Angebot PV-Anlage 9,72 kWp inkl. Speicher

  • Hallo zusammen,


    ich plane eine ca. 10 kWp PV-Anlage auf unserem Hausdach und habe jetzt ein für mich zunächst mal gutes Angebot der Firma PS Energiewende GmbH (bekannt auch unter skysolar) vorliegen, welches ich hiermal zur Diskussion und Bewertung einstellen möchte. Ich habe mittlererweile ca. 8 Angebote verschiedenster Anbieter eingeholt und finde Folgendes mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

    Vielleicht hat der ein oder andere mehr Erfahrung und kann mir helfen, ob das Angebot wirklich für mich was wäre oder ob ich die Finger davon lassen sollte und was anderes suchen sollte.


    Hier sind die Eckdaten des Angebots (wenn ausführlicher gewünnscht, bitte einfach schreiben):


    9,72 kWp Anlage inkl. BYD Speicher 10,24 kWh nutzbare Kapazität


    27 Module Solarwatt classic H 1.1 Style - 360 Watt (Glas / Folienmodule, Anfrage, was Glas / Glas- Module kosten würden, läuft noch) - 4.860 EUR netto

    27 SolarEdge Leistungsoptimierer - 1.485 EUR netto

    1 SolarEdge Safety & Monitoring Interface - 470 EUR netto

    1 GoodWe Hybrid HV GW8KW-ET Wechselrichter inkl. Notstrom-Funktion - 1.900 EUR netto

    1 BYD Battery Box Premium HVS 10.2 - 5.225 EUR netto

    1 DC Überspannungsschutz - 240 EUR netto

    Pauschale Montage inkl. K2 Montagesystem - 2.900 EUR netto

    Pauschale Elektrikerleistung - 1.850 EUR netto

    Pauschale Technische Planung - 780 EUR netto

    Pauschale Organisationskosten - 920 EUR netto

    Logistikpauschale - 331,70 EUR netto


    Gesamtkosten netto: 20.961,70 EUR


    Vielen Dank vorab für eure Kommentare!


    Tom W.

  • Wie lauten denn die Rahmenbedingungen?


    Was hast Du berechnet? Wann ist Break-even?


    Für mich selbst würde die Berechnung so aussehen:


    Mit rd. 25.000 EUR kann ich mindestens 15 Jahre meinen Strom bezahlen. Dabei habe ich einen recht hohen Verbrauch. Wahrscheinlich werde ich in 15 Jahren auch noch leben (rein statistisch gesehen).

    Lass keinen zwischen Dich und Dein Geld.

  • Wenn jeder so denken würde, gäbe es keine PV-Anlagen zum Eigenverbrauch. Der eigene Einsatz für den Planeten und das Leben der Enkel ist auch ein Faktor.

    Die Kosten für Strom werden in den nächsten Jahren weiter deutlich nach oben gehen. Zeigt sich bereits an der Strombörse. Dann passt die Rechnung nicht mehr.

  • Entscheidet sind tatsächlich die Rahmenbedingungen (Lage, Ausrichtung, Dachart, Neigung, etc.)


    Die 10 KW-Grenze würde ich beachten. Bis zu dieser Grenze ist Liebhaberei möglich und es fällt keine Einkommensteuer an.


    @ derruediger

    Strom wird in 20 Jahren das x-fache kosten. Mit diesem Paket ist man weitesgehend unabhäng von der Strompreisenteicklung. Zudem wird die Anlage länger als 20 Jahre Storm produzieren. Natürlich, wie die Frage Mieten oder Kaufen, teilweise auch eine "Glaubensfrage".

  • Stelle mir gerade vor, dass diese Anlagen billiger werden und der Strompreis weiter steigt.

    Dann haben alle so eine Anlage und die Versorger gehen pleite.


    @Uwe Vinke:

    Die Frage von dem TE war sicherlich nicht ideologisch zu verstehen. Ideologisch spielen Kosten keine Rolle. Notfalls bezahlt eben die Böll Stiftung. :thumbsup:

    Lass keinen zwischen Dich und Dein Geld.

