Frau verbeamtet, Mann angestellt - GKV oder PKV?

  • So ganz eindeutig finde ich das gar nicht. Bin aber auch nicht vom Fach und lese mir dazu erst alles durch. Insbesondere der Tarifdschungel lässt mich aktuell zur GKV tendieren,

    Stimmt, ist in Bundesländern wie Hamburg auch nicht so eindeutig. Wer es "einfach" möchte, für den kann auch die GKV das Richtige sein - da haben Sie z.B. auch nichts mit Arztrechnungen zu tun. Ich persönlich wähle lieber aus einer großen Speisekarte das aus, was mir schmeckt. Andere mögen lieber ein fertiges Menu, weil sie dann keine Entscheidungen treffen müssen und nehmen in Kauf, dass der Hauptgang nicht genau ihren Wünschen entspricht. Das menschliche Gehirn neigt ja ohnehin dazu, im bestehenden System zu verharren (nennt sich "confirmation bias"). Veränderung kostet Energie, mit der das Gehirn versucht sparsam umzugehen.

    , da ich mit der TK bisher ganz zufrieden war.

    Sie waren bislang vermutlich noch nicht ernsthafter krank? Bei "Schnupfen" macht es keinen großen Unterschied, ob Sie GKV oder PKV versichert sind. Beiträge abbuchen können beide System perfekt :).

    Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung GmbH & Co. KG - Spezialisten für Private Krankenversicherung, Berufsunfähigkeit, Altersvorsorge, Geldanlage. Angaben gem. § 11 VersVermV, § 12 FinVermV: schlemann.com/erstinformationen. Beiträge in der Finanztip Community erstelle ich mit größtmöglicher Sorgfalt, jedoch ohne Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen, deren Nutzung auf eigene Gefahr erfolgt.

  • Sie waren bislang vermutlich noch nicht ernsthafter krank? Bei "Schnupfen" macht es keinen großen Unterschied, ob Sie GKV oder PKV versichert sind. Beiträge abbuchen können beide System perfekt :) .

    Ups! Da haben wir es wieder einmal mit Leistungsspektrum und Klichees zu tun, oder? Im allerersten Moment denkt man da doch ans "Angst Machen"... nicht wahr?


    In welchen Bereichen - Butter bei die Fische - hat denn der PKV-Patient echte Vorteile gegenüber einem GKV-Patienten?


    Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass mich die Renovierung meiner Kauleiste vor fast 30 Jahren als Privatpatient fast nix aus der eigenen Tasche gekostet hatte, und die Kosten für Brillen "anders" als in der GKV abgerechnet wurden. Wobei die Kosten für Sehhilfen nicht wirklich existenzbedrohend waren ;-). SBen lassen wir mal gekonnt außen vor.

    In den letzten Jahren war ich gesetzlich krankenversichert und musst mich 2mal bei mehr als einem Schnupfen operieren lassen, mit stationärem Aufenthalt. Ich kann mich über rein gar nix beschweren... Termin im Wunschkrankenhaus klappte prima, Unterbringung war halt im Mehrbettzimmer... aber nur mit 2 Leuten belegt, das Personal war nett... die OPs wurden von Belegärzten durchgeführt, die im Gegensatz zum Chefarzt jeden Tag mehrmals schnippeln dürfen...

  • Diese Frage beantwortet § 12 SGB V:

    "(1) Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen."


    Ich würde sagen das entspricht dem Leistungsniveau von Schulnote 4 (ausreichend), oder?


    Ich wollte aber gar keine Panik verbreiten. In vielen Fällen ist die GKV ausreichend. Viele fahren ja auch fröhlich Dacia oder Skoda. Ich würde mich bei einem Unfall z.B. in einem Volvo mit aktueller Sicherheitstechnik sicherer fühlen und wäre bereit, dafür auch mehr zu bezahlen. Dass viele meinen, in der PKV bei besseren Leistungen auch noch Geld sparen zu müssen, ist betriebswirtschaftlich ja ohnehin etwas merkwürdig - auch wenn das häufig zutrifft.


