Immobilie schätzen lassen

  • Hallo zusammen,


    wir wohnen aktuell in einer geerbten Immobilie die in ihrer Art relativ ungewöhnlich für die die Gegend ist, es gibt also wenig vergleichbares auf dem Markt.

    Nun werden wir ausziehen und denken uber einen Verkauf nach - am liebsten ohne Makler. Die Alternative wäre vermieten.


    Nun würden wir gern den Marktwert schätzen lassen um einen Anhaltspunkt für diese Entscheidung zu haben. Worüber sollte man das machen lassen? Über einen Gutachter oder einfach über einen Makler? Machen letztere das ohne Vertrag oder geht man da direkt ne Bedingung ein?

  • Es gibt die sog. Gutachterausschüsse, denen alle Grundstückstransaktionen gemeldet werden. Die machen auch Gutachten. Je nach Bundesland gibt es da unterschiedliche Organisation und Gebührenordnungen, da darf man so mit 0,5-1% des Wertes als Gebühr rechnen.


    Makler kann man fragen, da kommt dann mMn ohne Beauftragung allenfalls ein Daumenwert.

  • Es gibt die sog. Gutachterausschüsse, denen alle Grundstückstransaktionen gemeldet werden. Die machen auch Gutachten. Je nach Bundesland gibt es da unterschiedliche Organisation und Gebührenordnungen, da darf man so mit 0,5-1% des Wertes als Gebühr rechnen.


    Makler kann man fragen, da kommt dann mMn ohne Beauftragung allenfalls ein Daumenwert.

    Hier würde ich direkt auf einen Makler zugehen (oder den Verkauf selbst durchführen, wenn ihr es euch zutraut)

    Am Ende bestimmt Angebot und Nachfrage den Preis.

    Makler machen in der Regel auch kostenfrei eine Marktpreiseinschätzung, da sie anschließend auf einen Auftrag hoffen. (Verhandlungssache)

  • Hallo Dennis4a1,


    ich denke, das Video von Said erklärt schon die meisten Fragen. Wenn Sie eine relativ untypische Immobilie besitzen, wird ein vom Gutachter ermittelter Vergleichswert auch nicht viel nutzen. Sie brauchen Interessenten.


    Falls Sie beim Verkauf Zeit haben, an eine wildfremde Person verkaufen wollen (besonders kritisch wird die Frage Kaufpreis in der Verwandtschaft) und Zeit und Lust für den Verkaufsprozess haben, empfehle ich Ihnen die Methode Versuch und Irrtum.


    Den Bodenrichtwert kann man sich relativ leicht besorgen (in den meisten Bundesländern inzwischen online) und für den Wert des Gebäudes schätzen Sie erst einmal grob nach oben. Meldet sich kein Interessent, war der Preis zu hoch, rennt man Ihnen die Bude ein zu niedrig. So nähern Sie sich langsam dem höchsten am Markt durchsetzbaren Preis. Ein Makler macht es letztendlich nicht viel anders. Nur benötigt er auf Grund seiner Erfahrung ein paar weniger Schritte.


    Viel Erfolg und Gruß


    Pumphut

  • Bei den Schwiegereltern auf dem Land im Norden hat die dortige Genossenschaftsbank für 500 € ein neutrales Gutachten hingelegt. Sie sollen nicht als Makler beauftragt werden und wussten das auch.


    Ich war erst skeptisch, was es für das Geld wohl gibt, was wir nicht auch selber können, war aber echt angetan. Die haben sich echt Mühe gemacht, zwei Berechnungsverfahren durchgespielt, alles sauber hergeleitet. Am Ende kam dabei heraus, was viele sich schon ungefähr gedacht hatten, aber das soll kein Makel sein. So mag es seinen Beitrag zum Familienfrieden leisten.

  • Hallo,


    Pantoffelheld spricht einen ganz wichtigen Punkt an.

    Am Ende kam dabei heraus, was viele sich schon ungefähr gedacht hatten, aber das soll kein Makel sein. So mag es seinen Beitrag zum Familienfrieden leisten.

    Wenn der Verkauf innerhalb der Familie erfolgen soll, würde ich immer zu einem Gutachten eines Dritten raten. Dessen Gutachten kommt meistens auch nicht zu grundlegend anderen Ergebnissen als die eigene sorgfältige Einschätzung, aber allen Beteiligten kann er als neutraler Sündenbock dienen. Optimal wäre, wenn sich Verkäufer und Käufer vorher auf einen Gutachter einigen. So bleibt kein Raum für unterschwellige oder manchmal sogar offene Vorwürfe in der Familie, die auch noch Jahrzehnte nachwirken können, der hat mich damals über den Tisch gezogen.


    Gruß Pumphut