vielleicht anderen, nicht in die gleiche Falle zu laufen.


    Daraus zu schließen, dass man sich keinesfalls privat krankenversichern sollte, halte ich für die falsche Schlussfolgerung. Ihrem Beitrag kann man ja auch entnehmen, dass der Beitrag für 46-Jährige in der PKV mit 650 EUR deutlich günstiger ausfällt, als der GKV Höchstbeitrag von 929 EUR.


    Übrigens: Wären Sie GKV versichert, würden Sie ohne Bezug einer Erwerbsminderungsrente als freiwillig versichertes Mitglied auf Ihre BU-Rente den vollen Krankenversicherungsbeitrag von 18,95% zahlen. Wären Sie verheiratet, würde ggf. sogar noch das halbe Einkommen des Ehepartners addiert.


    Über Ihre Möglichkeiten, den PKV Beitrag über die Sozialtarife der PKV (Standardtarif - vermutlich waren Sie schon vor 2009 PKV versichert - bzw. Notlagentarif) und Zuschüsse der Sozialversicherungsträger (Stichwort Grundsicherung) zu reduzieren haben Sie sich bestimmt schon informiert. Der durchschnittliche Beitrag im Standardtarif beträgt lt. PKV Verband 300 EUR. Ihre bisherigen Alterungsrückstellungen werden dabei angerechnet. Darüber werden viele Härtefälle erträglicher. In Ihrem Fall scheint nach diesem Thread zum Glück ja auch noch Immobilienvermögen vorhanden zu sein.


    Was sehr deutlich wird: PKV (und GKV) immer mit voller BU-Absicherung!

    Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung GmbH & Co. KG - Spezialisten für Private Krankenversicherung, Berufsunfähigkeit, Altersvorsorge, Geldanlage. Angaben gem. § 11 VersVermV, § 12 FinVermV: schlemann.com/erstinformationen. Beiträge in der Finanztip Community erstelle ich mit größtmöglicher Sorgfalt, jedoch ohne Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen, deren Nutzung auf eigene Gefahr erfolgt.

  • Hallo,

    eigentlich wollte ich keine Immobilie kaufen, geschweige denn bauen, aber mir wurde geraten NICHT in das Versorgungswerk weiter einzuzahlen, aus einem ganz pragmatischen Grund : meine Lebenserwartung sah damals ( 2005 ) ziemlich mau aus und in das Versorgungswerk eingezahlte Beiträge sind für Erben verloren. Nur die BU ermöglichte es mir , das Haus -behindertengerecht- zu bauen, deshalb sage ich auch allen Freunden und Kollegen, das die BU mit die wichtigste Versicherung ist , abgesehen vom Kampf, diese zu erhalten ;-/ , ohne BU wäre ich Hartz4, denn der Praxisverkauf war ein Nullsummenspiel ( Schulden abgezahlt ) , aber ich werde weiterhin jedem von der PKV abraten, schon deshalb, weil es hier , im Osten , keinerlei Vorteile zur GKV gibt, weder in der Behandlung, noch in der Wartezeit, hier wird nicht mal gefragt. Und die Kämpfe, die ich ausstehen musste, um meiner Tochter ordentlich versorgen zu lassen, haben meiner "Gesundheit" den letzten Rest gegeben. Ich kann TAN nur recht geben...bestes Beispiel UKSH Lübeck , als Privatpatient wurde ich ins 4 Bett Zimmer geschoben und hatte nicht einen Moment eine bevorzugte Behandlung, konnte aber dafür zig Rechnungen eigenhändig zur PKV tragen , da Lübeck nicht direkt abrechnet. Man kann sich vorstellen, wie viel Rechnungen nach einem 3 wöchigen Aufenthalt zustande kommen . Aber ok, das ist am Thema vorbei. Wenn ich 65 werde, muss ich wohl das Häuschen verkaufen und von dem Erlös leben. Das wird hart

  • Schade, dass Sie scheinbar nicht von den Vorteilen Ihrer PKV profitieren. 4-Bett Zimmer als Privatpatient ist extrem ungewöhnlich, das KH möchte mit Ihnen normalerweise doch Geld verdienen. Im "Westen" und in den mir bekannten Gegenden Ostdeutschlands gibt es recht deutliche Unterschiede zwischen GKV und PKV.


    Heutzutage ist das mit den Rechnungen zum Glück wesentlich einfacher geworden. Im Krankenhaus wird fast überall per Direktabrechnung direkt mit der PKV abgerechnet. Ansonsten per App die Rechnung scannen und ab zur Erstattung an die Gesellschaft, 2-3 Tage später ist das Geld auf dem Konto, noch bevor die Arztrechnung überhaupt fällig wird (übliches Zahlungsziel: 30 Tage).


    Bezüglich der Wichtigkeit einer BU sind wir uns völlig einig. Wie hoch war denn nun die Berufsunfähigkeitsrente, die Sie abgeschlossen hatten Lilly Marlene und um wie viel stieg diese jedes Jahr an? Es scheint ja zum Glück etwas übrig geblieben zu sein, so dass Sie davon statt Altersvorsorge das Haus finanzieren konnten. Und wie gesagt, lassen Sie sich zur Umstellung Ihrer PKV auf den Standardtarif beraten, dann sollte Ihr Problem deutlich kleiner werden.

    Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung GmbH & Co. KG - Spezialisten für Private Krankenversicherung, Berufsunfähigkeit, Altersvorsorge, Geldanlage. Angaben gem. § 11 VersVermV, § 12 FinVermV: schlemann.com/erstinformationen. Beiträge in der Finanztip Community erstelle ich mit größtmöglicher Sorgfalt, jedoch ohne Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen, deren Nutzung auf eigene Gefahr erfolgt.

  • also, jetzt muss ich mal förmlich werden :-) Sehr geehrter Herr Schlemann....wann waren Sie das letzte mal im Krankenhaus ? Die Zeiten haben sich geändert, ich muss regelmässig verschiedene Kh `s aufsuchen. In Lübeck gab es schlicht keine freien Betten mehr und Lübeck rechnet nach wie vor NICHT direkt mit der PKV ab, über die Missstände in Krankenhäusern , incl massiver Hygienemängel sind Sie informiert ? Ich habe im "Südwesten" 20 Jahre lang die Praxis gehabt und viele Tiere von Ärzten behandelt, mit denen ich über die Jahre Freundschaften pflegte und das war der einzige Grund, warum ich ev einige Vorzüge genießen durfte. Aber selbst dort habe ich zB in der Uni Homburg/Saar fürchterliche Verhältnisse erleben müssen. Die Welt, die Sie sich für PKV Patienten erträumen, die gibt es schon lange nicht mehr. Wie geschrieben, wenn ich hier in Meck-Pomm einen Termin mache, wird nie gefragt ob GKV oder PKV und wenn ich dann doch vorsichtig einwerfe, ob es für PKV Menschen etwas früher ginge, werde ich ausnahmslos schnippisch darauf hingewiesen, das es keine früheren Termine gibt und damit basta. Als PKV Patient ist man hier ein Mensch zweiter Klasse. Hier will man keine eingebildeten " reichen" Wessis. Meine Erfahrung nach fast 10 Jahren Mecker-Pomm ;-)

  • Liebe Lilly Marlene , Meck-Pomm kenne ich tatsächlich noch gar nicht, weder als Tourist (das möchte ich gerne bald nachholen), noch als Patient (das möchte ich so wie Sie das beschreiben nicht nachholen). In Köln, Frankfurt, München und anderen Großstädten habe ich es selbst und bei Kunden bislang nur so erlebt, dass bei der Terminvereinbarung sehr schnell die Frage "Kasse oder privat?" gestellt wurde. Wer will es den Ärzten verdenken, wenn man sich die geringen Pauschalen anschaut, die Ärzte für gesetzlich Versicherte pro Quartal bekommen, egal wie oft sich der Patient behandeln lässt. Das mit den Terminen ist aber nur die Spitze des Eisbergs, ich empfehle noch mal § 12 SGB V zur Lektüre.


    Wie kann ich Ihnen denn nun endlich die Höhe Ihrer BU-Rente entlocken? War die Frage irgendwie unklar formuliert? :)

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  • Moin Herr Schlemann,

    Lübeck liegt in Schleswig-Holstein und ist somit Wessilääänd ;-) und hat die schlimmste Klinik, die ich mir vorstellen kann ( Ärzte völlig ok, das Drumherum ist die Katastrophe ) . Die Klinik Schwerin bietet sogar eine komplette Station für Private, Luxus pur, aber zur Einweisung dort muss auch die Diagnose passen. Ärzte, das ging mir genauso, wollen heilen, da spielt das Monitäre idR eine untergeordnete Rolle. Im Klinikstress ist es völlig egal, ob privat oder gesetzlich versichert, lediglich im Sekretariat, bei der Aufnahme, werden Unterschiede gemacht. Ich werde Ihnen hier nicht schreiben, wie hoch genau meine BU Rente ist ....soviel...mehr als 1000 € , weniger als 6000 € ;-) schönen Tag noch LM P.S.

    hier, an der Ostsee scheint , wie meist, die Sonne, aber es ist kalt

  • Was sehr deutlich wird: PKV (und GKV) immer mit voller BU-Absicherung!

    Da frage ich mich doch gleich mal, wieso das in Ihren vorherigen Berechnungen nicht berücksichtigt wurde. Eine BUV benötigt man meines Erachtens sowohl in der GKV als auch in der PKV. Die Mehrkosten durch die Mehrabsicherung (3% garantierte Rentensteigerung, höhere Rentenabsicherung) in der PKV wurden aber verschwiegen, obwohl das ja Ihres Erachtens essenziell zu sein scheint.


    Vermutlich verstehe ich gerade was falsch, aber was bringt einem die BUV nach dem 65. bzw. 67. Lebensjahr bezüglich der PKV Beiträge?