    Interessant, dass viele davon ausgehen, Chefärzte verblöden im Moment der Berufung. Was war der Chefarzt denn vorher? Richtig, Oberarzt. Ein Chefarzt hat also regelmäßig die größte praktische Erfahrung im Haus. Ich würde meine Fliesen auch am liebsten von einem Fliesenleger verlegen lassen, der das schon besonders häufig gemacht hat. Außerdem heißt es ja nicht Chefarztprinzip, sondern Wahlarztprinzip. Wenn der konkrete Chefarzt z.B. an einer Uniklinik nur noch Vorlesungen hält und zuletzt vor 5 Jahren operiert hat (keine Sorge, das ist ziemlich selten - wir betreuen sehr viele Ärzte), dann wähle ich den leitenden Oberarzt, aber kaum den gerade diensthabenden Assistenzarzt, der - überspitzt formuliert - seinen ersten Bauch aufschneidet. Die üben dann erst mal an GKV Patienten (ok, wieder 5 Euro in die Panik-Kasse 😀). Oder wie es zuletzt eine von uns beratene Medizinstudentin formulierte "Das Zunähen machen bei den gesetzlich Versicherten oft die PJ-ler, bei privat Versicherten dürfen die nicht ran". Letztlich gilt auch hier wieder: PKV ist etwas für Menschen, die mündige Entscheidungen treffen möchten und können.

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  • Hier gibt es nur von einer Seite Zankerei und Sticheleien - meist sach- und grundlos!

    Und ob Herr Schlemann sachlich neutral zu GKV oder Debeka berät, das kann man ja anhand einiger Beiträge von ihm in diesem Forum überprüfen!

    Meine Antwort ist immer und grundsätzlich - bezogen auf den Ausgangspost des Fragestellers - was denkst Du, wirst du hier finden wirst? Meinungen! Und dann ergibt sich immer die Frage warum jemand diese Meinung vertritt. Meinung bedarf aber Ahnung und die Ahnung muss ohne ein Interesse an einem Ergebnis erfolgen. Das nennt man Beratung!

    Nehmen wir das mit dem Chefarzt: der ist auch für die Kassenpatienten verantwortlich und zuständig. Sorry, aber eine Station ist Organismus und jedes Teil ist nur so gut, wie die anderen Teile.

    Hinzu kommt, dass die meisten Chef- und Oberärzte von der Privatliquidation nichts habe. Fließt an das Krankenhaus.

    Und wir sprechen in der Krankenhauswelt heute von poor dogs und cash cows. Es kommt auf die richtige Diagnose an.

  • Hier gibt es nur von einer Seite Zankerei und Sticheleien - meist sach- und grundlos!

    Haha :D. Für des Lesens Kundige ist das ja sehr einfach nachvollziehbar, insofern erübrigt sich eine Stellungnahme.


    Der Rest ist gewohnt nebumüllerlös :).

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  • Wenn der konkrete Chefarzt z.B. an einer Uniklinik nur noch Vorlesungen hält und zuletzt vor 5 Jahren operiert hat (keine Sorge, das ist ziemlich selten - wir betreuen sehr viele Ärzte), dann wähle ich den leitenden Oberarzt, aber kaum den gerade diensthabenden Assistenzarzt, der - überspitzt formuliert - seinen ersten Bauch aufschneidet. Die üben dann erst mal an GKV Patienten (ok, wieder 5 Euro in die Panik-Kasse 😀). Oder wie es zuletzt eine von uns beratene Medizinstudentin formulierte "Das Zunähen machen bei den gesetzlich Versicherten oft die PJ-ler, bei privat Versicherten dürfen die nicht ran".

    So etwas nennt man Verkaufsstories und das ist schon billigster Abverkauf und hat mit seriöser Beratung gar nichts zu tun!

