Altersvorsorge

  • Irgendwann wird es wieder mal richtig krachen und dann geht es auch mal länger südwärts mit den Kursen. Der Regression zum Mittelwert kann man nicht dauerhaft bzw. nur mit viel Glück entkommen.;) Zumindest schafft es der überwiegende Anteil von Anlegern eben nicht!

    Medallion von Renaissance Technolgy hat die letzten 25 Jahre fast 70% pro Jahr gemacht, ist aber nur für Mitarbeiter. Der Versicherungsmantel erlaubt z.B. das Umschichten in Geldmarktfonds ohne ein Steuereignis einzulösen und dann kann man wieder günstiger in Aktienfonds einsteigen. Im normalen Depot geht genau das eben nicht, ich weiß, viele wollen und können das auch nicht. Genau aus diesen Gründen hat mein Neffe neben einem normalen Depot auch noch diese Konstruktion bekommen.

  • An alle...


    hat jemand von euch eine Ahnung oder vielleicht sogar Fakten zu den Höhen der Verwaltungskosten bei solchen Leibrenten? Und wenn nicht, in welcher Bandbreite bewegen sich die Sparanteile?


    Ich habe zu den Verwaltungskosten noch irgendwas bei 8 bis 11% im Hinterkopf...

    Ich rechne öfter mal die effektive Rendite konkreter Rentenversicherungensverträge durch. Die Effektivkosten werden ja manchmal angegeben, der Begriff ist aber nicht klar definiert und drum fehlt darin meist noch irgendein Kostenblock. Jedenfalls habe ich noch keinen Vertrag gesehen, der in der Ansparphase unter 0,4% Kosten p.a. kam.


    Für die Kosten in der Auszahlphase habe ich keine Datensammlung. Wenn ein Vertrag sehr niedrige Kosten vorher hatte, wurde er durch dreist niedrige Rentenfaktoren wieder uninteressant.


    Mein Fazit: Bei langer Laufzeit werden die beworbenen Steuervorteile durch die Kosten meist wieder aufgefressen. Das will man bei Verträgen mit "0,4% Kosten" erst nicht glauben, aber drum sagst Du ja zurecht: "Selber nachrechnen". Versicherung und Geldanlage sollte man also klar trennen.

  • Mir wurde bereits eine Fondsgebundene Rentenversicherung der R&V angeboten.

    Meine Mutter hat 2002 eine Rentenversicherung für mich bei der R+V abgeschlossen. Sie hat einmalig 50.000 Euro angelegt, die angenommene Verzinsung lag bei 4 %, die garantierte monatliche Rente bei Rentenbeginn betrug 324,36 Euro. Die mögliche Überschussbeteiligung war natürlich viel höher. Zu Rentenbeginn am 1.1.2018 (60. Lebensjahr) war von dieser möglichen Überschussbeteiligung nicht mehr viel übrig. Ich habe mich für eine monatliche Rentenzahlung mit dynamischer Überschussrente entschieden. Die Kapitalabfindung wäre steuerfrei gewesen, die monatliche Rente wird mit dem sogenannten Ertragsanteil besteuert, der beträgt beim 60. Lebensjahr 22 %. Die monatliche Rente in diesem Jahr beträgt 363,27 Euro (bei einer dynamischen Überschussrente steigt die Rente möglicherweise nur leicht, wird aber niemals weniger). Da ich noch berufstätig bin und das Geld nicht brauche, lege ich es zurzeit in einem ETF-Sparplan an.

  • Meine Mutter hat 2002 eine Rentenversicherung für mich bei der R+V abgeschlossen. Sie hat einmalig 50.000 Euro angelegt, ...

    Die Kapitalabfindung wäre steuerfrei gewesen...

    Es wäre ja interessant zu wissen, wie hoch die steuerfreie Kapitalabfindung gewesen wäre.

    1. Könnte man dann mal die eff. Rendite der Versicherung von 2002-2018 ausrechnen
    2. Könnte man anhand der 4% Regel grob berechnen, wie viel 'Rente' man aus der Kapitalabfindung hätte ziehen können.
      Da Du das Geld aus der Rente ja offenbar derzeit nicht brauchst, hättest Du damit schon mal die ersten 5 Jahre der 'Entnahmephase' sicher und damit das Sequence-Of-Return-Risk hinter Dir!

    Es wäre auch interessant zu erfahren, ob es bei der Rentenversicherung eine Mindestdauer der Zahlung im Falle Deines Todes gibt und/oder der 'Restbetrag' vererbt werden kann?

  • Die Mutter schließt eine Versicherung für die 44-jährige Tochter ab? Leute, kein Wort davon zu meinen Kindern! X/

    Ach warum nicht!? Besser als wenn die Kinder das Geld durchbringen und dann später doch wieder bei den Eltern anklopfen, weil am Ende des Geldes noch zu viel Monat über ist. ;)


    Ich wette, dass es häufiger vorkommt, als wie alle Denken, dass Mami/Papi auch in betagteren Alter von Ihren Sprösslingen angepumpt werden. :/

  • Die garantierte Kapitalabfindung wäre 77.301,44 gewesen, der voraussichtliche Auszahlungsbetrag (plus Überschussbeteiligung) 85.294,31. Das Ende der Garantiezeit ist am 01.01.2028, bis dahin würden im Todesfall die Erben das Geld bekommen.

    Nun ja,

    effektive Rendite zwischen 2,76 und 3,4 % p.a. :|

    Wobei die 3,4% p.a. für eine Versicherung nicht mal so schlecht sind. Da haben die Zinsmäßig verhältnismäßig guten Jahre bis ca. 2010 zumindest geholfen.


    Dann kannst Du ja selbst mal rechnen, wie lange Dein Kapital im Falle einer sofortigen Auszahlung und einer Investition in einen ETF für eine 'Rente' reichen würde:

    Entnahmeplan online berechnen (zinsen-berechnen.de)

    Bei entsprechend konservativer Entnahme ist auch so eine 'lebenslange' Rente gesichert.

    Glidepath - die Entnahmestrategie für die Niedrigzinsphase - Finanzen? Erklärt! (finanzen-erklaert.de)