ETF Einmalanlage oder Schritt für Schritt??

  • Hallo in die Community,


    aufgrund Immobilienverkauf habe ich einiges an Geld zu investieren.


    Zur Zeit bespare ich Vanguard FTSE All-World (A1JX52).


    Das ganze Geld vom Immobilienverkauf möcht ich in A1JX52 investieren.


    Soll ich eine Einmalanlage riskieren?


    ...oder alles gesplittet über 6 Monate?


    Was meint Ihr?


    Vielen Dank im Voraus!


    Elgob

  • ... hmmm... kommt immer auf verschiedene Faktoren und/oder Umstände an. Das Alter spielt ne Rolle, das Gesamtvermögen auch... und nicht zuletzt deine Ziele (mit dem Kapital).


    Wenn du der Meinung bist, deine Cash-Reserven sind ausreichend dimensioniert und du genug Zeit hast bzw. nicht unbedingt am 23.05.2023 Betrag x benötigst, dann kannst du ruhig dat Janze in deinen Fonds packen. Wenn wir die Kursentwicklung der nächsten 6 Monate kennen würden, könnten wir auch den idealen Zeitpunkt definieren. Können wir aber nicht. Auf 6 Monate verteilt zu investieren könnte sich bei größerer Vola im Sinne von Cost Average Effect positiv auswirken, muss aber nicht. Ich würde voll rein gehen...

  • Hi JDS,


    danke für Deine Antwort.

    Als Mann der Wissenschaft weiß ich auch, dass eine Einmalanlage die beste Option ist.

    Leider spielt die emotionale Komponente auch mit und beinflusst meine Entscheidung.


    Ich denke ich werde die Hälfte als Einmalanlage und die Rest des Geldes über 6 Monate besparen.


    Vielen Dank,


    Elgob

  • ... guter Kompromiss!

    Hi JDS


    oje - gestern war ich voll entschlossen die Hälfte als Einmalanlage und die Rest des Geldes über 6 Monate zu besparen.


    Heute, nach viele hin und her habe ich mich entschieden jeden Monat ein zehntel des Geldes zu besparen.


    Der Mensch ist kompliziert.


    Vielleicht überlege ich es morgen anders :)

  • Hey Elgob,

    was auch immer du tun wirst... es ist dein Geld und du solltest damit so hantieren, dass du dich dabei wohl fühlst.

    Interessant ist immer die Zeit vor ich Geld investiere - aber sobald die Handlung abgeschlossen ist schlafe ich besser.


    Geht es andere Leute ähnlich?

  • Interessant ist immer die Zeit vor ich Geld investiere - aber sobald die Handlung abgeschlossen ist schlafe ich besser.

    Kann man davon die Empfehlung ableiten, möglichst vor 22 Uhr zu investieren, damit man danach gut schlafen kann?

  • Jou, so in etwa ;-)


    Aber mal im Ernst... mangels hellseherischer Fähigkeiten sollten wir es uns nicht schwerer machen als nötig. Einige "Strategien" haben sich in der Vergangenheit bewährt... und es ist dennoch nicht sicher, dass dies auch für die Zukunft gilt.

    Viele Dinge müssen wir zu einem gewissen Prozentsatz auch ohne empirische Daten und ohne die allerletzten Kleinigkeiten zu wissen, aus dem Bauch heraus entscheiden.

    Also einfach ein Plänchen machen, Vor- und Nachteile abwägen, entscheiden und handeln... Dann wird's wohl auch etwas mit dem gesunden Schlaf ;-)

    Dass das Plänchen nicht für alle Ewigkeiten gelten muss, dürfte auch klar sein. Ich sehe mir wenigstens 1x im Jahr meine "Plänchen" mit Monats- und Jahresbudgets sowie meine Übersicht über die Entwicklung meines bescheidenen Nettovermögens an und korrigiere dann ggfs. meine Planung.

  • kleine Frage am Rande - wie ist die Hierarchie hier bei Finanztip.


    Ich sehe einige Teilnehmer sind "gealdelt" .


    Du bist zu Recht einen Koryphäe - wie kommt man zu dieser Ehre?


    Vielen Dank.


    Elgob

  • ... Elgob, das hat wohl mit der Menge der Beiträge/Kommentare und den Punkten/Bewertungen zu tun. Dazu gibt es auch genaue Erklärungen... wenn ich die jetzt nur finden würde, könnte ich es dir genauer aufdröseln.

