Tagesgeld

  • Wäre es dann aber ned sinnvoller sein Tagesgeld als Gehalstkonto anzugeben und VOM Tageselgeld alle Fixkostenbeträge aufs Giro zu überweisen ode direkt das Tagesgeld als Referenzkonto für Miete, Strom, Wasser und Co anzugeben? Somit ist am Tagesgeld immer das maximum an Geld und auf dem Giro nur das nötigste

    Geht vermutlich nicht, weil man von und zum TG nur eingeschränkt überweisen kann.

    Aber ein 2. Girokonto würde den Zweck auch erfüllen, ja.

  • "... wenn man es ganz nüchtern-pragmatisch betrachtet, dann gibt's zwei Sorten Menschen, Doofe und Indianer", hat mir vor etwas über 30 Jahren einer meiner Mentoren in Geldangelegenheiten gesagt, "und du schläfst nicht im Zelt!"

    Er schlief übrigens auch nicht im Zelt, nicht einmal im Urlaub ;-) Bei seinen Einkünften und seinem Vermögen wäre es aber fast schon sehr doof gewesen, auf die Annehmlichkeiten des Lebens in einem festen Gebäude zu verzichten. Von daher war der Spruch dann eben doch nicht so relevant ;-)


    Allerdings hat er mir bezüglich des Umgangs mit Geld etwas vermitteln können, was auch heute noch Gültigkeit hat.

    Man(n)/frau Sollte einen Teil des Vermögens Cash und kurzfristig zur Verfügung haben, je nach Einkommen, Vermögen, Bedarf und Alter mehr oder weniger viel. Der (meist) größere Teil gehört intelligent investiert... also in Sachwerte.

    Den voraussichtlichen Bedarf sollte man natürlich kennen, oder ermitteln und in jedem Fall auch dokumentieren. Dies am einfachsten im Zusammenhang mit einem Vermögensstatus, einer Übersicht über das derzeitige Nettovermögen.

    Der voraussichtliche Bedarf ist bei jüngeren Menschen die Summe aus der sog. Dreimonatsreserve (für unvorhergesehene Ausgaben) und einer Reserve für bekannte, erwartete Ausgaben. Entweder reichten die vorhandenen Geldwerte... oder sie reichen nicht; dann müssen sie eben angespart werden. Und eben diese Reserven kann man auf'm Giro, unterm Kopfkissen... oder auf Tages- oder Festgeldkonten "lagern". Jede/r wie er/sie will. Wem die Übersicht fehlt oder wer seine Neigungen zu "unüberlegten" Ausgaben kennt, der bringt seine Reserve-Asche durchaus auch, wie es meine Vorschreiben erwähnten, vor sich selbst in Sicherheit.


    Wenn die Übersicht fehlt, oder das Gefühl/Gespür für's Budget, dann darf man gerne - besonders bei knappen Budgets/Einkünften ist dies sehr sinnvoll - ein Jahresbudget erstellen und den möglichen Überschuss ermitteln... der dann als "Sparrate" zum Aufbau der Reserven und auch zum Vermögensaufbau verwendet wird. Das Erstellen von Monatsbudgets und einer Liquiditätsplanung können dies durchaus unterstützen; jedenfalls helfen diese Hilfsmittel die eigenen Geldangelegenheiten besser - weil bewusster - zu managen.

  • Hey mir hat sich der Sinn von Tagesgeld immer noch nicht erschlossen trotz div. Videos:/

    Mir auch nicht und daher habe ich auch kein TG-Konto!;)

    Muss dazu aber auch sagen, dass ich (inzwischen) sehr diszipliniert bin was meine Ausgaben angeht und kann daher die Argumente bezügliche der besseren Übersicht/Disziplinierung mit Saidis 4-Konten-Modell nicht nachvollziehen.

    Ich habe z.Zt. mein Girokonto und mein ETF-Depot. Das reicht mir.

    Aber, jeder muss selbst herausfinden, wie er/sie am besten mit seinem Geld klarkommt. Und wenn es Jemandem hilft Geld zu sparen, dann ist es gut so.

