EZB startet Großprojekt: Der digitale Euro soll kommen

  • Der einzelne Bürger hätte dann direkt ein Konto bei der EZB, damit werden Banken und Zahlungsdienstleister unnötig. Die EZB kann das Helikoptergeld dann direkt zur Verfügung stellen. Interessant ist der chinesische Ansatz das digitale Geld mit einem Verfallsdatum zu versehen; damit stellt man sicher, dass die Bürgen nicht sparen sondern die Konjunktur ankurbeln.

  • Der einzelne Bürger hätte dann direkt ein Konto bei der EZB, damit werden Banken und Zahlungsdienstleister unnötig.

    ... wenn man tiefer buddelt, dann kommen Höchstbeträge ins Spiel. Somit dürfte den üblichen Zahlungsdienstleistern und Banken noch Raum zum Überleben bleiben.

  • Andi,


    den Ganoven:innen bei der EZB ist zu vernehmen, dass Wallets wohl erst mal nur den "Geschäftspartnern" angeboten werden. Der Verbraucher bekommt eine Art Konto, das bei Betrag x "überläuft" und der Überlauf wird auf das Konto bei einer Bank überwiesen.

  • Da mache ich mir Gedanken drüber, wenn die EZB dann in 20 Jahren so weit ist.

    Sollte durch den digitalen Euro Macht und Profite von Banken und Finanzdienstleistern (und ihren Besitzern) bedroht werden so werden eben jene eine erfolgreiche Einführung des digi€ zu verhindern/verzögern wissen. Schaut man sich die Mrd. Gewinne an und wie billig ein CDU Abgeordneter zu kaufen ist, so dürfte das nichts werden. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die EZB irgendwas nicht auf ausdrücklichen Wunsch der Wirtschaft tut, also muss diese davon profitieren sonst wäre die Idee doch gar nicht erst aufgekommen.

  • Finde das Projekt, bzw. die Projekte zum einen sehr begrüßenswert, zum anderen sehr kritisch. Alle Zentralbanken wollen digitale Währungen schaffen. In China gab es bereits erste Pilotprojekte mit einem digitalen Yuan. Begrüßenswert ist, dass alle digitalen Währungen auf der Blockchain-Technologie beruhen. Diese ist einfach die Zukunft, sie ist super effizient und kostengünstig. Es kann nicht sein, dass es mehrere Tage dauert, um Geld von Deutschland in die Schweiz per Bank zu schicken. Mittels Blockchain dauert der Transfer nur den Bruchteil einer Sekunde. So erfreulich das auch alles ist, habe ich vor allem Sorge, vor der Dystopie des "gläsernen Bürgers". Immer mehr digital, immer weniger Bar, Obergrenzen etc. Soll angeblich gegen Geldwäsche usw. helfen, führt aber nur dazu, dass dem einzelnen Bürger weiter in die Tasche geschaut wird.

  • So erfreulich das auch alles ist, habe ich vor allem Sorge, vor der Dystopie des "gläsernen Bürgers". Immer mehr digital, immer weniger Bar, Obergrenzen etc. Soll angeblich gegen Geldwäsche usw. helfen, führt aber nur dazu, dass dem einzelnen Bürger weiter in die Tasche geschaut wird.

    Wir haben es selber in der Hand, ob wir bei sowas meinen, mitmachen zu müssen oder uns lieber die Zeit nehmen, vorher gründlich mal nachzudenken... ;)

  • Wir haben es selber in der Hand, ob wir bei sowas meinen, mitmachen zu müssen oder uns lieber die Zeit nehmen, vorher gründlich mal nachzudenken... ;)

    Ich zweifel leider daran, dass wir heutzutage noch dazu in der Lage sind, politisch so aktiv mitzuwirken und etwas zu ändern. Mittlerweile geht es den meisten Menschen zu gut, als dass sie für etwas ideelles einstehen würden.

  • Ich zweifel leider daran, dass wir heutzutage noch dazu in der Lage sind, politisch so aktiv mitzuwirken und etwas zu ändern. Mittlerweile geht es den meisten Menschen zu gut, als dass sie für etwas ideelles einstehen würden.

