Drei verbleibende Optionen

  • Hallo Zusammen,


    Leider bin ich mit meinem Latein am Ende, was meine Altersvorsorge angeht.

    Immerhin habe ich es einmal auf drei Optionen zusammen fassen können:

    1) Netto vom Gehalt in Aktien- und ETF-Sparpläne investieren

    2) Rürup Rente (Gehalt aktuell über 57.919, daher höchste Besteuerung)

    3) Privat Rente mit z.B. der Nürnberger Versicherung


    Von der Rürup Rente hatte ich mich ein bisschen gelöst, da sie doch sehr starr ist und ich gerne über die nächsten 40+ Jahre doch flexibel bleiben möchte.


    Jetzt geht es einmal noch darum ob Variante 1) mit 25% Kapitalerstragssteuer oder Variante 3) mit Investmentsteuergesetz / Halbertrabsbesteuerung die richtige Lösung ist?

    Habt Ihr dazu Erfahrungen gesammelt bzw. wie funktioniert Variante 3 genau und was müssen für Voraussetzungen erfüllt sein? Kann ich das nur über eine Gesellschaft, wie z.B. die Nürnberger machen, oder kann ich das Privat, wie z.B. über eine GmbH auch erreichen.

    Wenn ich es richtig verstanden habe, dann wird bei Variante 3, der Ertrag nur zur Hälfte mit meinem persönlichen Steuerersatz besteuert?


    Vielen Dank im Voraus für Eure Rückmeldungen.

    Ein schönes Wochenende,

    Martin (25)

  • In deinem relativ jungen Alter würde ich vollflexibel in ETF sparen. Rürup ist wie du sagst unflexibel und oft auch unrentabel. Dich an eine Versicherung binden kannst du immer noch in 10 Jahren, wenn du mit der Lebensplanung ein Stück weiter bist.


    Versicherungen sind nicht per se verkehrt. Du erkaufst dir aber Sicherheit durch geringere Rendite, was mit 40 Jahren Horizont teuer ist.

  • Hallo MaBen, willkommmen im Forum,

    in Deinem Alter ist sicherlich Variante 1 am Besten, Du bist "zarte" 25 und hast noch etwa 40 Jahre Zeit bis Du die Altersvorsorge einsetzen kannst. Ich würde alle steuerlichen Vorteile einmal ausblenden und einen Sparplan bei einem günstigen Broker nutzen. Sollten sich die politischen Vorgaben zum Vorteil wandeln kannst Du immmer noch etwas ändern. Rürup und private Rentenversicherung sind mit hohen Nebenkosten verbunden, die in den seltensten Fällen durch steuerliche Vorteile (im Moment) ausgeglichen werden. Sollte sich da etwas grundlegend ändern kannst Du immer noch aus dem ETF Sparplan raus und in etwas anders anlegen. Andersrum wird das ehr schwierig. Was aus einem ETF in dieser langen Zeit wird hat Saidi in diesem Video sehr gut erklärt.

  • Hallo MaBen, willkommmen im Forum,

    in Deinem Alter ist sicherlich Variante 1 am Besten, Du bist "zarte" 25 und hast noch etwa 40 Jahre Zeit bis Du die Altersvorsorge einsetzen kannst. Ich würde alle steuerlichen Vorteile einmal ausblenden und einen Sparplan bei einem günstigen Broker nutzen. Sollten sich die politischen Vorgaben zum Vorteil wandeln kannst Du immmer noch etwas ändern. Rürup und private Rentenversicherung sind mit hohen Nebenkosten verbunden, die in den seltensten Fällen durch steuerliche Vorteile (im Moment) ausgeglichen werden. Sollte sich da etwas grundlegend ändern kannst Du immer noch aus dem ETF Sparplan raus und in etwas anders anlegen. Andersrum wird das ehr schwierig. Was aus einem ETF in dieser langen Zeit wird hat Saidi in diesem Video sehr gut erklärt.

    Hallo ichbins,

    wunderbar, vielen lieben Dank!

    das hört sich doch klasse an!

    Dann kann ich auch einmal direkt meinen Geheimtipp an die Community weitergeben:

    Wisdomtree Nasdaq 100 3X Daily Leveraged

    IE00BLRPRL42

  • Ich würde einen von Finanztip für gut befundenen MSCI World oder Country nutzen, da sind auch größtenteils die Werte von Deinem Geheimtip mit drin und falls es der Branche etwas schlechter geht sind die Verluste beim MSCI nicht ganz so hoch. Der Wertanstieg seit dem Corona Rutsch ist im Nasdaq gerade besonders hoch, muss aber nicht auf dauer so bleiben. Auch darüber gibt es ein Video von Saidi.

  • Dann kann ich auch einmal direkt meinen Geheimtipp an die Community weitergeben:

    Wisdomtree Nasdaq 100 3X Daily Leveraged

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    Der Tipp ist aus Sicht Finanztip dreifach ;-) schlecht: Es geht auf ein Marktsegment in einem Land, hat eine geringe Anzahl Aktien und ist dann noch gehebelt, was dann auch auch stark nach hinten losgehen kann.


    Als spekulative Beimischung meinetwegen.

  • Dem Punkt Steuerersparnis würdest Du nicht allzu viel Gewicht schenken?

    Der Deutsche an sich wird blind vor Gier wenn er "Steuern sparen" hört.


    Hast du eine ungefähre Ahnung wie hoch deine Steuerersparnis sein wird? Der Rürupverkäufer wird vermutlich sagen "heute zahlen Sie 42%, im Alter 15%, die Differenz ist ihre Ersparnis, gut oder?"


    Meine Frau und ich verdienen über 100.000 Euro zusammen. Dank diverser Absetzungen zahlen wir 30% Steuern. Im Alter werde ich niemals nur 15% zahlen, dazu geht es uns zu gut. Ich rechne eher mit 25%. Somit wird aus einer beworbenen Differenz von 27% schnell ein einstelliger Prozentsatz.


    Mit Steuervorteilen gehen oft Renditenachteile einher. Beim Rürup zB durch die hohen Kosten.


    Achte auf die realistische Rendite, nicht auf nicht quantifizierbare Steuervorteile. Damit fährst du besser.