Riester kündigen oder Beitragsfrei stilllegen?

  • Hallo liebe Community,


    eine gute Bekanntin hat folgendes Problem:


    * Beamtin

    * Riester Rentenversicherung seit 2010

    * 1 Kind


    Durch irgendwelche Fehler im System hat Sie keine Zulagen erhalten weil ihre Dienststelle die Daten an die Versicherungsfirma nicht vermittelt hat.


    Meine Bekanntin hatte irgendwelche Formular ausfüllen müssen


    Jetzt hat sie erfahren, dass es nicht möglich ist die Zulagen zu bekommen.

    Nur für die letzte 2 Jahren ist es im Nachhinein möglich.


    Naturliach ist die gute Dame sauer und hat mich gefragt was sie tun soll.


    Was wäre die beste Option?


    * Kündigen


    oder


    Beitragsfrei stilllegen


    Vielen Dank im Voraus!


    Eure

    Elgob

  • Hallo Elgob,


    das muss man anhand der Zahlen, der Lebenspläne, des Alters des Kindes durchrechnen. Die Dame kann sich ja hier melden und ein paar Zahlen liefern. Wenn das keine Option ist, ist beitragsfrei stellen immer eine Option, bei der man möglichen Schaden reduzieren kann. Ob es die Optimallösung ist, kann man wie gesagt nur durchrechnen.

  • Hallo Elgob,


    das muss man anhand der Zahlen, der Lebenspläne, des Alters des Kindes durchrechnen. Die Dame kann sich ja hier melden und ein paar Zahlen liefern. Wenn das keine Option ist, ist beitragsfrei stellen immer eine Option, bei der man möglichen Schaden reduzieren kann. Ob es die Optimallösung ist, kann man wie gesagt nur durchrechnen.

    Hi chris2702


    danke für Deine Antwort.


    Noch mehr Infos:


    * die Dame ist 50 Jahre alt

    * das Kind ist 11 Jahre alt


    brauchst Du noch mehr Daten?


    VG

    Elgob

  • Hallo.


    Das ist Mist! (Hat sie echt seit 2010 keine Zulagen bekommen?)


    Aber wichtig ist doch, dass


    a) die noch zu kriegende Zulage beantragt wird (wahrscheinlich schon geschehen)


    b) geschaut wird, ob sich der Vertrag aktuell lohnt.



    Noch angemerkt:


    Man bekommt einmal im Jahr einen "Kontoauszug" für seinen Riestervertrag. Wenn da keine Zulage drauf ist, dann fragt man doch nach, oder?


    Dass Beamte den Dienstherrn bevollmächtigen müssen, mit der ZfA zu kommunizieren, sollte als Information vom Anbieter gekommen sein.

  • Ich würde mal mutmaßen: Kein Fehler im System. Es fehlt an der Einwilligung gegenüber der Bezügestelle. Die Einwilligung kann nur rückwirkend für zwei Jahre erklärt werden. Schnellst möglich nachholen. Die Bezügestellen bieten in der Regel dafür ein Formular an.

    Dies hat aber nichts mit der grundsätzlichen Frage: kündigen oder beitragsfrei stellen zu tun. Ist weitersparen - jetzt mit Zulage - keine Option? Die Abschlusskosten müssten ja bereitd bezahlt sein.

    Was für ein Vertrag ist es?

    Wie hoch sind die regelmäßigen Sparraten?

    Wie hoch ist das jährliche Bruttoeinkommen?

  • Ist mir auch passiert, dass über 4 Jahre hinweg keine Zulagen gezahlt wurden. Mir ist es tatsächlich auch erst später aufgefallen. Da es ein Fehler der Versicherung war, weil ich eine Einmalbeantragung zu Versicherungsbeginn gestellt hatte wurden die Zulagen rückwirkend gezahlt. Vielleicht klappt das ja hier auch.

  • Hi chris2702


    hier die Infos:


    Monatliche Einzahlung €7,00

    Vertragsende 01.12.2035

    Kapital heute --> Gebildetes Kapital zum 31.12.2020 €6000

    Garantiekapital bei Vertragsende --> €8000

    Prognostiziertes Kapital bei x% Rendite --> finde ich nicht auf die Bescheinigung

    Garantierte Rente --> €27

    Prognostizierte Rente bei x% Rendite --> finde ich nicht auf die Bescheinigung



    Danke im Voraus!


    Elgob

  • Kleine Rechnung:

    6000+12*7*14 ist die angenommene Rechnung der Versicherung = 7176

    7176 Euro mit 0,84% Rendite werden zu 8000 Euro. Das ist eine typische Riesterverzinsung aus meiner Sicht. Allerdings bekäme sie ja 175 Euro Zulage über 14 Jahre. Daher passen die Zahlen nicht ganz zusammen. Eigentlich müssten mehr als 8000 Euro in 2035 garantiert werden.


    Nun muss man bedenken, dass deine Freundin von Kindesalter 9 - 25 noch die Zulage bekommen kann.

    16 * 300 = 4800. Somit hätte sie ein Kapital von 8000 + 4800 = 12800

    Damit werden 7176 + 4800 Euro verzinst mit 1,07% zu 12.800 Euro.



    Eine garantierte Rente von 27 Euro dürfte für jeden Mitteleuropäer irrelevant sein, wenn es um die Frage geht, ob er eine sorgenfreie Rente verlebt oder nicht. Selbst wenn sie mit Zulagen zu 40 Euro würde, wäre es irrelevant.


    Ich würde das Ding beitragsfrei stellen. Und mir Gedanken machen, wie ich zukünftig fürs Alter vorsorgen will. Mit einer angemessenen Sparrate, min. 15% vom Netto sagt Saidi.

  • Bleibt die Frage, mit wie viel Eigenbeitrag die Zulagen "erkauft" sind.

    Die 7 Euro im Monat werden kaum reichen, es sei denn das Brutto liegt unter 14.000 Euro im Jahr.


    Alles unter (aktuell) 32,90 Euro an Monatsrente wird ohnehin nicht laufend ausgezahlt, sondern als Einmalzahlung.