Deka ZukunftsPlan I (ohne Riester) Sparplan kündigen, sind die Fonds speziell oder ist das Depot übertragbar wie andere auch?

  • Hallo,

    ich habe einen Deka ZukunftsPlan I Sparplan (ohne Riester-Zuschüsse) der mal für mich abgeschlossen wurde.

    Ich verstehe nach wie vor nicht ganz den Charakter des Produktes, die Grundfunktion schon, aber nicht wenn es ans Auflösen und Loswerden geht.


    Leider beziehen sich aber fast alle unabhänigen Infos darüber auf den Fall, dass das als Riester-Rente geführt wird (man die Zuschüsse bei vorzeitiger Auflösung erstatten müsste usw.), was bei mir nicht der Fall ist.


    Wenn ich das weiter hätte wie geplant bis zu Auszahlungsphase 2030, wären dann auch MEINE Auszahlungen nur mit dem dann gültigen pers. Steuersatz zu versteueren (statt 25% Abgeltungssteuer)?


    Wenn mein pers. Steuersatz dann aber nur wenig unter den 25% läge, würde mir das aber gar nicht so viel bringen, gemessen an den hohen jährlichen Deka-Gebühren oder der womöglich besseren Leistung anderer Wertpapiere, als gegenzurechnender Nachteil?


    Die Fonds sind vielleicht nicht so schlecht aber die Gebühren sehr hoch, das garantierte Geld ist für mich nicht so ein wichtiger Punkt, als dass mir dafür die ganzen anderen Nachteile einleuchten.


    In den Depotauszügen stehen immer meherere Deka Fonds, sie teilen das Geld auf, was sind das für Fonds ich habe gesehen, dass einige davon auch "außerhalb" der Deka mit ISIS usw. exisitren, sind das ganz normale Fonds, die man wie in gewöhnlichen Depots zu einem anderen Depotanbieter übertragen kann oder geht das nicht, ist man gezwungen, das zu verkaufen wenn man die Deka/Spk als Depotbank los werden will?


    Danke für Hinweise


    Gruß


    Stefan

  • Ja, ein Riester-Vertrag ohne Riester sozusagen.

    Es sind nun ca. 51.000 € Gegenwert der Anteile, als Garantiesumme (für 2030, Stand jetzt) werden ca. 35.000 € angegeben, ich nehme an, die Differenz müsste der Gewinn sein, den man zu versteuern hätte?

    Wenn ich den Sparplan aussetze/kündige, kann ich dann die Fonds zu einer anderen, günstigeren Bank übertragen (was ich mit "normalen" Fonds schon gemacht habe) oder sind das Spezialsachen, bei denen das nicht geht?


    Natürlich klar, dass die Deka dazu nichts sagt, im Vertrag steht das auch nicht klar drin, Ziffer 14 der Sonderbedingungen.


    Danke


    Gruß


    Stefan

  • Oh je.


    Wenn es ein Riester ist, dann wird die gesamte(!) Auszahlung/die Übertragung steuerpflichtig sein, auch wenn man die Vorteile nicht in Anspruch genommen hat.


    Steuersatz sicherlich über 25%. Grenzsteuersatz eben.


    Beitragsfrei stellen und Förderungen rückwirkend beantragen soweit es noch geht.

  • Wenn das ein Riester-Vertrag ist, kannst Du die Fonds nicht übertragen. Das ist das Konzept, dass man über die EInzahlugen nicht mehr frei verfügen kann. Erst bei Vertragsablauf kann man bis zu 30% als Einmalzahlung entnehmen. Der Rest wird zwangsverrentet.

  • Hallo,


    meierle, nein rückwirkend geht nicht, nur in einem Teil der Zeit bestanden die Vorruassetzungen und ich will weg von dem starren Produkt und 800 € Gebühren gegenwärtig.


    tobiasweiss, nein da scheinst du mein Posting nicht gelesen zu haben, so pauschal stimmt das nicht, man kann das sehr wohl beenden, es kommt auf die Bedingungen an, bei mir Ziffer 14. der Sonderbedingungen, die dir vermutlich nicht vorliegen. Alles andere wäre ja auch enteigenung.


    Die Bedingungen sind nicht klar, ob man nur Geld auszahlen lassen kann oder auch die Fondsanteile übertragen kann wie bei gewöhnlichen Depots.