  • Da ja heute alles nach Kosten betrachtet wird, kommen wir im Klimaschutz nicht voran.

    Langfristige (letztlich auch fiskalische) Veränerungen lassen sich eben nicht genau berechnen.

    Bei ETFs wird auf einen Zeithorizont von 15 Jahren und mehr geachtet, beim Klimaschutz muss alles sofort gehen.

    Wäre dies Vorgehen auch in der Wirtschaft üblich, gäbe es keine Start-Ups.

  • Was hast Du berechnet? Wann ist Break-even?


    Wie lauten denn die Rahmenbedingungen?

    Nach meiner eigenen Berechnung würde sich dieses Angebot nach 12,5 Jahren rechnen (ich versuche noch 2% Skonto zu verhandeln, dann käme ich auf glatt 12 Jahre)



    Rahmenbedingungen meinerseits:


    Jahresverbrauch 10.800 kWh (Betrieb eines Schwimmbads im Keller inkl. Sauna)

    EFH im Großraum München

    Dachneigung 45°

    Dachausrichtung NO-SW

    angenommener Ertrag pro kWp: 1.000 kWh

    10 kW-Grenze will ich eben aus steuerlichen Gründen einhalten

    kein E-Auto in den nächsten 5-7 Jahren geplant

    Schätzung Eigenverbrauch 60% mit Speicher (vielleicht sogar mehr)

    aktueller Strompreis 23,3 Cent/kWh brutto

    Gesamtkosten netto sollen 20.000 EUR nicht übersteigen

  • Komme auch auf 12-13 Jahre break-even, Strompreis von 0,30 EURO gerechnet.


    Es stellen sich folgende Fragen:


    1) Schafft man die 60% Eigenverbrauch über das Jahr hinweg mit dem Speicher? Oder verbraucht man im Winter zu viel und erzeugt zu wenig Strom?


    2) Wie lange hält der Speicher? Sicher keine 20 Jahre, oder?

    Lass keinen zwischen Dich und Dein Geld.

  • Wenn man einen zweiten Speicher auf die Laufzeit von 20 Jahren mit einberechnet und gewisse Kapitalbindungskosten mit einkalkuliert, rechnet sich das Investment m. E. nicht wirklich. Das Investitionsrisiko ist einfach zu hoch, da auch mal etwas kaputt gehen wird. 20 Jahre hält kaum ein Elko in der Elektronik.


    Wieso übrigens immer netto? Würde brutto rechnen.


    Wenn man tagsüber einen hohen Strombedarf hat, kann man ja auch auf den Speicher verzichten. Bei mir liegen 2/3 des Verbrauch am Abend.

    Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenig Leute damit beschäftigen. Henry Ford

  • Danke dir!


    60% Eigenverbrauch denke ich geht, da die Schwimmbadpumpe im Sommer mehr läuft als im Winter (Sommer rund 10 h täglich, Winter nur 4 h) und den Luftentfeuchter würd ich per Zeitschaltuhr auf Tagbetrieb umstellen.


    Na ob der Speicher 20 Jahre hält, weiß ich nicht. Aber bei jetzt 5.225 EUR netto geh ich jetzt einfach mal aus, dass sich die Batterietechnik bis in 10 Jahren so entwickelt hat, dass ich dann die gleiche Leistung für 5.000 EUR brutto bekomme (das wäre in den Betriebskosten mit eingeplant).


    Wieso übrigens immer netto? Würde brutto rechnen.

    Ich werde für die ersten 6 Jahre die Regelbesteuerung wählen und mir die Umsatzsteuer vom Finanzamt zurück holen (ca. 4.000 EUR, sonst komm ich mit der Eigen-Finanzierung nicht hin). Nach den 6 Jahren wechsle ich in die Kleinunternehmerregelung und führe keine Umsatzsteuer mehr ab, habe aber meinen Anteil zurückerhalten.