Wo bekomme ich Hilfe, wenn unsere Konten durch Betrüger gehackt und abgeräumt wurden - Online banking

  • Es geht nicht darum,welchen Schaden die Bank hat,sondern welchen Schadensersatz sie verlangen kann.

    Lies in diesem Zusammenhang doch mal §675 l,§675u und §675v des BGB!


    Im übrigen erachte ich Deine Frage als auf den Kontext bezogen gegenwärtig für irrelevant!

  • Schadenersatz (nur mit 2 "s") ist nur relevant, wenn der Schaden sehr konkret beziffert werden kann.

    Ein schlechtes Gefühl (aka "ich fühle mich ungerecht behandelt") führt zu überhaupt nichts.

  • Grundlage für einen Schadensersatz ist ein erlittener Schaden. Diese Aussage findest du auch im von dir zitierten § 675v BGB gleich am Anfang wieder.


    Schlau herumreden, der Threaderstellerin Angst machen und dann die Antwort mit dem Verweis auf "für den Kontext irrelevant" schuldig bleiben - toll.

  • Es geht bei den ganzen §§ überhaupt nur darum, wer für den vom Kunden erlittenen Schaden (=Geld vom Konto ist weg) aufkommt.


    Die Bank (Regelfall, denn deren Aufgabe ist es, unzulässige Transaktionen zu verhindern), der Kunde vollständig (wenn er sich grob fahrlässig verhalten hat) oder eine Aufteilung (z.B. der Selbstbehalt des Kunden von 50 € aus dem § 675 v - den Rest trägt der Zahlungsdienstleister).


    Es geht also nicht um einen Schaden, den die Bank durch das (Fehl-?) Verhalten des Kunden erlitten hätte. Welcher sollte das auch sein?

  • Hallo Mona! klingt nach einer sehr perfiden und gut geplanten Betrugsnummer. Da müsste normalerweise alles zurückerstattet werden, da das so gut gemacht ist, dass für den Kunden kaum erkennbar ist dass es sich um Betrug handelt. Wie lange ist das denn jetzt her?.

    Eine bekannte von mir hatte genau das gleiche Problem und der wurde nicht ein Cent zurück erstattet... Begründung war: Die Schuld wäre nicht klar der Bank zuzuweisen... Na schönen Dank auch!

  • Naja, aber irgendwo muss halt die Grenze gezogen werden. Wenn jemand an der Tür klingelt, sich als Polizist ausgibt und aufgrund von Einbrüchen in der Nachbarschaft deine Wertsachen sicherstellen will, dann ist nicht die Polizei schuld, wenn du ihm deine Goldmünzen mitgibst.


    Leider passiert es immer wieder, dass selbst sehr große Summe >200.000,00 Euro dem freundlichen "Beamten" mitgegeben werden.

  • Eine bekannte von mir hatte genau das gleiche Problem und der wurde nicht ein Cent zurück erstattet... Begründung war: Die Schuld wäre nicht klar der Bank zuzuweisen... Na schönen Dank auch!

    Na, die Schuld liegt in den hier geschilderten Fall doch wohl beim Kunden. Da ruft ihn jemand an, und gibt wohl eine Webadresse an, wo der Kunde sich ins Online Banking einloggen soll.

    Sollte doch wohl mittlerweile allen bekannt sein, das man sich nur ins Online Banking einloggt, wenn man die Website Adresse selbst im Browser eingibt. Und nicht auf irgendwelche Links klickt oder mitgeteilten Websites einloggt. Und wer das ignoriert, hat den Schaden selbst zu tragen. (Meiner Meinung nach)

  • Na, die Schuld liegt in den hier geschilderten Fall doch wohl beim Kunden. Da ruft ihn jemand an, und gibt wohl eine Webadresse an, wo der Kunde sich ins Online Banking einloggen soll.

