Finanzielle Sicherheit - Wie lagern/sparen?

  • Hi,

    ich war gestern auf der Bank um ein paar Informationen einzuholen und meine Pläne zu besprechen. Dabei meinte der von der Bank, dass ich mein Sparbuch auflösen sollte, auf dem mein aktueller finanzieller Schutz gelagert ist, da es sich nicht mehr lohnt. Es ist zwar sicher, aber durch die Stempelsteuer und den niedrig Zins verliere ich mehr, als ich bekomme. Er schlug mir vor, den finanziellen Schutz auf dem Konto liegen zu lassen. Daraufhin sagte ich, dass es da nicht sicher ist, da ich es ausgebe. Deshalb schlug er mir einen Fonds vor, welcher wenig volatil ist, aber schöne Erträge liefert.


    Mein Ziel ist es, 40.000€ als finanzielle Sicherheit auf die Seite zu legen. Falls mal wieder eine Corona-Krise kommt, habe ich so für etwa 2 Jahre 1.500€ monatlich zur Verfügung.

    Ich habe mir den Fonds mal angeschaut und eben ist dieser in der Corona-Krise auch stark eingesunken (um 22€) und benötigte nachher fast ein Jahr, um wieder auf den gleichen Stand wie vorher zu gelangen. Da es ja meine finanzielle Sicherheit/finanzieller Schutz sein soll, fliegt dieses Produkt ohne Frage raus.


    Welche Alternative gibt es?


    - Gold soll in Krisenzeiten ja als stabil gelten

    - Auf dem Konto ist mein Geld nicht vor mir sicher

    - Ein Fonds hat Schwankungen, besonders in Krisenzeiten

    - Das Sparbuch ist zwar sicher, aber verursacht mehr Kosten als Einnahmen


    Es sollte schon etwas sicheres sein, das auch Krisenzeiten gut übersteht. Am besten wäre es, wenn das Produkt auch etwas ab wirft, wie die Zinsen auf dem Sparbuch.


    Welche Produkte könnt ihr mir empfehlen?


    Vielen Dank,

    Dissi

  • Immobilien würde ich vorschlagen.


    Für kleine Summen gibt es Reits, obwohl die auch in der Krise stark gefallen sind. Aber die Ausschüttungen kamen weiterhin, wenn auch nicht in der alten Höhe. Simon Property Group?

    Lass keinen zwischen Dich und Dein Geld.

  • Leg dir ein Tagesgeldkonto zu. Ist im Grunde das Sparbuch von heute.

    Das Konto fällt unter die Einlagensicherung und es ist auch vor dir selbst relativ sicher. ;-)

    Zinsen gibt es zwar auch dort kaum, aber das ist ja nicht dein Anliegen.

  • Für deinen angedachten Zweck (Bargeldreserve für 2 Jahre... oder so ähnlich) gibt's eigentlich nur Bargeld unterm Kopfkissen (alternativ ein zweites Girokonto, oder ein Tages- oder Festgeldkonto). Dabei ist klar, dass es keine Zinserträge gibt, die annähnernd die Teuerungsrate ausgleichen.


    Von daher spricht man ja oft von einem 20 bis 30%igen "sicheren Anteil" (Geldwerte) und dem größeren Rest von 70 bis 80% in Sachwerten. Angenommen, meine 80% (Sachwerte) bringen 6% an Zuwachs (Kurssteigerungen, Dividenden, Wertsteigerungen, Mieteinnahmen... whatsoever) und die "sicheren" 20% bringen nix, dann beträgt die Durchschnittsrendite doch immerhin noch 4,8% (Kopfrechnen schwach; könnte aber trotzdem halbwegs stimmen).

    Bei den volatilen Sachwerten muss man einfach "längerfristig" investiert sein... oder ganz brutal vor der Krise komplett "aussteigen", was der allgemeinen Theorie, die auch hier propagiert wird, aber widerspricht.


    Gold ist nett... aber eigentlich weder für Spekulationen, noch als "sicheres Invest" geeignet. Gold kann evtl. im Katastrophenfall nützlich sein. Eine Kiste mit Schnappsflaschen (mit Inhalt) und ein Karton mit Zigaretten kann aber auch den gewünschten Effekt liefern ;-)


    Auf deinem Giro... nicht sicher! Ja, wie erwähnt... ein zweites Konto hilft.


    Fonds hat Schwankungen... sie oben.


    Sparbuch... ist ein Buch, das man sich sparen kann.


    MMn solltest du dich noch etwas intensiver mit Geldangelegenheiten beschäftigen und dich von den Bankberatern lösen. Dieses Forum hilft beim DIY-Geldmanagement.

    Es sollte schon etwas sicheres sein, das auch Krisenzeiten gut übersteht. Am besten wäre es, wenn das Produkt auch etwas ab wirft, wie die Zinsen auf dem Sparbuch.