    Ihrem Beitrag kann man ja auch entnehmen, dass der Beitrag für 46-Jährige in der PKV mit 650 EUR deutlich günstiger ausfällt, als der GKV Höchstbeitrag von 929 EUR.

    Warum sollte man in diesem Fall mit dem Höchstbeitrag vergleichen?


    Ihr Beispiel zeigt, dass es - obwohl landläufig verpönt - gar nicht so verkehrt sein kann, die BU mit Altersvorsorge zu kombinieren.

    Zwar ein alter Schuh, aber trotzdem: Der Makler, der einem die PKV verkaufen möchte, würde auch gerne eine BUV verkaufen und am besten in Kombination mit einer Rentenversicherung... Das sehe ich, sagen wir mal, kritisch.


    In Köln, Frankfurt, München und anderen Großstädten habe ich es selbst und bei Kunden bislang nur so erlebt, dass bei der Terminvereinbarung sehr schnell die Frage "Kasse oder privat?" gestellt wurde.

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass diese Frage meist nicht gestellt wird, um den roten Teppich schonmal auszurollen. Das hat durchaus auch abrechnungstechnische Gründe.

  • Hallo Tan , genau richtig, deshalb schrieb ich ja :

    Zitat

    Was sehr deutlich wird: PKV (und GKV) immer mit voller BU-Absicherung!

    Die empfohlene BU-Konfiguration ist keine spezielle "PKV-Konfiguration" sondern gilt genauso für GKV-Versicherte. Also bitte "ganz ruhig Brauner", von wegen "verschwiegen":).


    Eine ausreichend hohe BU, deren Laufzeit man idealerweise bei Erhöhung des Rentenalters noch mal verlängern kann, bringt einem bezüglich der PKV und GKV Beiträge, dass man von der BU-Rente genügend Altersvorsorge ansparen kann, um ab 67 gut klar zu kommen.


    GKV Höchstbeitrag: Lieber Tan , mir ist durchaus bewusst, dass für Lilly Marlene der GKV Höchstbeitrag nicht der Benchmark ist. Für einen normal Erwerbstätigen, der sich für die PKV qualifiziert, aber schon.


    Ob man eine BU sinnvollerweise mit Altersvorsorge kombiniert oder nicht hängt von vielen Parametern ab. Für beide Varianten gibt es Argumente, alles nachzulesen auf unserer Website. Das erkläre ich Ihnen bei Bedarf gerne in einem ausführlichen Beratungsgespräch. Details dazu würden den Rahmen und die Überschrift dieses Threads aber nun wirklich sprengen.

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  • Die empfohlene BU-Konfiguration ist keine spezielle "PKV-Konfiguration" sondern gilt genauso für GKV-Versicherte. Also bitte "ganz ruhig Brauner", von wegen "verschwiegen" :) .

    Entschuldigen Sie. Das hatte ich trotz Zitat tatsächlich überlesen. Wahrscheinlich weil ich bisher von keinem Makler oder Berater jemals gehört habe, dass eine so hohe garantierte Rentensteigerung und Rentenabsicherung notwendig oder sinnvoll ist. Und glauben Sie mir: Das waren alle auf Ärzte höchstspezialisierte "Fachkräfte". Daher bin ich wohl davon ausgegangen, dass das als PKV-spezifische Absicherung gemeint war.

  • Hallo Lilly Marlene , als Exilbayer ist das für mich alles Südschweden :). SH und MV hatte ich aber schon noch so ungefähr auseinanderhalten können. :)


    Ich trete Ihnen hoffentlich nicht zu nahe wenn ich vermute, dass Ihre BU Rente näher bei 1.000, als bei 6.000 EUR liegt. Mit ausreichend hoher BU Rente wäre die Situation deutlich entspannter und es wäre mehr Geld für die Altersvorsorge übrig geblieben. Schon ab rund 3.430 EUR BU Rente würden Sie als freiwillig Versicherte in der GKV bei durchschnittlichem Zusatzbeitrag ebenalls 650 EUR Beitrag für Ihre Kranken- und Pflegepflichtversicherung bezahlen, ab 4.837,50 EUR den Höchstbeitrag.


    Sonnige Grüße und einen schönen Tag zurück - klasse, dass Sie sich trotz Ihrer schwierigen Situation eine so nette Art bewahrt haben. :thumbsup:

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  • Danke Comandante für den Hinweis, beim Thema zu bleiben - finde ich gut! Ich versuche das bei meinen Antworten ja auch auch immer wieder etwas einzubremsen, siehe oben.


    Die Frage "Was passiert wenn ich berufsunfähig werde und privat krankenversichert bin - habe ich dann ein Problem?" gehört m.E. aber schon noch sehr klar zur Ausgangsfrage von Willi wills wissen . Deshalb bin ich darauf genauer eingegangen. Fazit: Mit ausreichend hoher und richtig konfigurierter BU spricht auch dieses mögliche Lebensszenario nicht gegen einen Wechsel in die PKV - sofern dieser im Übrigen langfristig sinnvoll ist.

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  • Xenia

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