Sinnvoll bei der Sparkasse investieren

  • ...In dieses Depot kann er dann auch direkt den ETF kaufen. Die Kosten beim Kauf betragen 1%, bei Verkauf fallen keine Gebühren an. Kauf ist als Einzelkauf oder Sparplan möglich....

    Kannst du mir noch sagen, wo ich genau diese Angaben finde?

    Hast du mir vielleicht einen Link, wo ich das nachlesen kann?


    Ich bin etwas verwirrt, weil ich dachte, ich hätte unterschiedliche andere Angaben gefunden, 2,5 % für Sparpläne und einen fixen Betrag für Einzelkäufe.

    Vielleicht waren das Zahlen für s-broker, ich möchte das aber für mich klären können ;-)

  • Um wessen Interessen geht es denn?

    Entweder ist er ehrlich und gibt dir Antworten auf deine Fragen (zum Procedere), oder er malt dir etwas auf die Backe... und damit ist er dann wegen Unglaubwürdigkeit 'gestorben'.

    Wenn du jetzt schon an seiner Integrität zweifelst, wird es doch so langsam Zeit sich nach einer Alternative umzusehen...

    Du hast recht, nicht von vornherein negativ denken, geben wir ihm eine Chance.

  • Zu den Fragen:


    1. Sind diese zwei Bereiche, DEKA-Depot hier, verschiedene Sparkassen-Konten dort, immer getrennt?


    2. Kann man sich beispielsweise nur für das DEKA-Depot einen Online-Zugang einrichten, über den man nur auf dieses Depot Zugriff hat, nicht aber automatisch auch auf die ganzen anderen Sparkassen-Konten?


    —> Das kann der Sparkassen-Berater flexibel nach Deinen Wünschen Einrichten. Er kann einstellen, welche Konten / Depots in Deinem Online-Zugang auftauchen sollen, und für jedes kann nach Wunsch eingestellt werden, ob es nur angeschaut werden darf oder ob auch Transaktionen online vorgenommen werden können. Wenn Du willst kannst Du Deine Sparkassen-Konten und das Deka-Depot beides im gleichen Online-Login haben.



    Die Grundidee wäre, wie gesagt, einmalig am Schalter Einmalzahlungen und/oder Sparpläne einzurichten und das dann laufen zu lassen.

    Für den Fall, dass man doch mal kurzfristig was ändern möchte, was kann man machen?

    —> Wenn Du willst online (wenn Du das freischalten lässt), oder Du musst zur Bank gehen und es dort machen.


    3. Wie sieht es aus mit der Möglichkeit, seinen Bankberater zu kontaktieren und diesen zu bieten, was zu ändern? Ist das überhaupt möglich?

    —> Da könnte ja jeder anrufen und sagen er wäre du. Du kannst ihn anrufen, dass er es vorbereiten soll, dann gehst Du hin und unterschreibst.


    4. Falls ja, kostet das dann extra und wenn ja, wieviel?

    Oder ist es in den 19,50 Euro Jahresgebühr fürs Depot drin?

    Oder läuft sowas auf individueller Kulanzbasis à la "Ja, dass kann der Bankberater ab und zu schon für Sie als Kunden machen, aber Sie dürfen es natürlich nicht übertreiben..."

    —> Da gibt es keine extra Gebühren


    5. Oder ist ein eigener Online-Zugang aufs Depot doch die beste Wahl (da geht es wieder zurück zu Frage 1 und 2).

    —> Sehe ich keinen Vorteil im Vergleich zu alles in einem Zugang.


    Kannst du mir noch sagen, wo ich genau diese Angaben finde?

    Hast du mir vielleicht einen Link, wo ich das nachlesen kann?

    —> Da gibt es ein Blatt namens „Sonderbedingungen zum Handel mit ETF“ oder so ähnlich, das im Internet interessanterweise nicht auffindbar ist. Dieses unterschreibst Du aber und es wird Dir auch ausgehändigt, bevor Du das erst mal ETF im DekaBank-Depot kaufen kannst.

    Dass ich keinen Quatsch erzähle kannst Du in diesem Dokument hier in der Beispielrechnung auf S. 16 sehen:

    https://deka.de/site/dekade_pr…ekaBank_Institutsinfo.pdf

  • Wenn Du das DekaBank Depot bei der Sparkasse führst, dann ist die Deka nur der Dienstleister im Hintergrund und alle Interaktionen sind über die Sparkasse (persönlich über den Sparkassen-Berater, online über die Sparkassen-Apps / Website).

