Seriöse Tageszeitung berichtet, dass Anleihen lukrativer waren als Aktien

  • Finanztip hat hier langfristige Betrachtungen (ab 1975) angestellt. https://www.finanztip.de/geldanlage/


    Wenn man auf die schlechten Ergebnisse im 15-Jahres-Zeitraum geht sieht man, dass dann jeweils das ETF-freie Portfolio am besten gewesen wäre. Hier beachten, dass Finanztip zu Mischportfolios rät und auch das renditeorientierte Portfolio nur 80% Aktien enthält. Auch Langfrist-Betrachtungen bei Finanztest zeigen ebenso keinen großen Vorteil einer hohen Aktienquote.


    Kritisch anzumerken ist, dass seit rund 10 Jahren die Zinsen stark manipuliert werden und damit eine Verzerrung entsteht. Durch die hohe Kapitalaufnahme der Staaten und der Unternehmen müssten die Zinsen höher stehen und der Zufluss zu den Aktienmärkten geringer sein, s. die Entwicklung im 2. Hj. 2018. Daher erwarte ich irgendwann eine deutliche Korrektur, dass irgendwann kann aber noch lange dauern. Insofern sollten gerade jüngere Anleger das Risiko der Aktienanlage auf dem Schirm haben.

  • Hallo TinglTangl,


    m.E. wird die in der Zweitüberschrift angekündigte Aussage:

    „Aktien sind nur mit Einschränkungen auf lange Sicht eine bessere Anlage“

    nicht untersetzt. Der Autor führt zwar detailliert auch und gerade die langfristigen Risiken einer Aktienanlage vor Augen, aber bei der Alternative Anleihen belässt er es bei einem Vergleich von 1997-2016. Eindrucksvoller wäre hier ebenfalls der Vergleich über 100 Jahr. Da hat aber auch die eine oder andere Staatsanleihe nicht gerade Freude gemacht, z.B. des Zarenreiches oder um etwas näher zu kommen das „Eiserne Sparbuch“ in Deutschland (eine Art Staatsanleihe für den Volksgenossen).


    Und wenn ich schon beim Meckern bin: „Eine erst kürzlich durchgeführte Untersuchung zeigt, dass die Aktienmärkte in 39 Industrieländern von 1841 bis 2019 außerhalb der USA und Großbritanniens sehr riskant sind…“ 1841 soll es 39 Industrieländer gegeben haben? Ich habe Schwierigkeiten, heute 39 Industrieländer zu finden. Es sei denn, man zählt z.B. Bulgarien dazu.


    Mein Fazit, das Leben ist lebensgefährlich.


    Gruß Pumphut

  • ... wenn der "Schluchti", der den Artikel geschustert hat, Ahnung vom Finanzmarkt und insbesondere von Aktien hätte, würde er

    1. keine irrationalen Haltestrategien zum Vergleich heranziehen,

    2. keine Vermögensverbratungsfirma betreiben müssen,

    3. keine Artikel schustern müssen und

    4. seine Füße im warmen Wasser baumeln lassen, irgendwo, wo es jetzt schön warm ist ;-)


    Für uns aufgeklärten Anleger (Investoren und Sparer) und jene, die im Begriff sind sich aufzuklären, sind solche Artikel gerade einmal zur Unterhaltung geeignet... und IMHO mehr oder weniger fox alpha.

  • Anleihen sind durch die Niedrigzinsen stark im Kurs gestiegen. Dies ist die fragwürdige Grundlage des Artikels für die Behauptung.


    Für den buy and hold Anleger stimmt natürlich die Aussage zur den Aktien. Man sollte auch mal Gewinne realisieren.