    Die Herausforderungen in Kliniken ist heute die intradisziplinäre Zusammenarbeit.

    Und nur der Vollständigkeit halber und in der Hoffnung, dass diese Räuberpistolen dann auch endlich mal die richtige Resonanz bekommen:


    Was dürfen PJler?

    Die Hauptaufgabe eines PJlers ist natürlich die Arbeit am Patienten. Wie diese aussieht, unterscheidet sich zum Teil zwischen den Kliniken und ziemlich stark zwischen den Ländern – es kann z.B. sein, dass ein PJler in Afrika bei OPs assistieren darf, ein PJler in der Schweiz jedoch nur zuschauen kann.

    Grundsätzlich dürfen laut Bundesärztekammer und Kassenärztlicher Bundesvereinigung in Deutschland folgende Tätigkeiten an den PJler delegiert werden:

    • Vorbereitende Anamnese mit anschließender Überprüfung im Gespräch
    • Kapilläre/venöse Blutabnahmen, subkutane und intramuskuläre Injektionen einschließlich Impfungen
    • Intravenöse Applikationen (außer Erstapplikationen)
    • Zweite oder dritte OP-Assistenz
    • Versorgung unkomplizierter Wunden bzw. regelmäßige Kontrolle durch Arzt


    Auch die Eingriffs- und Risikoaufklärung kann einem PJler übertragen werden, wenn sie seinem theoretischen und praktischen Ausbildungsstand entspricht und unter Anleitung, Aufsicht und Verantwortung des ausbildenden Arztes stattfindet.

  • Haha :D. Für des Lesens Kundige ist das ja sehr einfach nachvollziehbar, insofern erübrigt sich eine Stellungnahme.


    Der Rest ist gewohnt nebumüllerlös :).

    Er macht auch immer einfach weiter, obwohl ich es ihm schon mehrmals erklärt habe, wer ich bin! Es ist lächerlich und erübrigt eigentlich jeglicher Kommentierung, aber es nervt, wenn man ständig damit konfrontiert wird, jemand zu sein, der man nicht ist!

  • So etwas nennt man Verkaufsstories und das ist schon billigster Abverkauf und hat mit seriöser Beratung gar nichts zu tun!

    Wie war das noch mal mit Zankerei und Stichelei? Sind da multiple Persönlichkeiten am Werk, die nur unzulänglich miteinander kommunizieren?

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  • Zum Thema PJ'ler: Was diese theoretisch dürfen und praktisch tun ist nicht immer deckungsgleich. Die Aussage meiner Kundin ist authentisch und belegbar. Ggf. lässt sich das ja noch im weiteren Sinn unter "Wundversorgung" subsumieren. Ich persönlich hätte jedenfalls gerne einen geübteren Zunäher.

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  • Arzt ist nicht gleich Arzt, aber folgender Satz ist mir im Gedächtnis geblieben:


    "Das in unserem Gesundheitssystem erbrachte Leistungsspektrum orientiert sich zu Recht an den wirtschaftlichen Bedürfnissen der Leistungserbringer und orientiert sich nicht an den Bedürfnissen der Leistungsnehmer."


    Deutsches Ärzteblatt



    Wir bewegen uns in Richtung "Gesprächsecke". ;)

  • Das ist ein sehr weiser Satz Referat Janders ... eigentlich sogar zwei :)

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  • Vorteile einer Aktiengesellschaft sind u.a. die Möglichkeit der einfacheren Eigenkapitalbeschaffung über die inländischen und ausländischen Kapitalmärkte ....

    Ein PKV legt die sog. Altersrückstellungen an. Die Gesellschaften triefen vor Geld. Kenne keine PKV-AG, die an der Börse ist und auch keine, die am Kapitalmarkt Geld beschaffen muss. Lass mich gerne belehren.