  • DEKA-Depot hatten sie mir die Führunggebühr vom falschen Fonds abgezogen. Ich hatte da einigen Schriftverkehr, bis sie mir das wunschgemäß vom Girokonto abgezogen haben. Beim Zurückgeben von Fondsanteilen hat mein Berater diese über die Börse verkauft, statt sie an die Fondsgesellschaft zurückzugeben. Dadurch hatte ich Extrakosten. Ein nicht ausgeführter Auftrag hat mich dann erheblich Geld gekostet.

    Seitdem mache ich das alles selbst, ohne DEKA und ohne Sparkasse.

    Wenn ich da Fehler mache, sind das meine Fehler, ist aber noch nicht vorgekommen.

    Gruß


    Altsachse

  • Kannst du mir noch sagen, wo ich genau diese Angaben finde?

    Hast du mir vielleicht einen Link, wo ich das nachlesen kann?

    —> Da gibt es ein Blatt namens „Sonderbedingungen zum Handel mit ETF“ oder so ähnlich, das im Internet interessanterweise nicht auffindbar ist. Dieses unterschreibst Du aber und es wird Dir auch ausgehändigt, bevor Du das erst mal ETF im DekaBank-Depot kaufen kannst.

    Dass ich keinen Quatsch erzähle kannst Du in diesem Dokument hier in der Beispielrechnung auf S. 16 sehen:

    https://deka.de/site/dekade_pr…ekaBank_Institutsinfo.pdf


    Ich hab noch mal selber nach öffentlich zugänglichen Quellen gesucht, komm dabei aber nicht weiter.


    Was hat es denn auf sich mit der Info in folgenden drei Quellen (sind DEKA-Internetseite und dort verlinkte Produkt-PDFs):

    * https://www.deka-etf.de/etfs/Deka-MSCI-World-UCITS-ETF ?

    * https://www.deka-etf.de/documents/kiid_50_20220207_de.pdf

    * https://www.deka-etf.de/docume…lsheet_50_20211231_de.pdf


    Da steht Folgendes:


    Gebühren

    Ausgabeaufschlag bei Erwerb

    über KVG 2,00%

    über Börse 0,00%

    Rücknahmeabschlag bei Verkauf

    über KVG 1,00%

    über Börse 0,00%


    bzw.


    Einmalige Kosten vor und nach der Anlage:

    Ausgabeauf- und 2,00 %

    Rücknahmeabschläge 1,00 %


    bzw.


    Ausgabeaufschlag

    maximal 2,00 % des Anteilwerts

    derzeit 2,00 % des Anteilwerts

    Rücknahmeabschlag

    maximal 1,00 % des Anteilwerts

    derzeit 1,00 % des Anteilwerts


    Wie passt das zusammen mit dem, was du genannt hast und was sich in deinem verlinkten Dokument ab Seite 16 als Beispielsberechnung für Deka MSCI World UCITS ETF findet mit:

    Einstiegskosten: 1 %,

    laufende Kosten pro Jahr: 0,34 %

    Ausstiegskosten: 0 %


    Sind "Einstiegskosten" hier und "Ausgabeaufschlag" dort schon das Gleiche?

    Oder sind das unterschiedliche Kosten und ich versteh die Zusammenhänge und die hier gewählten Begrifflichkeiten nicht?


    Ich hab insgesamt drei verschiedene Begriffe gelesen:

    1. Ausgabeaufschlag, 2. Einstiegskosten und 3. Orderentgelt.


    Meine Vermutung war/ist:

    Mit 1. und 2. ist das Gleiche gemeint, nämlich ein prozentualer Aufschlag auf den Kaufpreis?

    3. wäre ein fester Betrag, der für eine Transaktion fällig werden kann, was hier beim ETF-Kauf aber nicht der Fall ist.


    Richtig so?


    Und/oder kommen die Unterschiede daher, dass ich unterscheiden muss zwischen den Kosten, die DEKA angibt und denen, die die Sparkasse nachher als Dienstleister berechnet?

    Und zweiteres sind dann Informationen, die ich als Kunde tatsächlich erst beim Gespräch mit dem Berater erfahre?

  • 3. Der ETF ist zwar ausschüttend, aber im Deka-Depot werden Ausschüttungen immer automatisch wieder zum Nachkauf verwendet. Beim Verkauf von Anteilen fallen gar keine Gebühren an. Wie üblich kann die Sparrate natürlich jederzeit geändert oder abgeschaltet werden.

    Dem kann man widersprechen! Wenn du bspw. sonst einen ausschüttenden Immobilienfonds hättest, würdest du aufgrund der Wiederanlage und der damit verbundenen Haltefrist von 2 Jahren, nie wieder den Fonds loswerden können. Ich habe das im Übrigen selbst auch so gemacht, weil ich noch einen Immobilienfonds hatte.

