Hammer Urteil gegen Banken. Gebühren für Girokonto nicht rechtens

  • Geht es bei dem Urteil nur um Giro- und Depotgebühren? Was ist mit den Sparkonten (Sparcards) der Postbank? Früher konnte man damit an Geldautomaten mit dem Visa-plus-Symbol im Ausland beliebig oft gebührenfrei Geld abheben, dann (ich weiß nicht mehr ab welchem Jahr) nur noch 4x jährlich und jetzt seit 1.2.21 wird für jede Abhebung 5,99€ berechnet. Sind diese Gebühren nun ungültig und gelten stattdessen die Gebühren zum Zeitpunkt der Beantragung der sparcard, also auch unbegrenzt gebührenfreie Abhebungen?

  • Ein bisschen einseitige Betrachtung...

    Erstmal ist die Schaffhauser Kantonalbank ziemlich spät dran. Fast alle anderen Kantonalbanken und Retailbanken in der Schweiz haben solcherlei Gebühren (die bei denen obendrein auch noch viel höher sind) schon viel früher eingeführt.

    Und die Kommunikation war auch ähnlich, bei der Basler Kantonalbank irgendein Nebensatz in einem schönen Flyer - für alle Kunden gleich.

    Die Einführung wird/wurde bei allen Banken mit erhöhten regulatorischen Anforderungen begründet - letztendlich eine späte Auswirkung von Peer Steinbrücks rhetorischem Einsatz der Kavallerie.


    Und ja: Natürlich spielen Urteile des BGH in der Schweiz keine Rolle - die Schweiz ist ein souveräner Staat mit eigener Rechtssprechung. Wer sich zudem nur einmal im Jahr um seine Finanzen kümmert, ist auch selber schuld. Sicher steht irgendwo in den Vertragsbedingungen dass man regelmäßig Korrespondenz (sofern elektronisch empfangen) und Rechnungsabschlüsse (die oft monatlich erfolgen) prüfen und Widerspruch innerhalb von X Tagen/Wochen einlegen muss.

  • ich hatte telefonischen Kontakt mit meiner Filiale der Commerzbank, in dem Gespräch wurde mir versichert, dass die Commerzbank definitiv an den Gebühren festhält und ihre Kommunikation ändert


    somit bist du der Arsch wenn du dort bleibst (Zustimmung am anderen Ende der Leitung) und nicht in ein kostenloses Kontomodell wechselst

  • ich hatte telefonischen Kontakt mit meiner Filiale der Commerzbank, in dem Gespräch wurde mir versichert, dass die Commerzbank definitiv an den Gebühren festhält und ihre Kommunikation ändert


    somit bist du der Arsch wenn du dort bleibst (Zustimmung am anderen Ende der Leitung) und nicht in ein kostenloses Kontomodell wechselst

    Ich würde, wenn ich sowas gesagt bekäme, mir ein neues Kreditinstitut suchen.


    Als Privatkunde fällt mir auch kein Grund mehr ein, warum ich unbedingt eine Filiale bräuchte.


    Einzig im ländlichen Raum könnte ich mich noch mit den Geno-Banken identifizieren, welche die lokale Wirtschaft bzw. Vereine unterstützen.

  • lieberjott,

    ich würde mich freuen, wenn du meine Beiträge nicht einfach ziemlich zusammenhangslos ohne Bezug zu meiner Aussage kritisieren würdest.


    So habe ich mich nie darüber beschwert oder bedauert, dass der BGH in der Schweiz nichts zu melden hat. Ich wollte meine Erfahrung mit der Bank teilen. In der Hinsicht, dass ich zum Urteil zwiegespalten bin und Banken allgemein durchaus schlitzohrig agieren können.


    Nebenbei hat die Schaffhauser Kantonalbank ihre Preiseinführung in den Neujahrsglückwünschen des Vorstands versteckt.


    Dass eine Bank Preise einführen kann habe ich explizit sogar erwähnt und das für gut erachtet. Es geht nicht um das „was“ sondern lediglich um das „wie“.


    Und nein, leider hast du auch noch unsauber gelesen. Ich hätte es nicht wirklich früher mitbekommen. Die Bank weist die monatlichen Gebühren nicht monatlich aus sondern jährlich. Auch ein netter Trick.


    Und ja, natürlich kümmere ich mich um geparktes Geld nur selten. Wer schaut denn zum Beispiel bitte bei einem über Jahre liegenden Bausparvertrag mehr als ein oder zwei Mal im Jahr rein? Das Geld lag da einige Jahre. Was soll ich mir da ansehen? Jeden Monat mal schauen ob der Kontostand noch der selbe ist? Es geht nicht darum Gebühren einzuführen. Es geht um das WIE. Und das war schäbig.