    Sollte doch wohl mittlerweile allen bekannt sein, das man sich nur ins Online Banking einloggt, wenn man die Website Adresse selbst im Browser eingibt. Und nicht auf irgendwelche Links klickt oder mitgeteilten Websites einloggt. Und wer das ignoriert, hat den Schaden selbst zu tragen. (Meiner Meinung nach)

    Ich verstehe deine Begründung ... Bei meiner bekannten war die Situation allerdings ein bisschen anders, Sie hat eine Mail von einer Mailadresse bekommen die seriös klang und den namen Ihrer Bank in der Adresse hatte. So etwas darf nicht so einfach passieren. Außerdem wurden nach dem Hacken so große Geldsummen bewegt, wie in der ganzen Zeit seit Kontoeröffnung nicht (über 20 Jahre). Meiner Meinung nach, sollte bei so untypischen Geldüberweisungen und dann noch in so einer höhe, Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden. Zusätzlich ist es Ihr schnell aufgefallen und Sie hat sich bei der Bank gemeldet. Diese hat ihr mitgeteilt, dass das Geld noch nicht überwiesen sei, Sie den Vorgang aber leider nicht mehr abbrechen können... Das finde ich eine absolute Frechheit!

  • Bei meiner bekannten war die Situation allerdings ein bisschen anders, Sie hat eine Mail von einer Mailadresse bekommen die seriös klang und den namen Ihrer Bank in der Adresse hatte. So etwas darf nicht so einfach passieren.

    Was nicht "so einfach passieren" darf, ist das Einloggen über eine solche Landingpage oder das Klicken auf einen Link in einer email, wie gut auch immer eine solche mail oder Landingpage nachgebastelt ist.

    Jede/r Bankkunde/in weiß und ist schriftlich darüber informiert, welche Zugänge (halbwegs) sicher sind und wie das Online Banking zu handhaben ist.

  • "Sie hat eine Mail von einer Mailadresse bekommen die seriös klang und den namen Ihrer Bank in der Adresse hatte."


    Nicht dein Ernst, oder? Ich bekomme täglich Spam-Mails auf die genau diese Beschreibung zutrifft. Wenn ich die alle anklicke, dann hat außer mir niemand Schuld.


    "Meiner Meinung nach, sollte bei so untypischen Geldüberweisungen und dann noch in so einer höhe, Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden."


    Meinst du, dass die Bankmitarbeiter alle 789.000.000 täglichen Kontenbewegungen prüfen und hinterfragen?


    "Diese hat ihr mitgeteilt, dass das Geld noch nicht überwiesen sei, Sie den Vorgang aber leider nicht mehr abbrechen können... Das finde ich eine absolute Frechheit!"


    Bist du dir bei diesen Angaben ganz sicher? Wenn deine Bekannte die Überweisung online sieht, dann müsste sie auch schon gebucht sein (Wertstellung ist nicht gleich Ausführung).

  • Ich verstehe deine Begründung ... Bei meiner bekannten war die Situation allerdings ein bisschen anders, Sie hat eine Mail von einer Mailadresse bekommen die seriös klang und den namen Ihrer Bank in der Adresse hatte. So etwas darf nicht so einfach passieren. Außerdem wurden nach dem Hacken so große Geldsummen bewegt, wie in der ganzen Zeit seit Kontoeröffnung nicht (über 20 Jahre). Meiner Meinung nach, sollte bei so untypischen Geldüberweisungen und dann noch in so einer höhe, Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden. Zusätzlich ist es Ihr schnell aufgefallen und Sie hat sich bei der Bank gemeldet. Diese hat ihr mitgeteilt, dass das Geld noch nicht überwiesen sei, Sie den Vorgang aber leider nicht mehr abbrechen können... Das finde ich eine absolute Frechheit!

    Das man in Phishing-Mails nichts anklicken soll, sollte doch mittlerweile jedem bekannt sein.

    Das wird doch immer und immer wieder gepredigt.

    Ich verstehe nicht, das da immer noch Leute drauf reinfallen.

    Zum anderen kann man das Überweisungslimit runter setzen, sodaß größere Überweisungen nur möglich sind, wenn der Kontoinhaber das möchte.

  • Zum anderen kann man das Überweisungslimit runter setzen, sodaß größere Überweisungen nur möglich sind, wenn der Kontoinhaber das möchte.

    Limits sind i.d.R. online einstellbar! Also können auch die Netten, denen du Zugang zu deinem Online Banking gewährst, diese Limits ändern resp. wieder heraufsetzen ;-)


    Bei den meisten Banken sind die Überweisungslimits (pro Tag) auf 50k eingestellt; niedrigere Limits, die du selbst im Online Banking einstellen kannst, wenn dies vorgesehen ist, können auch online wieder heraufgesetzt werden.


