Kündigungstermin Stromvertrag verpasst

  • Hallo,


    ich hatte leider den Kündigungstermin verpasst, um meinen aktuellen Stromvertrag rechtzeitig zu beenden, so daß dieser nun ein Jahr weiterläuft.


    Ich hatte zufällig im Internet gelesen, daß es die Möglichkeit gibt, die Zahlungen einzustellen, so daß man vom Stromlieferanten selbst gekündigt wird, daraufhin zum Grundversorger zurückgelangt, von dem aus eine monatliche Kündigung dann möglich wäre um zum zukünftig gewünschten Stromlieferanten wechseln zu können.


    Das ganze macht mir allerdings etwas Bauchschmerzen, weil es mit evtl. weiteren Kosten verbunden ist, falls der aktuelle Lieferant mir nicht unmittelbar kündigt, sondern erstmal versucht, die Kosten z.B. durch eine Inkassofirma eintreiben zu lassen, was mit erheblichen Mehrkosten verbunden wäre. Dann wäre die zukünftige Einsparung bei einem anderen Lieferanten mindestens erheblich eingeschmolzen, vielleicht würde ich sogar draufzahlen. Ich hatte dieses Anliegen auch direkt bei meinem derzeitigen Lieferanten geschildert, dessen Mitarbeiterin natürlich erwartungsgemäß davon abgeraten hat hinsichtlich negativem Schufa-Eintrag. Von erheblichen Mehrkosten wurde mir an dieser Stelle nichts gesagt.


    Was wäre davon zu halten, die Zahlung einfach dauerhaft einzustellen, bis eine Kündigung hereinflattert? Ist das Risiko relativ überschaubar mit geringen Mahnkosten oder sollte ich die Finger davon lassen?

  • Das ist doch Unsinn, mit einem Bein in der Illegalität, Risiko den Strom abgestellt zu bekommen, wegen 100 Euro p.a. Mehrkosten. Solche Wege würd ich nicht mal für 10.000 Euro Einsparung gehen. Wenn ich Kopfschmerzen will trink ich Ouzo aus Flaschen.

  • Wenn ich Kopfschmerzen will trink ich Ouzo aus Flaschen.

    Das sehe ich auch so... wegen kündigen lassen und den damit verbundenen Konsequenzen.

    Pfungstädter Bier (mit dem Hufeisen), um das Geld in Deutschland zu lassen, würde aber auch für Kopfschmerzen sorgen.

  • Finger davon lassen.


    Die schmeißen Dich ja nicht sofort raus, wenn Du einmal nicht zahlst, sondern eher nach 6 Monaten oder noch später. In der Zwischenzeit produzierst Du fleißig Mahnungen, die geben es denn an ein Inkassobüro, die drehen ordentlich an der Gebührenschraube. Und Du darfst nicht zahlen, denn Du willst ja weiterhin die Kündigung produzieren... Dann kommt der Gerichtsvollzieher und es wird eng. Aber zu dem Zeitpunkt dürftest Du auch draußen sein..


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du da finanziell einen Vorteil draus ziehen kannst. Von dem Stress und den Nebenwirkungen mal abgesehen.

  • Du bist dann schadenersatzpflichtig und das kann sehr teuer werden; also erfülle besser den Vertrag.

  • Jetzt einfach mal angenommen das würde nach einen Vorstellungen klappen: würdest du das rein menschlich gesehen korrekt finden?


    Auf solche Kunden kann doch ein jedes Unternehmen verzichten.


    Da du nach einem Rat fragst: kündige deinen aktuellen Vertrag einfach zum nächstmöglichen Zeitpunkt und fertig. Die bestätigen dir den Zeitpunkt und du kannst dir einen neuen Vertrag an da suchen. Wie die anderen schon geschrieben haben, hast du am Ende nur mehr Ärger. Und wie du schon vermutet hast, wohl auch deutlich höhere Kosten!

  • Mh, die Frage ist, ob du einfach einen Umzug vortäuschen kannst. Eine Pflicht für Übergabeprotokolle gibt es nicht, du könntest also einfach zum "Auszug" den Zählerstand übermitteln.
    Aber vorher in den Vertrag schauen. Manche Anbieter lassen dich trotzdem nicht aus dem Vertrag, wenn sie in deiner zukünftigen Wohnung dich auch beliefern könnten.

  • Eine Pflicht für Übergabeprotokolle gibt es nicht

    Und wenn der Stromanbieter die Meldebescheinigung anfordert? Dann suchst Du Dir eine günstige WG in einer nahegelegenen Stadt, schließt einen Mietvertrag, fährst mit dem in der Hand zum Bürgerservice und meldest Dich an, kündigst sofort wieder (Untermiete = 14 Tage Kündigungsfrist) und meldest Dich dann zurück in der Heimatstadt. Kann man alles machen.


    Nicht vergessen: Vorher noch sicherstellen, dass der Stromanbieter in der anderen Stadt nicht liefert.


    Selbst wenn es klappt, wird es vom Stundenlohn attraktiver sein, Pfandflaschen im Stadtpark zu sammeln.

  • Hat überhaupt mal jemand an den Netzbetreiber gedacht?

    Denn jeder Wechsel, Kündigung, Umzug, Anmeldung, Abmeldung, Anbieterwechsel etc. Läuft über den Netzbetreiber im Zusammenhang mit der Zählernummer.


    Also spätestens der Netzbetreiber wird das Spiel durchschauen ;)

  • o.k. - ihr habt mich überredet. ;)


    Dann ist es wohl günstiger, die restlichen 10 Monate in den sauren Apfel zu beißen. Gekündigt hatte ich ja schon, nur dann leider jetzt erst zum April oder Mai nächsten Jahres.


    Danke für die Rückmeldungen.

  • Na, wegen so einer Sache würde ich mir niemals meine Schufa versauen.


    Zahl lieber ein wenig mehr und schließ das nächste mal einen Vertrag mit 4 bzw. 6 Wochen Kündigungsfrist ab. Bei den 1 Jahres-Verträgen verpasst man zu schnell mal eine Frist.

  • Wie kann man denn so eine Frist verpassen? Ich kündige meine Stromverträge immer sofort nach Ablauf der Widerrufsfrist oder, falls es einen Sofortbonus gibt, nach dessen Auszahlung (das ist üblicherweise 6 Wochen nach Vertragsabschluss). Mein jetziger Stromtarif, der im Februar begonnen hat, ist schon seit März wieder gekündigt.


    Wer immer alles bis auf den letzten Drücker vor sich herschiebt, braucht sich nicht wundern, wenn er dann Fristen verpasst.

  • ...ich schiebe nicht alles IMMER auf den letzten Drücker vor mir her, sondern habe ausnahmsweise diesmal eben den Termin verpasst, weil ich auch noch zig andere Dinge habe und mir das nicht im Kalender notiert habe, was ich in der Regel sonst mache.