Eigentum vermieten nach Überschreibung

  • Hallo zusammen,


    meine Mutter hat mir vor zwei Jahren, nach dem Tod meines Vaters, ihre Eigentumswohnung überschrieben. Sie hat ein vertraglich festgelegtes lebenslanges Wohnrecht, mietfrei. Sie zahlt nur die Nebenkosten, bzw. das Hausgeld.


    Könnte ich als Wohnungseigentümer, meiner Mutter, selbstverständlich in beidseitigem Einverständnis und rein rechtlich gesehen, von heute auf morgen die Wohnung vermieten?


    Wie "gesagt" in beidseitigem Einverständnis.


    Mit freundlichem Gruß,

    Guido B.

  • Hallo Guido B.,


    Ihre Frage ist etwas verwirrend. Verstehe ich den Sachverhalt richtig, Ihre Mutter hat ein lebenslanges Wohnrecht und wohnt auch in der Wohnung? Soll Ihre Mutter jetzt neben den vereinbarten Nebenkosten auch eine Nettokaltmiete bezahlen?


    Falls richtig erfasst; warum? Eine Schenkung können Sie einfacher haben.


    Gruß Pumphut

  • Mit der entgeltlichen Vermietung kommt auch das Finanzamt ins Spiel kommt.

    Das lebenslange Wohnrecht hat im Übrigen auch einen Wert. Ein rechtsgrundloser Verzicht wäre eine Schenkung. Dies kann perspektivisch steuerliche und sozialrechtliche Folgen haben.

  • Hallo,

    ja, es geht um die Netto-Kaltmiete, der Hintergrund ist - ich wurde arbeitslos, Mutter würde Unterstützung bekommen, sprich Wohngeld oder Sozialhilfe.


    Wir hätten eigentlich beide Vorteile dadurch.


    Mit freundlichem Gruß,

    Guido B.

  • Kann mir nicht vorstellen, dass es bei dieser Historie (Aufgabe lebenslanges Wohnrecht) dann Sozialleistungen gibt. Bevor es Leistungen der Allgemeinheit gibt, ist das persönliche Vermögen einzusetzen. Bedüftig ist die Mutter nicht. Im Zweifel müsste sie die Schenkung wieder rückgängig machen.

    Du müsstest doch Anspruch auf Leistungen haben! Das Immobilienvermögen ist wegen des Wohnrechts aktuell (fast) nichts wert.