    Der Otto Normalo sollte, falls er keinen Online Banking Führerschein hat, das Saldo/Guthaben auf seinem Online Konto möglichst den Ansprüchen (an Liquidität) entsprechend niedrig halten und Cash-Reserven (Buchgeld-Reserven) auf separaten Konten vorhalten, die nicht ohne Weiteres online und/oder nicht über den gleichen Zugang erreichbar sind.

  • "Limits sind i.d.R. online einstellbar! Also können auch die Netten, denen du Zugang zu deinem Online Banking gewährst, diese Limits ändern resp. wieder heraufsetzen"


    Mit welcher TAN bestätigst du diese Änderung dann? :-)

  • Mit welcher TAN bestätigst du diese Änderung dann?

    Hast recht, da habe ich gar nicht dran gedacht, Asche auf mein Haupt.

    Ääääh... dann müssen Überweisungen ja auch mit TAN bestätigt werden ;-)

    In solchen Fällen, falls TAN (plural = TANnen???) benötigt werden, rufen die "Netten" bei dir an und lasen sich die TANs am Telefon durchgeben ;-)

  • Schade, dass wir die TO verstört/abgehängt haben. Sonst hätten wir vielleicht noch die eine oder andere Information darüber erhalten, was wirklich passiert ist. Aber was soll's, wir wollen uns in unserer Diskussion doch nicht von zu vielen Fakten ablenken lassen :-/

  • Aufgrund der gemachten Angaben würde ich folgendes annehmen:


    - Anruf vom "Bankberater", der um einen Test der neuen Webseite bzw. des neuen Online-Bankings unter dem Link xyz bittet.


    - Kunde ruft im telefonischen Beisein des Bankberaters "neue" Webseite auf, loggt sich ein (= Betrüger haben Zugangsdaten) und macht eine bzw. mehrere Testüberweisungen (= Betrüger haben TANs).


    - Betrüger loggen sich parallel zur "Testseite" auf der echten Seite der Bank mit den abgegriffenen Zugangsdaten ein.


    - Betrüger ändern Überweisungslimit (1 TAN).


    - Betrüger räumen Konto leer (2-3 TANs).


    Wie die Betrüger dem Kunden die TANs aus den Rippen geleiert haben - keine Ahnung. Evtl. "Probieren Sie doch mal dieses und jenes, klappt das?" - wie auch immer.


    Durch die Verwendung der falschen Webseite kann der "Bankberater" parallel beim Telefonieren die Eingaben des Kunden loggen und auf der echten Bankseite eingeben.


    Fazit:


    - Wenn Banking per Browser, dann immer über die echte Webseite der Bank einsteigen. Niemals neue/fremde Links benutzen.


    - Besser ein Banking-Programm benutzen (Starmoney, S-Firm, Alf-Banco etc.)

  • "Nicht dein Ernst, oder? Ich bekomme täglich Spam-Mails auf die genau diese Beschreibung zutrifft. Wenn ich die alle anklicke, dann hat außer mir niemand Schuld."


    Ich kenne dein Internetverhalten ja nicht aber ich bekomme nicht regelmäßig Phishing-Mails von einer Email Adresse die meiner Bank gehören könnte.


    "Meinst du, dass die Bankmitarbeiter alle 789.000.000 täglichen Kontenbewegungen prüfen und hinterfragen?"


    Nein aber, dass es ein System gibt, dass das kontrolliert und bei so starken Abweichungen eine Warnung ausgibt. Ich gehe nicht von einem händischen Vorgang aus.

    Meine Bank zum Beispiel macht das schon beziehungsweise wurde mein Konto nach einer unüblichen transaktion automatisch eingefroren.


    "Bist du dir bei diesen Angaben ganz sicher? Wenn deine Bekannte die Überweisung online sieht, dann müsste sie auch schon gebucht sein (Wertstellung ist nicht gleich Ausführung)."

    Sie hat mit einer Bankmitarbeiterin telefoniert, die Ihr diese Auskunft gegeben hat. Es kann natürlich sein, dass meine Bekannte da etwas Missverstanden hat, da ich nicht persönlich beim Gespräch dabei war.