Bausparkasse Schwäbisch Hall fordert nach 18 Jahren Regelsparbeitrag ein

  • Hallo zusammen,
    ich habe einen Bausparvertrag der Schwäbisch Hall (Standard-A vom 6. Juni 2003, 38% angegspart). Jetzt kenne ich mich da so garnicht mit aus. Die geforderte Nachzahlung plus monatlichen Regelsparbetrag sind über leistbarem Budget.

    Meine konkrete Frage: kündigen lassen oder selbst kündigen? Was wäre der Unterschied? Würde mich sehr freuen, wenn mich da jemand aufklären könnte - bin da völlig blank…


    Danke und beste Grüße

    Chris

  • Hallo tom70794,

    mein Problem ist, dass der laufende Regelsparbeitrag momentan nicht leistbar ist, weil zu hoch.


    Was kann denn bei einer Kündigung passieren?

    • Gebühren
    • irgendwelche Rückzahlungen, weil in den ersten Jahren mit VL gespart
    • ...

    Oder wird das Guthaben einfach auf ein zu benennendes Girokonto überwiesen?

    Du siehst, ich bin völlig blank! Danach würde ich das Guthaben nämlich gerne weiter anlegen. Aber ich will nichts im Thread vermischen.


    Beste Grüße

    Chris

  • Es gibt einige Möglichkeiten die interessant sind.

    Hast du denn Mal ein Gespräch mit einem Berater der Bausparkasse gesucht?

    Man könnte den Vertrag z.B. teilen.


    Würde mir Mal ein paar Inspirationen holen und die Vorschläge gerne Mal hier schreiben.


    Einfach kündigen (lassen) würde ich nicht.

  • Wie hoch ist der Regelsparbeitrag?
    € 250,–/Monat + € 1.500,– Nachzahlung der "fehlenden" Regelsparbeträge

    Wie hoch die Bausparvertragssumme?
    € 50.000,–, 38% eingezahlt

    Wurde der Vertrag damals in der richtigigen Höhe abgeschlossen oder hat der Vertetter großzügig aufgerundet?
    Das kann ich nicht beantworten, da ich den Vertrag nicht abgeschlossen habe. Es ist nicht meiner. Es gibt 1000 Unterlagen, in der der Regelsparbeitrag mal erwähnt wurde, aber eben erst jetzt rückwirkend für sechs Monate (plus) mit Kündigungshinweis eingefordert wird.

  • Nicht ganz unbedeutend ist auch die Frage, ob sich der Vertrag so wie er da jetzt steht für die betreffende Person lohnt. Ist geplant, das Bauspardarlehen in Anspruch zu nehmen? Sind die Darlehenszinsen attraktiver als (derzeit) am freien Markt oder gibt es andere Vorteile, die dafür sprechen? Sind die Sparzinsen von 2003 interessant und soll der Vertrag deswegen gehalten werden?

  • Aktuell gibt es keine Pläne, das Bauspardarlehen in Anspruch zu nehmen. Der Tarifname lautet "A-Standard". Zum Vertragsabschluss hat der Raiba-Mitarbeiter um die max. Sparhöhe € 50/Monat gewusst. Ich kehre da jetzt gerade quasi etwas die Scherben auf. In den Unterlagen habe ich die Empfehlung des Regelsparbeitrages in Höhe von € 250,– mittlerweile gefunden.


    Ich finde die Art und Weise recht unangenehm, wie die Kasse im Anschreiben mit der Sparerin umgeht (Du hast drei Monate 1.500 nachzuzahlen plus 250/Monat) - aber ist halt so.

  • Läuft für mich ganz klar darauf hinaus, dass die Bausparkasse den für Sie unrentablen Bausparer loswerden möchte!

    Bei der Zahlung des Regelsparbetrags wäre es ja absehbar, ab wann der Bausparer Zuteilungsreif und damit aus Sicht der BSK aufkündbar wird.

  • Das sind eben "Genossen". Hier in der Gegend benehmen die sich auch so.


