Steuersatz bei der Rente

  • Nur um es richtig zu verstehen.

    Quelle Steuertabelle + Rechner

    https://www.steuerschroeder.de…euer-Tabelle.html#Rechner

    Quelle Besteuerung Renten

    https://www.ihre-vorsorge.de/m…ibt-vom-brutto.html#c6311


    Bsp. für ein Rentner ab 2040


    Im Jahr 2040 erhält ein Rentner z.B. 4000€ gesetzl. Rente + 1000€ betr. Rente. Somit ergibt das ein Jahreseinkommen von 60000€. Nach heutigem Stand hätte diese Person einen Grenzsteuersatz von 39%. Lt. dem Rechner der oben genannten Seite, müsste er 16.063€ Einkommensteuer bezahlen (noch ohne Sozialabgaben). Das ergäbe ein Steuersatz von (16063/60000=) 26,77%


    Im Jahr 2040 erhält ein Rentner z.B. 4000€ gesetzl. Rente. Somit ergibt das ein Jahreseinkommen von 48000€. Nach heutigem Stand hätte diese Person einen Grenzsteuersatz von 34%. Lt. dem Rechner der oben genannten Seite, müsste er 11.228€ Einkommensteuer bezahlen (noch ohne Sozialabgaben). Das ergäbe ein Steuersatz von (11228/48000=) 23,39%


    Wäre es dann nicht besser weniger in die bAV oder sonstige Vorsorgeprodukte einzubezahlen und privat anzulegen? Aktuell werden ja bei privater Anlage max. 26,35% Abgeltungssteuer+Soli fällig. Sprich die Nachgelagerte Besteuerung und das Argument mit dem niedrigerem Steuersatz in der Rente ist bei einem Bezieher von hoher Rente hinfällig?

  • Hall Heltanos, Du hast es richtig verstanden.


    Für Rentner mit eher hohem Einkommen ist es nach derzeitiger Rechtslage steuerlich günstiger, Kapitaleinkünfte zu haben als andere Einkünfte.


    Diese Anomalie ist dadurch entstanden, dass man Schwierigkeiten hatte, diese Einkünfte überhaupt steuerlich korrekt zu erfassen und sich deswegen auf den für die meisten Betroffenen eher niedrigen pauschalen Steuersatz eingelassen hat. "Lieber 25 % von X als nix." Da das aber ungerecht ist und man in der Zwischenzeit deutliche Fortschritte in der korrekten Erfassung von Kapitaleinkünften gemacht hat, wird diese Reglung absehbar ein Ende finden.


    Aber auch wenn dieser Vorteil wegfällt, wird die kostengünstige selbst gesteuerte Kapitalanlage in aller Regel die besseren Resultate erzielen als Produkten, an denen noch viele andere mitverdienen.

  • Heltanos

    Wobei zu berücksichtigen ist, dass es eine 'Höchstrente' in der GRV gibt. Ich meine, gelesen zu haben, dass aktuell bei rund 3200€ der theoretische 'Höchstsatz' der GRV erreicht wäre.

    In der Praxis wird dieser 'Höchstsatz' der GRV wohl ohnehin so gut wie nie erreicht.

    Um also wie in Deinem Beispiel 4000€ oder gar 5000€ 'Rente' zu erhalten bräuchte es für einen GRV-Versicherten also schon einiges an anderweitiger Vorsorge! ;)

  • @Heltanos


    Es handelt sich um ein Verkaufsargument der Vermittler, wenn behauptet wird, im Alter zahlt man viel weniger an Steuern. Viel weniger als im Erwerbsleben wird es vermutlich nicht sein.


    Wer 45 Jahre Höchstsatz eingezahlt hat, liegt aktuell bei etwa 3 TEUR Rente.

    Lass keinen zwischen Dich und Dein Geld.

  • Kennt Jemand so einen Rentner!? :/

    Also wirklich Jemanden der es geschafft hat über 45 Jahre konstant den Höchstsatz in die GRV eingezahlt zu haben.

    Wer verdient schon mit 22 Jahren 7100 € brutto monatlich? Einstiegsgehalt als Angestellter 85200 € brutto und das ohne Hochschulabschluss, weil man den mit 22 üblicherweise noch nicht hat...

  • andiii_98

    Das war mir schon klar! ;)

    Im Eingangsfred ging es um das Beispiel eines 'Rentners' der 4000€ ges. Rente + 1000€ aus einer BAV bezieht.

    Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass der Bezug von 4000€ aus der ges. Rente schon so nicht möglich ist.

    Von daher sollte man mit realistischen Zahlenbeispielen rechnen. Sonst vergleichst man halt Äpfel/Birnen.

  • Aber ich bin das lebende Beispiel dafür, dass man im Alter weniger Steuern zahlt. Allerdings habe ich in meinen Erwerbsleben in der DDR eher unterdurchnittlich verdient. Das kommt sicher auch daher, dass ich nur sehr leise "Hurra" gerufen habe.

    Bin nun 20 Jahre in Rente, und habe auch für die nächsten 2 Jahre eine Nichtveranlagungsbescheinigung.

    Gruß


    Altsachse

  • Kennt Jemand so einen Rentner!? :/

    Der muss nicht nur lange Höchstsatz gezahlt haben, sondern auch frisch in Rente gegangen sein und entsprechend die letzten Jahre teuer gebucht. Mehr als 2.300 EUR (IG-Chemie) habe ich noch nicht gesehen.


    Die Knappschaft hat eine höhere BBG. Dafür gehen die früher in Rente. So ein Bergbaudirektor könnte noch höher liegen.

    Lass keinen zwischen Dich und Dein Geld.

  • Man kann den Rentenbeginn auch aufschieben (über die Regelaltersgrenze hinaus). Für jeden Monat gibt es einen Zuschlag von 0,5%. Wer also 200 Monate wartet, kann aus 2.500 Euro Rente auch 5.000 Euro machen und dies ganz ohne zusätzliche Einzahlungen. ;)

  • Das mit der max. Rente war mir nicht so klar. Jetzt wo ihr das schreibt (RP max. 2,0 mal Rentenfaktor = max. Rente) ist es ja logisch. Hätte ich das gewusst, hätte ich ein realistischeres Beispiel gebracht.

    Mir ging es nur darum, ob ich das richtig verstehe oder ob da ein Denkfehler drin ist. Leider nicht.

    Was in 10, 20 oder xx Jahren ist oder kommt, wissen wir natürlich alle nicht. Das einzigste was man machen kann, aktuell etwas mit den geringsten Kosten suchen. Ob dabei dann 1%, 2% oder xx Zuwachs herauskommt sieht man dann erst später. Was heute vielleicht das im verhältniss bessere Angebot ist, kann morgen schon durch andere Bezuschussung oder Subventionierung dann nicht mehr so prickelnd sein.

  • Mit entsprechendem Kapital kommt man auch bei den 0,01 % auf dem handelsüblichen Tagesgeld zu zu einem erfreulichen Zusatzeinkommen

    Rechnerisch wohl nicht ganz falsch... praktisch aber die Idioten-Methode... oder... entsprechendes Kapital wird anders angelegt und investiert ;-)