Vermögenswirksame Leistung ja oder nein?

  • Hallo zusammen,


    ich habe da mal wieder eine Frage :-)


    Ab August starte ich meinen Vorbereitungsdienst. Jetzt wo ich die ganzen Papiere bekommen habe und alles ausfüllen und zurückgeben muss, ist mir auch ein Antrag auf Vermögenswirksame Anlage in die Hände gefallen. Ich habe herausgefunden, dass der Arbeitgeber (in meinem Fall die Stadt Hamburg) 6,65€ pro Monat unabhängig von meinem eigenen Anteil anlegen würde. Also auch, wenn ich gar nichts bespare. Sollte ich das machen oder sind die Kosten nachher höher?


    Bei deutschland-spart-vl habe ich gesehen, dass man für 10€ im Jahr + 0,2% des Transaktionsvolumens anlegen kann.


    Was ist nun empfehlenswerter? Sollte ich den Betrag aufstocken und so in VL anlegen? Oder sollte ich versuchen mit diesem absolut kleinen Betrag von knapp 80€ im Jahr die VL anlegen und keinen eigenen Anteil dazuzahlen? Dann würde ich den eigenen Anteil weiter in meinen ETF Sparplan stecken. Oder eine dritte Option: Sollte ich in dem Fall die VL ganz weglassen?


    Ich habe in meiner Ausbildung und danach einmal VL gehabt und das war ein gutes Sümmchen später. Da habe ich aber einen erheblich höheren Eigenanteil gezahlt und das alles gemacht, weil die Bank das so empfohlen hat. Was sagt ihr? Die 6,65 (abzüglich Kosten) mitnehmen, aufstocken oder ignorieren?


    Danke euch und viele Grüße!

  • Ich würde nicht aufstocken da Finvesto eben 10 € p.A. kosten und immerhin noch 0,2 % vom Kapital.

    Da fährt man mit einem eigenen ETF Portfolio günstiger.


    Aber die VL muss man ja dennoch nicht verschenken, auch wenn die 6,65 € brutto sind. Das bedeutet das diese noch, sofern man die 6,65 € irgendwo spart/anlegt, erst über das monatliche Gehalt mit abgerechnet werden und die 6,65 € dann aus dem netto überwiesen werden.

    Somit bekommt man netto eben keine 6,65 € sondern muss den Steueranteil aus seiner eigenen Tasche zahlen und auf den Betrag wieder aufstocken.


    Und dennoch würde ich es mitnehmen, bei so geringen Beträgen aber dann möglichst kostenfrei. Leider dann i.d..R. auch "Rendite-Frei".

    Es gibt noch VL-Sparpläne bei wenigen Banken die keine Kosten haben, aber auch so gut wie nicht mehr verzinst werden. Bei der ING z.B.

    Wenn man aber jetzt mal rechnet das so ein ein Sparplan 6 Jahre bespart wird und 1 Jahr ruhen muss, kommen da so immerhin 480,- € zusammen.

    Wenn man hier von, je nach persönlichem Steuersatz von z.B. 35 %, also 168,- € selbst gezahlt und der Arbeitgeber somit gute 312,- € gezahlt hat ist die "Rendite" also auch noch da.


    Netter Nebeneffekt: Da VL Versteuert wird zahlst du mehr in die Rentenkasse ein, auch wenn es sich dabei wohl Später um Peanuts handelt.


    Also in meinen Augen immer mitnehmen, bei kleinen AG-Anteil aber möglichst kostengünstig/kostenfrei. Ansonsten fressen die Kosten schon zu viel vom Zuschuss.


    Bei Finvesto wären die 10,- € jährlich ja schon 12,5 % an Kosten der Zulagen wenn man es bei 6,65 € im Monat belässt und somit auf 79,80 € jährlich kommt. Die 0,2 % vom Kapital sind da noch nicht mal mit drinnen.