  • Elgob

    Da treffe ich endlich hier im Forum einmal auf jemanden, der so wie ich gestrickt zu sein scheint :): ich habe und tue mich immer noch recht schwer, Entscheidungen bezüglich meines ETF zu treffen. Das ist immer ein langer, teils elend zäher Prozess. Die Entscheidung Pro ETF-Sparplan MSCI World war dank diesem Forum recht schnell getroffen. Dann ging es los: welcher Broker? Nach dem Auswerten vieler Infos "meinen" Broker gefunden und Depot eröffnet. Plötzlich waren wieder Zweifel da (reicht die verbleibende Zeit bis zur Rente?, -ist es der richtige Weg zur Altersvorsorge? usw.). Letztlich nach viel Denken doch Sparplan eröffnet.

    Jetzt, wo alle Entscheidungen gefällt sind und fest stehen, fühle ich mich erheblich wohler und sehr erleichtert.

    Ich denke, bei mir ist da ein psychologischer Haken: ich komme aus einfachen Verhältnissen, meine Eltern und auch ich haben oft von paycheck zu paycheck gelebt. Das Credo meiner Kindheit: Geld ist sehr wertvoll und wichtig, pass gut drauf auf und mehre es! Meine Eltern konnten mich den Umgang mit (wenig) Geld lehren, Vermögensaufbau nicht. Da es auch in der Schule nicht im Unterricht vorkommt, mussten halt einige Jahre ins Land gehen, bis ich das Selbststudium dazu gestartet habe.

    Ich denke, jeder ist halt so gestrickt wie er ist. Und wir machen auch unseren Weg. Also weiter abwägen, nachdenken - und dann mit der doch getroffenen Entscheidung zufrieden sein. Und diese ab und an (ich betreibe ein Pantoffel-Portfolio) überprüfen, dann klappt das schon :).

    Alles Gute, frohe und mutige Entscheidungen und viele Grüße

    Alabama

  • Alabama  Elgob

    Keine Angst, mit Euren Sorgen seid Ihr nicht allein! ;)

    Aber irgendwann muss man auch mal ins kalte Wasser springen und es einfach tun. Nach einigen Monaten 'lernt' man dann besser mit den Kurschwankungen umzugehen bzw. nicht bei jedem kleinen 'Verlust' gleich an seinem Plan zu zweifeln.

    Wie sehe denn eine realistische Alternative für den Vermögensaufbau aus!? :/

  • Wie sehe denn eine realistische Alternative für den Vermögensaufbau aus!?

    1) Da fällt mir erst einmal ein... eine/n steinreiche/n Partner/in zu heiraten ;-)


    2) Für Arbeitnehmer*innen besteht ggfs. die Alternative, nebenberuflich ein Geschäft zu betreiben (intelligent organisierter Handel...), also als Unternehmer*in etwas Geld zu investieren und diesen "Einsatz" durch Einsatz von Hirn und Zeit einige Zeit lang zu verdoppeln und wiederum zu verdoppeln und wiederum zu verdoppeln... bis man an die Grenzen der "Skalierbarkeit" gelangt... Dann allerdings bleibt nur übrig, die "erübrigte" Kohle intelligent zu investieren... und schon sind wir wieder bei ETF, Aktienfonds und ggfs. Einzelaktien.


    3) Statt in ETF in Einzelaktien zu investieren... was Kenntnisse und viel Zeit erfordert. Nach meinen Erfahrungen (aus über 30 Jahren) gehen dabei locker um die 2 Stunden (365) pro Tag drauf. Das ist für jemanden, der "normal" beschäftigt ist, vergleichbar mit 16 Monaten Arbeitszeit pro Jahr ;-)

  • Zu 1)

    steinreich heiraten hat nicht geklappt, aber dafür habe ich einen wundervollen,

    liebenswerten, genau zu mir passenden Mann gefunden - dagegen ist "steinreich"

    absolut vernachlässigenswert <3

    Zu 2) und 3)

    Eben, man landet doch immer wieder bei ETF(Sparplänen)

    monstermania hat vollkommen recht: irgendwann muss der Schritt ins Ungewisse erfolgen. Oder man sollte den ganzen Plan ad acta legen. Wobei das Ungewisse ja gar nicht so unwissend ist, wenn man sich vorher gut informiert und die gefundenen Informationen auch verstanden hat.

    So: let´s do it.