    Um Rückgrat zu zeigen ist es nie zu spät! Man kann bei Facebook, Twitter oder WhatsApp einen Account anlegen, muss es aber nicht! ;)

  • Die digitalen Euros und Yuans und Dollar sollen alle über Blockchain laufen. Übrigens das absolut zukunftsträchtigste Modell das es gibt, meiner Ansicht nach. Transaktionen sind deutlich schneller, ökölogischer und unbürokatischer möglich. Denke aber auch, dass die Zentralbanken vor allem nicht die Kontrolle darüber verloren möchten, wer wie wo welches Geld ausgibt und daher die digitalen Währungen vorantreiben. In China lässt sich das bereits gut erkennen, dort hat die Zentralbank jegliche Krypto-Transaktionen für illegal erklärt. Ehemalige Dystopien fangen langsam an Realität zu werden.

  • Bisher handelt es sich ja noch um Studien, interessant wird dann das Endergebnis davon sein. Ich glaube, dass da auch sehr viel Eigeninteresse seitens der EZB hinter steckt und nicht unbedingt das Interesse der Bürger im Vordergrund steht.


    Ich sehe für mich z.Zt. keinen Nutzen aus einem digitalen Euro, da mein Vermögen, meine Transaktionen und Einkäufe auch jetzt schon digital vonstatten gehen. Bargeld brauche ich kaum noch.


    Leider ist die EU da ziemlich hinterher. In der Schweiz gibt es TWINT, das kann man wohl am ehsten mit PayPal vergleichen, allerdings kann man damit auch unterwegs per QR Code zahlen und hinter der TWINT AG stecken die größten Banken der Schweiz.

    Sowas würde ich sicherlich auch innerhalb der EU nutzen, da ich damit dann tatsächlich überall zahlen kann.

  • Beim digitalen Euro ist es noch nicht klar, ob die Blockchain zur Anwendung kommt. Eine Dezentralisierung ist politisch oft unerwünscht, gerade auch deshalb haben Kryptos Aufwind, da diese wirklich unabhängig sind. Die Unabhängigkeit der Zentralbanken ist ein Märchen wie die Staatsferne des öffentlichen Rundfunks, dazu reicht ein Blick in die Gremien und wer diese nominiert.

  • Kryptos Aufwind, da diese wirklich unabhängig sind.

    ...

    Die Unabhängigkeit der Zentralbanken ist ein Märchen wie die Staatsferne des öffentlichen Rundfunks, dazu reicht ein Blick in die Gremien und wer diese nominiert.

    Sind Kryptos unabhängig!? :/

    Kannst Du aktuell irgendwo Deine Miete, Dein Brot oder sonstige Dinge des Lebens per Krypto bezahlen? Aktuell läuft es doch darauf hinaus, dass Du Deine Kryptos irgendwo gegen FIAT-Geld umtauschen kannst.

    Unabhängig wären Kryptos ja erst, wenn ich alle notwendigen Zahlungen auch in BTC leisten könntest. Und genau das sehe ich nicht.


    Ja, die Welt ist nicht vollkommen. In welchem Land der Welt gibt es völlig unabhängige Medien? :/

    Es gibt je nach Land staatliche und private Medien. Und halt jede Schattierung dazwischen.

    Wichtig sind 'freie' Medien. Ob Medien privat oder staatlich sind, ist ja auch vollkommen egal, so lange alle verbreiteten Informationen wahr und faktenbasierend sind. Und natürlich auch, dass alle verfügbaren Informationen in einem Land überhaupt gesendet werden dürfen.

    Per 'Landesverrat' hat man hier in D ja auch schon mal versucht kritische Presse weichzukochen. Und die Situation um Wikileaks zeigt ja allzu deutlich, dass es mit der 'Pressefreiheit' auch in anderen Ländern so eine Sache ist.

    In jedem Krieg stirbt als erstes die Wahrheit! :evil:

  • Ja, die Welt ist nicht vollkommen. In welchem Land der Welt gibt es völlig unabhängige Medien? :/

    In Deutschland - die taz in Berlin gehört keinem Medienkonzern und keinem Investor und ist unabhängig vom Anzeigengeschäft. Sie gehört fast 21.000 Genossinnen und Genossen. Das ist sogar vor einigen Jahren Michael Moore in den USA aufgefallen... ;-)