    Welche Produkte könnt ihr mir empfehlen?

    Produkte (Finanzprodukte) sind NIE die Lösung für unsere Finanzangelegenheiten!!! Die einzige Lösung findest du in Methoden zum Umgang mit deinem Geld.

  • Leg dir ein Tagesgeldkonto zu. Ist im Grunde das Sparbuch von heute.

    Das Konto fällt unter die Einlagensicherung und es ist auch vor dir selbst relativ sicher. ;-)

    Zinsen gibt es zwar auch dort kaum, aber das ist ja nicht dein Anliegen.

    Zinsen wären nett (und notwendig, um die Kosten zu decken) aber es geht auch ohne. Wichtig ist, dass das Geld sicher ist. Tagesgeld wäre wirklich eine Möglichkeit :) welche Kosten fallen dabei im Groben an?

  • Unter dem Kopfkissen ist das Geld auch nicht sicher vor mir^^ wäre aber keine schlechte Idee, da so zumindest keine Kosten anfallen. Wie könnte man passiv die Kosten des zweiten Kontos decken?:/


    Was ist denn eigentlich der Unterschied zwischen Giro-, Tagesgeld- und Festgeldkonto?

    Hatte bisher nur mein Sparbuch und Kontokorrent. Später dann noch einen Dachfonds und mittlerweile auch einen Aktienfonds. Habe mich mit Konten nie so richtig auseinander gesetzt...


    Eben muss man bei Fonds länger investiert sein. Aber das wäre dann mehr eine Wette, dass, sagen wir mal, in den nächsten 5-10 Jahren keine Krise kommt, woraufan keine Garantie hat. Und radikal aussteigen ist auch so eine Sache, den richtigen Zeitpunkt trifft man meistens nie...


    Mein Bankberater ist im Grunde nicht so schlecht, er berät mich gut und dreht mir nixht einfach irgendwas an. Er ratet mir sogar von gewissen Investments ab, da sie sich für mich nicht rentieren. Aber er kann halt nur die Produkte, welche die Bank anbietet, mir anbieten.

    Nur aus interesse, wo findet man kompetente Berater?

  • Wie könnte man passiv die Kosten des zweiten Kontos decken?

    Noch gibt's kostenlose Girokonten... Tagesgeld- und Festgeldkonten bringen sogar noch Renditen im Promillebereich.

    Was ist denn eigentlich der Unterschied zwischen Giro-, Tagesgeld- und Festgeldkonto?

    So ähnlich wie der Unterschied zwischen einem Nilpferd. Am Land läuft es und im Wasser schwimmt es ;-)

    Beim Giro hast du ein "laufendes" Konto mit ständigem Zugriff für den "Zahlungsverkehr". Beim Tagesgeldkonto ist dein Guthaben täglich verfügbar und kann auf dein Giro übergewiesen werden. Das Festgeldkonto "blockt" dein Guthaben für den Zeitraum, für den du dein Guthaben "festgelegt" hast.

    Eben muss man bei Fonds länger investiert sein. Aber das wäre dann mehr eine Wette, dass, sagen wir mal, in den nächsten 5-10 Jahren keine Krise kommt, woraufan keine Garantie hat. Und radikal aussteigen ist auch so eine Sache, den richtigen Zeitpunkt trifft man meistens nie...

    Ja und nein... also jein!

    Nur aus interesse, wo findet man kompetente Berater?

    Ei hier!

  • Beim Giro hast du ein "laufendes" Konto mit ständigem Zugriff für den "Zahlungsverkehr". Beim Tagesgeldkonto ist dein Guthaben täglich verfügbar und kann auf dein Giro übergewiesen werden. Das Festgeldkonto "blockt" dein Guthaben für den Zeitraum, für den du dein Guthaben "festgelegt" hast.

    Ok, dann wäre das Richtige für mich eher ein Tagesgeldkonto.


    Kennst du dich auch mit ETF's aus? Bräuchte da nämlich ein bisschen Beratung (siehe hier: ETF in Italien) :)

  • Aus Wiki:


    Die Stempelsteuer ist also lediglich eine Alternative zur Mehrwertsteuer. Eine Stempelsteuer ist für alle Rechnungen Pflicht, die ohne Mehrwertsteuerbelastung ausgestellt werden. Abgeführt werden diese Steuern an sogenannte Einnahmeagenturen. In Italien ist dies die sogenannte „Riscossione Agenzia Entrate“.

  • Welchen hättest du denn mit guten Renditen vorgeschlagen?

    Nach guten Renditen wurde doch gar nicht gefragt, sondern nach einer Möglichkeit zum Geld parken.


    Wenn es Anleihen werden sollen, würde ich weltweit investieren. Z.B mit dem


    iShares Core Global Aggregate Bond UCITS ETF EUR-Hedged

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