Betriebsrente Canada life

  • Guten Abend zusammen,


    Ich bin relativ "unerfahren" im Bereich Altersvorsorge mit 27 Jahren. Nun würde ich gerne eure Meinung zu einem Vorschlag meines AG zur Betriebsrente einholen. (Ich habe "natürlich" nicht nur die Betriebsrente als Standbein für die Altersvorsorge.)


    Angeboten wird mir das Produkt "GENERATION Business" als Betriebsrente.


    Fakten:


    40 Jahre Einzahlungsdauer bis zur Rente

    100€ Entgeltumwandlung

    20€ AG-Zuschuss (20%)

    [30€ VWL + 6€ AG-Zuschuss sind nach der Probezeit möglich]


    Garantierte monatliche Rente: 104,33€

    Garantiertes Rentenvermögen: 70.391,49€


    Mögliche dynamische Rente: 649,78€

    Mögliches Anteilguthaben bei Rentenbeginn: 216.592,55€ (4% p.a. nach Abzug von 1,5% Fondsgebühren)


    Insgesamt haben der Berater und ich ausgerechnet würde es mich Netto ca. 56€ Eigenaufwand kosten vom Gehalt. Auf die 40 Jahre wäre es also ein Eigenaufwand von 26.880€. Meine gesetzliche Rente würde um ca. 32€ sinken bei Rentenbeginn.


    Mir ist bekannt, dass die Rente voll versteuert werden muss und auch mit den Sozialabgaben berechnet wird. (Bei einer Kapitalauszahlung wäre es natürlich auch so.)


    PS: Mein Einkommen wird sich natürlich irgendwann erhöhen genauso habe ich die Renditenentwicklung des UWP der Canada life mir angeschaut. Ich werde die Betriebsrente natürlich langfristig besparen bis zur Rente sonst macht sie ja sowieso keinen Sinn.


    Nun meine Fragen:


    • Lohnt es sich aus eurer Sicht diesen Vorschlag anzunehmen?
    • Bei einem ETF Sparplan mit 56€ (vom Nettogehalt) wäre die Summe um ca. 50% kleiner bei einer 6% p.a. Entwicklung. Jedoch würden hier natürlich "nur" Kapitalertragssteuer zum jetzigen Zeitpunkt abgezogen werden. Da wäre die Summe im Vergleich zu des "möglichen Kapitals" von oben ja doch viel höher abzgl. Abgaben/Steuern?

    Vielen Dank fürs lesen und vielleicht antworten!

  • Das garantierte Rentenvermögen von rund 70k entpricht auf den Nettoaufwand von 56 € bezogen einer Rendite von ganz knapp über 4% - somit gar nicht so übel.


    Rechnet man den Bruttobeitrag, kommt man lange nicht an eine 1%ige Rendite heran.


    Schaut man auf die voraussichtliche Kaufkraft der garantierten Rente, sowie der zusammengesponnen Rente, reden wir von der Dimension eines kleinen Einkaufs im Supermarkt.


    Soll diese bAV also ein klitzekleiner Bestandteil deiner Altersversorgung werden, kann man so einen Pickelkram ruhig angehen.

  • Ich stand vor dem gleichen Angebot und habe mich aufgrund der mir zu hohen Effektivkostenquote gegen die Canada Life entschieden.


    Habe dann über i-finance Vorsorgeberatung ( im Internet gefunden) einen Nettotarif über die LV1871 abgeschlossen ... Effektivkostenquote ca. 0,7%


    VG

  • Danke für eure Meinungen und Hinweise.


    KaiPa Also die Option einen anderen Anbieter für die Betriebsrente zu nehmen besteht leider nicht.


    andiii_98 Der Beitrag den du verlinkt hast, hab ich mal durchgelesen. Die "Nachtteile" verstehe ich voll und ganz kann jedoch diese nicht auf das Angebot welches ich bekommen habe übertragen. Der Fond ist hier verfügbar.


    Referat Janders Genau, dass haben mein Berater und ich auch miteinbezogen. Genauso wie der Möglichkeit, dass die Grundrente in der Glaskugel erscheint :D


    JDS Jo, also wir haben natürlich nur den Nettoaufwand in die Betrachtung genommen, weil alles andere "geschenkt" ist. Natürlich mit Minderung der gesetzlichen Rente aber 39€ ist halt noch viel weniger wert zur Rente.


    @Alle Ich hab mal den Vorschlag als Bilder angehangen. Das Produktdatenblatt ist leider ziemlich aufwändig. Aber wahrscheinlich interessanter für eine Einschätzung.


    Ich hab neben bei mal 56€ pro Monat über 40 Jahre mit einer Rendite von 1% gerechnet (Garantierendite bei der Canadalife), dann kommt ein Kapital 33.061,45€ (ETF-Sparplan) raus im Vergleich zur Betriebsrente 93.458,45€ (Beitrag 156€/Monat). Das alles wäre natürlich Kapital welches noch versteuert und mit sozialabgaben abgezogen werden muss.

  • Also die Option einen anderen Anbieter für die Betriebsrente zu nehmen besteht leider nicht.

    Wenn der AG einen guten Makler hat, dann gibt´s beim Arbeitgeber einen Rahmenvertrag mit reduzierten Kosten - insbsondere, wenn man nicht wählen kann.
    Die CanadaLife hat solche Tarife und sobald man z.B. 50% Abschlussgebühren einspart oder nur ratierlich mit Abschlusskosten belastet wird, ist es eine wirklich empfehlenswerte Lösung.

  • Also die Option einen anderen Anbieter für die Betriebsrente zu nehmen besteht leider nicht.

    Wenn der AG einen guten Makler hat, dann gibt´s beim Arbeitgeber einen Rahmenvertrag mit reduzierten Kosten - insbsondere, wenn man nicht wählen kann.
    Die CanadaLife hat solche Tarife und sobald man z.B. 50% Abschlussgebühren einspart oder nur ratierlich mit Abschlusskosten belastet wird, ist es eine wirklich empfehlenswerte Lösung.

    Also mir wurde vorgerechnet, dass die Kosten die Abschluss- und Verwaltungskosten zum Ende hin durch Treueboni kompensiert werden und ich sogar einen Bonus erhalte.

  • Also mir wurde vorgerechnet, dass die Kosten die Abschluss- und Verwaltungskosten zum Ende hin durch Treueboni kompensiert werden und ich sogar einen Bonus erhalte.

    Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Außerdem finde ich es unseriös, wenn man eine, dem Kunden zustehende Verzinsung (Boni) als Provisionsrückerstattung umdeklariert.
    Wer nur reduzierte Provisionen zahlt und trotzdem den Treueboni voll bekommt, schneidet deutlich besser ab.
    Eine angemessene Vergütung für eine gute Beratung ist durchaus statthaft, aber ein Rabatt macht den Berater auch nicht arm (bei Firmen kommt es ja i.d.R. auch zu mehr Beratungen und damit mehr Vergütungen)