    [Dieser Absatz wurde von der Moderation editiert]

  • Ein PKV legt die sog. Altersrückstellungen an. Die Gesellschaften triefen vor Geld. Kenne keine PKV-AG, die an der Börse ist und auch keine, die am Kapitalmarkt Geld beschaffen muss. Lass mich gerne belehren.


    Ultra extrem Dummbullshit zwecks Verkaufsförderung. Boah ...

    Das ist jetzt widerrum fachlich falsch!

    Geld ist in Kapitalanlagen angelegt.

    Alterungsrückstellungen sind ein mathematisch berechneter Wert, der die Verbindlichkeiten des Versicherers gegenüber den Versicherter in der Zukunft abbildet.

    Eigenkapital ist wieder etwas ganz anderes.

    Und letztendlich ist es relativ egal, ob VVaG oder AG .... das könnte man fachlich argumentieren, aber warum sollte ich das kostenlos hier tun? Das ist fast ein ganzes Buch.

    Für Kunden ist es relativ irrelevant ......

    Nehmen wir die Alte Oldenburger - war VVaG ist heute AG, so wie auch Barmenia, Inter, Hanse Merkur ...

    HUK Coburg PKV ist seit Gründung AG, gehört aber einer Holding, die einem VVaG gehört.

    Bei der Barmenia könnte es sein, dass dort eine Fusion vorbereitet wird. Es kann aber auch sein, dass man Kapital für Wachstum aufnehmen will, was als VVaG schwerer gewesen wäre oder die wollten einfach nur die bisherigen Eigentümer entmachten oder enteignen - aber die haben auch zugestimmt.

    Wenn man sich die Entwicklung des Gothaer Konzerns über 20-25 Jahre verfolgt, dann weiß man, dass es komplex ist und auch nicht immer zielführend.

    Die einzigen klassischen großen VVaG in der PKV sind Debeka und Signal. Die Signal ist dennoch kein guter Versicherer für Interessenten, die Debeka aber sehr wohl.
    Die Alte Oldenburger ist eine gute Adresse, die Barmenia eher nicht.
    Die Inter entwickelt sich positiv, die Hanse Merkur nicht.

    Und in 15-25 Jahren kann alles ganz anders sein, wie die letzten 15-25 Jahre zeigen.

  • Ultra extrem Dummbullshit zwecks Verkaufsförderung. Boah ...

    "Ultra extrem Dummbullshit" bezog sich glaube ich auf den eigenen Beitrag meierle, der nicht gerade mit vertieften Kenntnissen der Materie glänzt, oder? Finde ich toll, wenn man das schon direkt nach dem Schreiben selbst merkt und gleich dazu schreibt, damit andere das Niveau richtig einordnen können. :thumbsup:

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  • Werter TE, wertes Forum ,


    ich bin privat versichert und sehe NULL Vorteile gegenüber der GKV . Ich weiß nicht, wie diese Mär immer wieder auf den Tisch kommen kann ? Vor 30-40 Jahren vielleicht . Ich bin chronisch krank , "darf" regelmäßig verschiedene KH´s aufsuchen und kenne mich, da selbst vom Fach, mit den unterschiedlichen Behandlungswegen bzw Unterschieden PKV/GKV in der REALITÄT !! aus, Wunschdenken hilft dem TE nichts. Die Krankenhäuser arbeiten am Limit, es fehlt überall Personal...und Betten . Der Traum von der bevorzugten Optimalbetreuung für PKV Opfer ist ausgeträumt. Rechnet das KH nicht direkt mit der PKV ab, flattern wochenlang Rechnungen ins Haus, die teils mühsam einzutreiben sind...das kostet Zeit und Nerven. Terminbevorzugung beim Arzt ? Lach ! Viele Ärzte wandern ab, die Bezahlung ist zu schlecht, und wenn ein guter Arzt begehrt ist, dann wartet JEDER monatelang. Das sind Fakten und keine PKV Träumereien. PKV ist nur gut, wenn man weder krank ist/wird , noch Kinder hat/plant . ICH bereue den Wechsel und ich war auch in der TK

    just my 2 cents


    LM

  • Sodale, also was ich hier teilweise lese, tut mir schon ein wenig weh...


