• Hallo chris2702,


    ETFs gibt es nur auf Aktien, also beispielsweise auf Aktien von Ölkonzernen. Deren Entwicklung ist aber nicht nur vom Ölpreis abhängig.


    Für Rohstoffanlagen gibt es die "Schwester" der ETFs, sogenannte ETCs. Diese sind allerdings weniger sicher als ETFs, denn es handelt sich wie bei Zertifikaten um Inhaberschuldverschreibungen. In unserem Artikel zu Goldzertifikaten gehen wir darauf ein.


    Auch gibt es bei der Anlage in Rohstoffen eine Menge zu beachten - das passt nicht in einen Post. Nur soviel: Die zukünftigen erwarteten Preise für Öl sind weitaus höher als der aktuelle Preis, im Fachjargon nennt man das Contango, siehe https://www.theice.com/products/219/Brent-Crude-Futures/data. Nur wenn der Ölpreis bis zum jeweiligen Datum über dies Marke kommt, könnten Sie einen Gewinn erzielen. Hinzu kommen natürlich noch die regulären Kosten der ETCs.


    Auch wenn die niedrigen Ölpreise verlockend erscheinen, für Privatanleger lässt sich davon nur mit Abstrichen profitieren.


    Viele Grüße


    Manuel

  • Hallo Manuel,


    aber es muss doch einen Weg geben, daran zu partizipieren, wenn der Rohölpreis wieder nach oben geht. Könntet Ihr als Experten da nicht etwas Mustergültiges skizzieren?


    Besten Dank im Voraus.


    Viele Grüße
    Jürgen

  • Hallo @juergen_muc,


    wie bereits erwähnt - ETC sind eine Möglichkeit, eine andere sind Zertifikate. Das Problem mit dem Contango bleibt aber in jedem Fall. Das kann man nur umgehen, wenn man das Öl physisch kauft, selbst lagert und dann wieder verkauft. Große Investmentbanken machen das und mieten Tanker an. Diese Lagerkosten sind auch mit der Grund für das Contango, also das die erwarteten zukünftigen Preise höher sind als die jetzigen.


    Beste Grüße


    Manuel

  • Hallo @chris2702,


    es handelt sich hier in der Tat um einen ETF, nicht um einen ETC: Es werden Aktien gekauft und dann als Sicherung für die Swap-Geschäfte auf die Rohstoffkurse genutzt.


    Das generelle Problem des Contango besteht aber auch hier, da immer an den Terminbörsen investiert werden muss. Zudem werfen Rohstoffe keine Zinsen oder Dividenden ab. Man kann also nicht wie bei Aktien davon ausgehen, dass die Kurse langfristig steigen.


    Der Vorteil von Rohstoffen im Portfolio ist die Diversifikation, Die Preise entwickeln sich nicht gleichförmig mit Aktien oder Anleihen. Wenn Sie zudem glauben, dass sich die enthaltenen Rohstoffe besser als die entwickeln, als die Märkte es erwarten, spricht nichts gegen eine solche Anlage. Sie ist aber wahrlich kein "safe bet"!

  • Der Aktienkurs von Ölfirmen hängt nicht unbedingt vom Ölpreis ab, ebenso wie Golminenaktien und Goldpreis. Schließlich können sich die Firmen über Termingeschäfte gegen fallende Preise absichern und das werden viele auch tun. Dazu spielen natürlich bei den Global Playern auch noch ganz andere Faktoren eine Rolle.