    In den Bedingungen dürfte ein Kündigungsrecht seitens Hall vermerkt sein. Würde mir das mal genau angucken. Der Vertrag ist unter gewissen Bedingungen kündbar.

    Lass keinen zwischen Dich und Dein Geld.

  • Aktuell gibt es keine Pläne, das Bauspardarlehen in Anspruch zu nehmen. Der Tarifname lautet "A-Standard". Zum Vertragsabschluss hat der Raiba-Mitarbeiter um die max. Sparhöhe € 50/Monat gewusst. Ich kehre da jetzt gerade quasi etwas die Scherben auf. In den Unterlagen habe ich die Empfehlung des Regelsparbeitrages in Höhe von € 250,– mittlerweile gefunden.


    Ich finde die Art und Weise recht unangenehm, wie die Kasse im Anschreiben mit der Sparerin umgeht (Du hast drei Monate 1.500 nachzuzahlen plus 250/Monat) - aber ist halt so.

    Mir haben sie letztes Jahr auch den Vertrag gekündigt, nachdem er 10 Jahre lang zuteilungsreif war und ich ihn nur noch hatte, um die Guthabenzinsen mitzunehmen.


    Die Volksbank, die das damals vermittelt hat, war zwar freundlich, konnte oder wollte gegenüber Schwäbisch Hall nichts unternehmen.

    Auf meine Frage, warum ich zukünftig nochmal irgendwas über einen Bank"berater" abschließen sollte und es nicht selbst im Internet machen soll und in beiden Fällen am Ende im Zweifel allein da stehe, wusste der Volksbanker keine so richtige Antwort ;-)

  • Erstmal vielen Dank für die Einblicke, für mich persönlich ist Bausparen fremd. Ich möchte nochmal zu meiner ursprünglichen Frage zurückkommen.


    Wenn ich den Vertrag mit der BSH kündige, wird das ja sicherlich irgendwas kosten, was sie vom Guthaben abziehen werden, richtig?


    Ist nun dieses Irgendwas größer, kleiner oder gleich, wenn ich die BSH kündigen lasse?


    Herzlichen Gruß!

    Chris

  • Wenn ich den Vertrag mit der BSH kündige, wird das ja sicherlich irgendwas kosten, was sie vom Guthaben abziehen werden, richtig?

    Bei einer fristgerechten Kündigung fallen eigentlich keine Kosten an. Ich habe 2020 meinen Bausparer gekündigt und 6 Monate später gab es dann das Geld.

    Aber Obacht: Je nach Vertrag könnte es einen Bonuszins geben, der bei erreichen der Ansparsumme fällig wird.

    Wird vor erreichen der Ansparsumme gekündigt fällt natürlich auch der Bonuszins weg.

  • Ich glaube ich habe ungefähr den gleichen Vertrag bei der BSH und heute auch ein Schreiben erhalten


    Tarif: AA Standart

    Bausparsumme: 50000€

    Ende 2020: 73% angespart.

    monatlicher Beitrag: Seit Abschluss 150€ (Regelsparbeitrag 5% = 250€)

    Zinssatz: 2%

    Option bei Dahrlensverzicht auf Treueprämie: 1% Zins + Sondervergütung der Abschlussgebühr


    Ich soll den Beitrag auf 250€ monatlich erhöhen und für die letzten 14 Monate nachzahlen, ansonsten wird gekündigt.


    Am sinnvollsten wäre es wohl in meinem Fall den Beitrag zu erhöhen, Sonderzahlung leisten. Dann den Antrag zur Treueprämie und den Vertrag voll laufen lassen. Oder seht ihr eine bessere Lösung?

  • powerschwabe Wenn Du das Geld zur Verfügung hast, wirst Du damit eine mehr als ordentliche sichere Rendite erzielen (wenn Du alle Fallstricke insbesondere beim Darlehnsverzicht beachtest). Es ist immer die Frage, mit welcher alternativen Anlage Du vergleichst, aber in dem Fall klingt es nach einem klaren Fall von "mach es".