    Beide Seiten haben vor sowie Nachteile, bei der PKV hat man halt den Vorteil, das man z.B je nach Tarif auch in Privatkliniken kann, wobei es auch GKV's gibt, die mit Privatkliniken zusammen arbeiten.


    Schnellere Termine: Es kommt halt immer auf den Arzt an ABER, ich würde hier den Punkt an die PKV geben, wobei die GKV's Mithilfe eines Terminservices nachziehen (man mag es kaum glauben, jedoch verdienen die Ärzte das meiste Geld mit der GKV und nicht der PKV). Realität ist jedoch wenn man selber anruft wird der PKV Kunde den schnelleren Termin erhalten.


    Bessere Behandlung: Auch bei der GKV (manche wollen es scheinbar nicht wahrhaben), wird man genauso gut behandelt wie in der PKV, natürlich gibt es sogenannte IGeL Leistungen, die halt die PKV (je nach Tarif übernimmt) jedoch gibt es auch bei den GKV's Bonusprogramme, worüber man diese abrechnen kann.


    Ich finde es schade, wie manch ein Forennutzer hier probiert, gezielt Angst zu verbreiten, anstatt mit Fakten zu arbeiten.


    Man könnte dann ja auch die ganzen Horrorgeschichten anders drehen a la ''Was ist, wenn Operationen/Behandlungen vorgenommen werden, die eigentlich gar nicht sein müssen, aber man diese halt mit hohen Summen bei der PKV abrechnen kann?'' :D

  • Diese Frage beantwortet § 12 SGB V:

    "(1) Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen."


    Ich würde sagen das entspricht dem Leistungsniveau von Schulnote 4 (ausreichend), oder?

    § 1 Abs. 2 MB/KK

    Medizinisch notwendige Heilbehandlung

    § 4 Abs. 6 MB/KK

    wissenschaftlich anerkannte Behandlungsmethoden, also S3 Leitlinien!

    § 5 Abs. 2 MB/KK

    angemessene Behandlung und angemessene Kosten - Angemessenheitsklausel!

    § 9 Abs. 4 MB/KK

    Schadenminderungspflicht

    Dazu kommt die Schutzwirkung, weil ein Arzt/Zahnarzt mit Kassenzulassung weiß, was er tun darf, was er veranlassen darf und was er unterlassen muss!

    Erst wenn der Patient nach umfassender Belehrung und 24 Stunden Bedenkzeit dann etwas entscheidet, dann muss er es auch selbst zahlen und er weiß das dann auch vorher explizit!

    Die Wissensasymmetrie zwischen denen, die Leistungen erbringen, und denen, die sie notgedrungen in Anspruch nehmen müssen, ist extrem und wird täglich größer.

    Ich habe als Rechtsanwalt - Dr. Schleman bitte aufpassen - gerade einen Fall, wo ein Patient von der Privatklinik bei Krebs Endstadium verführt wurde, die Kosten in Höhe von voraussichtlich 30.000 Euro schon mal vorab zu bezahlen. Aufgeklärt wurde er nicht richtig. Gestorben ist er nach 4 Tagen in der Klinik. Wir versuchen jetzt das Geld zurückzubekommen.

    Das ist die harte und bittere Wahrheit der Selbstzahler - sie werden zu solchen Behandlungen überredet und ihnen (und Ihren Erben) wird das Geld aus der Tasche gezogen.

    Das keine PKV die Rechnungen dieser Klinik bezahlt, ist ihr bekannt. Gesagt wurde es nicht.

    Wäre der Patient Mitglied einer GKV, wäre das eine Sache von wenigen Tagen!