  • Ich bin auch so einer mit 2 Giro-Konten, hat den Vorteil das man bei einer dringenden Ausgabe auch von da überweisen kann. Ich finde momentan auch das sich Aufwand zum Nutzen bei Tagesgeld nicht lohnt.

  • Habe noch ein Kombikonto bei der Ziraatbank. Ist ein Girokonto mit der Verzinsung von einem Tagesgeldkonto. Leider gibt es auch hier im Moment 0%. Jedoch sehe ich es vorteilhafter als ein Tagesgeldkonto. Dort fließen bei mir mtl. die Beträge drauf, die dann jährlich abgebucht werden. Z.b. GEZ, Haftpflicht usw. Somit habe ich die Trennung des Geldes, brauche jedoch nicht an unterschiedlichen Monaten daran denken, das Geld vom Tagesgeldkonto zurückzubuchen. Wenn es einmal wieder Zinsen geben sollte, werden eben die mtl. Beträge bis zur Abbuchung verzinst. Ist aber seeeehr gewohnheitsbedürftig die Oberfläche. Ebenso finde ich nicht so gut, das man die Kontoauszüge nicht richtig Archivieren kann. Max. 6 Monate, dann werden sie gelöscht.

  • Ich verwende auch Tagesgeldkonten. Wie die Vorschreiber bereits geschrieben haben, kann man so den geplanten, oder unvorhersehbaren Geldbedarf regeln und entsprechend vorsorgen.


    Falls man das macht, sollte man dabei eine andere Bank verwenden, damit eine Überweisung zurück eine "gewisse Schwelle" hat und nicht schnell, mit wenigen Klicks, erfolgt.

    Wenn man die nötige Disziplin in jeder Lebenslage hat tut das natürlich nicht Not, wenn man das nicht hat. Bietet sich dieses Modell sehr an.


    Gruß InvestMoe

  • Ich bin auch so einer mit 2 Giro-Konten, hat den Vorteil das man bei einer dringenden Ausgabe auch von da überweisen kann. Ich finde momentan auch das sich Aufwand zum Nutzen bei Tagesgeld nicht lohnt.

    Naja, ich kann mir bei beispielsweise bei der ING problemlos mehrere Tagesgeldkonten innerhalb meines Logins erstellen und diese sogar benennen. Damit erfüllen diese bei mir auch den Zweck von konkreten Rücklagen (Steuern, Wohnung, Sonstiges), deren Höhe sofort ersichtlich ist, womit ich keine Schattenrechnung führen muss.

  • Hallo, ist ja schon einiges dazu gesagt worden. Für mich ist das Tagesgeld das, was früher einmal Sparkonto genannt wurde. Mit Bezug auf die alte Weisheit, dass sparen nichts anderes als Konsumverzicht bedeutet, ist es mir wichtig, immer mal wieder Geld, das ich aktuell entbehren kann, meinem Konsum zu entziehen. Auch wenn mir klar ist, dass das Geld auf dem TG-Konto trotz der "Zinsen" immer mehr an Wert verliert, halte ich es für wichtig. Denn beispielsweise 10.000 € für den Fall des Falles auf der hohen Kante zu haben, obwohl es inflationsbereinigt vielleicht nur noch 9.500 € sein mögen, ist immer noch besser als es nicht meinem Konsum entzogen und es für alle möglichen Dinge verausgabt/verplempert zu haben.

  • Hallo, das Tagesgeldkonto hat auch einen Sicherheitsaspekt gegenüber dem Girokonto.

    Dein Girokonto ist "angreifbar" gegenüber Kartenmissbrauch, online-Hacks und Betrügern.

    Das Tagesgeldkonto ist nicht von außen angreifbar. Man kann davon kein Geld abheben und keine Lastschrift ausführen.

    Deshalb sollte man auf dem Girokonto nur das lagern, was man für den Monat braucht. Alles überschüssige auf dem TG-Konto lagern.

  • Ich bin auch ein Freund vom mehr Konten-Modell. Auf dem TG-Konto bilde ich zB Rücklagen für die eigene Immobilie und die sonstigen "außergewöhnlichen Belastungen". Erhöht für mich die Übersicht. Da ich dies alles bei einer Bank führe ist das Umbuchen umproblematisch und wird ohne zeitliche Verzögerung umgesetzt.