    Danke


    Gruß


    Stefan

  • Hallo,


    meierle,


    mein Ding (Riester ohne Riester) ist etwas ein Sonderfall, warum sollte ich das weiterführen, wenn ich glaube, dass ich mit dem Geld auf andere Art mehr für das Alter erreichen kann?


    Tobias,


    hätte ich schon, wenn es einfacher wäre, ich hab die Fassung der Sonderbedingungen 07.15 (nur Papier, sehr kleingedruckt), genau das finde ich digital nicht, aber eine Fassung 10/16 bei einer Spk, die Ziffer 14 "Verfügungen des Kunden" (=Teilkündigung, Entnahme in der Sparphase) stimmt überein.


    Abschnitt 14.3 betrifft mich insofern zwar nicht, da es bei mir ja keinen Unterschied schädliche/unschädliche Verwendung gibt, aber interessant ist dort die Formulierung, "...wenn er über seine Investmentfondsanteile durch schriftlichen Auftrag verfügt", das lässt sich doch so verstehen, dass man auch Anteile einfach übertragen (wie zwischen "normalen" Depots) und nicht nur auszahlen lassen kann:


    (im pdf-Dokument nach unten scrollen, Sonderbedingungen sind Seite 3 und 4)


    https://www.google.com/url?sa=…Vaw1MDjUsv3-ph9lIE-b1uHbK


    Und am Ende, bei Ziffer 20, wird auf die allgemeinen Depot-Geschäftsbedingungen hingewiesen, auch das deutet doch in diese Richtung.


    Danke


    Gruß


    Stefan

  • OK, der wichtige Satz ist m.E. Satz 5 im Abschnitt 14.1:

    " Sofern der Kunde gegen ̧ber der DekaBank auf die Unter-lagen zur Nutzung der staatlichen Riester-Fˆrderung verzichtet hat und in Folge dessen f ̧r ein oder mehrere Beitragsjahr(e) keine Daten an die zentrale Zulagenstelle f ̧r Altersvermˆgen (ZfA) ̧bermittelt wurden, entf‰llt pro Beitragsjahr die betragsm‰flige Begrenzung nach Satz 2, wenn der Verzicht nicht widerrufen wurde und seit Ende des Beitragsjahres zwei volle Kalenderjahre vergangen sind."


    Trifft das auf Dich zu, d.h. Du hast verzichtet und dies nie widerrufen? Dann sollte ein normaler Verkauf bzw. Rückgabe an Deka möglich sein. Ggf. auch ein Übertrag zu einer anderen Depotbank, wenn sie Deka-Fonds akzeptiert (da sind manche sperrig, weil sie sich schlechter handeln lassen). Ein Übertrag würde sich nur lohnen, wenn die Fonds besser laufen als Standard-ETF mit niedrigeren Kosten.

  • Hallo,


    danke für die Nachricht.

    Dass dieser Vertrag nie mit der Zulagenstelle in Kontakt kam, hab ich ja eingans betont, daher war 14.1. nicht relevant, wohl aber 14.3 wo sie m. E. andeuten, man könne die Fondsanteile auch übertragen ansattt nur ihren Gegenwert in Geld auszahlen zu lassen.

    Du verstehtst diese Erwähnung bei 14.3. also auch so.

    Werde nun schriftlich anfragen, irgendwann muss ich die Steuern doch bezahlen.

    34 k€ wurden über die Jahre eingezahlt, nun ist der Wert 51 k€, also nicht so schlecht, aber wenigstens die Depotgebühr könnte ich vieleicht durch Übertragung zu meiner Direktbank sparen.


    Gruß


    Stefan

  • Anhand der historischen Entwicklung z.B. im Vergleich mit einem typischen Weltindex:

    https://www.fondsweb.com/de/ve…DE000DK1CJ20,IE00B4L5Y983


    ... sieht man, wofür die 1,73% jährliche Verwaltungskosten eingesetzt werden: Zur Verringerung der Rendite. ;-) Dabei liegt sogar die Volatilität (Schwankungsbreite) in vielen Zeiträumen oberhalb des Weltindex.


    Die vergangene Entwicklung ist natürlich kein Garant für die Zukunft, aber als Indikation nehme ich sie trotzdem gern.