  • Dem kann man widersprechen! Wenn du bspw. sonst einen ausschüttenden Immobilienfonds hättest, würdest du aufgrund der Wiederanlage und der damit verbundenen Haltefrist von 2 Jahren, nie wieder den Fonds loswerden können.

    Darf ich dem Widerspruch präzisieren, da die Aussage mMn missverständlich ist:

    Du kannst den Bestand, den Du 24 Monate hattest, zurückgeben, auch wenn in dieser Zeit eine Wiederanlage erfolgte.

    Richtig ist, dass für die wiederangelegten Stücke die Frist neu zu laufen beginnt. Für die aus diesen wiederangelegten Stücken resultierenden neue Stücke beginnt dann eine spätere Frist. Damit ist die Aussage richtig, dass immer neue Bruchteile entstehen, diese sich rein mathematisch immer weiter vermehren, allerdings in immer geringerem, gegen Null strebenden Wert.


    Unabhängig davon wäre ein Verkauf über die Börse möglich.


    Deka schreibt dazu

    Anteilrückgaben sind erst dann möglich, wenn der Anleger seine Anteile mindestens 24 Monate lang gehalten hat („Mindesthaltefrist“). Der Anleger hat seiner Rücknahmestelle für mindestens 24 durchgehende Monate unmittelbar vor dem verlangten Rücknahmetermin einen Anteilbestand nachzuweisen, der mindestens seinem Rücknahmeverlangen entspricht. Rücknahmestelle ist die depotführende Stelle.


    Quelle S.36 von https://documents.fww.info/fwwdok_3UB3VE6530.pdf

  • Darf ich dem Widerspruch präzisieren, da die Aussage mMn missverständlich ist:

    Du kannst den Bestand, den Du 24 Monate hattest, zurückgeben, auch wenn in dieser Zeit eine Wiederanlage erfolgte.

    Das ist richtig, dass der Wert gen Null strebt, aber ich bin nicht sicher, was passiert, wenn es nie Null wird.

    Den Verkauf nach der Haltefrist habe ich implizit nicht erwähnt, das war nicht mein Anliegen. Mir gings darum, dass mit der automatischen Wiederanlage Probleme entstehen können, wenn diese Fristen von Neuem loslaufen und man eben diesen genau widersprechen kann.

    Ein Verkauf über die Börse ist bei der DEKA meine ich nicht möglich, da gibt es nur die Rückgabe über die Fondsgesellschaft. Außer es gäbe einen schriftlichen Auftrag hierfür. Ich habe aber bisher bei keinem Deka Fonds, den ich gesehen habe und der im Deka Depot aufbewahrt wurde einen Börsenhandel gesehen. Hierfür wurde meist den Kunden ein LBBW Depot eröffnet.

  • Wie gesagt, ich bin beim ersten Lesen daran hängengeblieben und habe deswegen präzisiert. Den sonstigen Sachverhalt teile ich ja und hatte das auch so geschrieben. Genauer gesagt finde ich Deinen Hinweis wertvoll, weil hier auch immer mal wieder nach Immobilienfonds gefragt wird.

  • Hier nochmal der Verweis zwecks Börse oder Kommissionsgeschäft:

    Wertpapieraufträge für das DekaBank Depot führen wir im Kommissionsgeschäft aus. Das bedeutet, Sie erteilen uns z. B. per "deka.de" Aufträge (Kauf, Verkauf, Tausch), die wir schnellstmöglich - üblicherweise taggleich - an die jeweilige Kapitalanlagegesellschaft weiterleiten. Das können die Kapitalanlagegesellschaften der DekaBank Gruppe sein (z. B. Deka Investment GmbH, Deka International S. A. Luxembourg, Deka International (Ireland) Ltd.) oder Kapitalanlagegesellschaften, mit denen wir kooperieren (z. B. JPMorgan, Threadneedle, Schroders, BlackRock).

  • Wäre es nicht sinnvoller statt über ein Deka-Depot das ganze über ein Depot beim S-Broker zu machen. Hier beträgt das Orderentgelt zwar pro Rate 2,5% statt 1% wie beim Deka-Depot allerdings hat man hier eine viel größere Auswahl an Etfs. Wenn man sich dann beispielsweise einen ETF mit einer TER von nur 0,2%p.a. statt der 0,3% des Deka-ETFs raussucht, müsste man bei einem langfristigen Sparplan hier doch besser fahren!?