Jährliche Abschluss- und Vertriebskosten bei WWK Riester-Rente

  • Hallo liebe Community,


    ich habe eine Frage zu meinem Riester-Rente-Vertrag der WWK (FörderRente protect).


    Ich habe den Vertrag im August 2017 abgeschlossen. Jährliche im Januar / Februar ändere ich meine monatliche Beitragssumme so ab, dass ich die max. jährliche staatliche Zulage erhalte - nur deshalb habe ich den Vertrag (4 % vom Vorjahresbrutto - 175,- EUR staatl. Zulage).


    Nun habe ich festgestellt, dass mir jährliche Abschluss- und Vertriebskosten berechnet werden. Im Jahr 2020 lagen diese bei 307,77 EUR - also nicht wenig, da ist die staatliche Förderung ja schon wieder weg. Auch im Vorjahr wurden diese berechnet und lagen bei 244,25 EUR.


    Das kann sich ja nicht lohnen oder? Ich frage mich nun, werden mir diese Kosten immer berechnet oder nur, wenn ich meinen jährlichen Beitrag individuell anpassen lasse. Da ich das jährlich mache, um die staatliche Förderung abzugreifen, geht natürlich viel Geld verloren.


    Kann mir das jemand erklären? Mich würde es sehr interessieren, was ich tun soll?


    Liebe Grüße


    Hannes

  • Hallo.


    Die Kosten belasten natürlich die Rendite, auch wenn sie aufgrund der Beitragsgarantie zunächst nur Buchverluste sind.

    Über Riester kann man streiten, aber Fakt ist, dass ein Vertrag eine gewisse Rendite nach Kosten erwirtschaften muss, damit er sich lohnt. Ob dies hier so zutrifft, lässt sich aus der Entfernung schwer sagen. Ich wäre aber zunächst skeptisch. Vielleicht sollte jemand mich Fachkunde einmal über den Vertrag schauen.

  • Ist schon eine weile her mit dem Thema Riester, aber wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe wird bei der WWK nicht gezilmmert.

    Allerdings war die WWK seinerzeit schon mit das teuerste was als Riester abschließen konnte.


    Denn beim Förder-Protect werden pauschal immer 2,5 % für jede Einzahlung fällig, außer beim Übertrag.

    Also jede monatliche Rate, jede Sonderzahlung und auch jede Zulage sind schon mal pauschal mit 2,5 % belastet.

    Dazu kommen dann noch die Laufenden kosten die, bei hohem Aktien-Anteil, bis über 5 % gehen können.


    Und dann kann man schnell selbst rechnen:
    z.B. 12 * 120 € monatlich + 175,- € Zulage sind ca. 1615 € jährlich * 2,5 % = ca. 41 € nur für die Einzahlung.

    Dann nach 4 Jahren Guthaben (nach Kosten) in höhe von ca. 6000,- € * 5 % Maximale Verwaltungsgebühr = ca. 300 €

    Macht zusammen schon ca. 341 € jährliche Gebühren.


    (Ca. Werte ohne die genauen Angaben zu kennen)


    Wie schon gesagt, die WWK war früher schon mit das teuerste was im Riester-Segment gab. Kein Wunder das das Produkt, im Gegensatz zu vielen anderen, noch nicht vom Markt genommen wurde. Lohnt sich wohl noch für den Versicherer.