Bis zu welchem Alter lohnt ein ETF Sparplan

  • Hallo,


    Zum mir, 51 Jahre, verheiratet, keine Kinder, Alleinverdiener.


    Ich möchte mit ca. 63 Jahren in Rente gehen. Das sind noch runde 12 Jahre.

    Eventuell werde ich vorher schon auf eine 80% Stelle wechseln.


    Lohnt es sich für mich noch einen ETF-Sparplan abzuschließen?

    Ich hab mir schon einige der Tips aus dem Podcast angehört, da ich ja auch schon älter bin war auch nicht alles neu.

    Ich bin in dem Zusammenhang auch darauf gestoßen das ich das Glück habe später mal ein pflichtversicherter Rentner zu sein. Also keine Krankenkassenabgabe auf Mieterträge und Zahlungen aus LV und Rentenversicherung zahlen muss.

    Ich habe eine LV die mal eine Direktversicherung war aber mittlerweile von mir übernommen wurde und die mindestens eine 4% Verzinsungen garantiert, ich betrachte die als Festgeldkomponente in meinem Vermögensaufbaukonzept. Da vor 2004 abgeschlossen sind die Zinserträge steuerfrei.

    des Weiteren habe ich eine Rentenversicherung, auch noch vor 2004 abgeschlossen, damals auf gemanagte Fonds basierend, aber seit kurzem komplett, also den Bestand und die monatliche Sparrate auf ETF umgestellt und wohl auch komplett steuerfrei, wie hier oft vorgeschlagen in einen MSCI ETF und einen weiteren breit aufgestellten ETF.


    Jetzt stellt sich mir die grundsätzliche Frage ob es sich lohnt noch einen ETF-Sparplan abzuschließen?

    Wie sieht das mit der Laufzeit aus? So für die ersten 2-3 Jahre ist ja noch ein Anlagezeitraum von 10 Jahre gegeben, aber danach?

    Die gleiche Frage stellt sich bei der Rentenversicherung, bis zum Ende einzahlen? Auf die letzten Einzahlungen fallen ja nicht mehr große Zuwächse an. Der Zinseszinseffekt macht sich ja bei letzten Zahlungen nicht mehr bemerkbar.


    Jetzt bin ich mal auf die Antworten gespannt

    Gruss Marcus

  • Hallo Marcus_II , willkommen im Finanztip-Forum.


    Grundsätzlich mal Glückwunsch zur guten Aufstellung.


    Die Frage zum Sparplan hängt stark von der Gesamtsituation ab, in wie weit das Geld tatsächlich benötigt wird. Wenn es nämlich nicht zum 63. benötigt wird sondern weiter wachsen bzw. sich von einem Einbruch erholen kann ist eine Laufzeit von > 10 Jahren gegeben.


    Sofern es bei der Rentenversicherung keine Sicherung des Höchstwertes gibt würde ich einige Jahre vor Fälligkeit damit beginnen in weniger volatile Anlagen umzuschichten.

  • Hi Kater.Ka,


    Erstmal danke für schnelle Antwort.


    Tja, das weiß ich noch nicht so richtig, es gibt halt den Gedanken nicht ewig arbeiten zu gehen.

    Irgendwann ist da mal die Zahl 63 rausgekommen. Plus zwei Jahre arbeitslos? Offizell dann in Rents mit 65? Keine Ahnung.

    Ab 56-58 auf 80% Arbeitszeit runter? 4 Tagewoche oder 5x6h? Jetzt mit Homeoffice verschieben sich da auch ein paar Dinge.

    Ich habe noch keine richtige Vorstellung wie sich das auf die Rente auswirkt. Werde wohl mal zur Rentenberatung gehen.

    Nur jetzt mit 51 ist noch Zeit etwas anzuleiern.

    Ich aktualisiere gerade mal meine Excelübersicht mit den regelmäßigen Ausgaben und werde dann mal überlegen was zur Rente wegfällt, BU, Unfall?, LV, Rentenvers. 2. Wagen-Versicherung?

    Wie gesagt ist alles noch nicht bis zum Ende durchdacht.


    Die Frage gerade ist ob man in meinem „Alter“ noch nen Sparplan abschließen sollte?

    Alternativ könnte ich auch noch einen schon ewig laufenden Ratensparvertrag kündigen und daraus eine Einmalzahlung tätigen. Aber der Sparvertrag bringt umgerechnet 1,45% Zinsen und wäre quasi neben dem Tagesgeld soetwas wie eine Notfallreserve. Der Sparvertrag hat nen Staffelzinssatz auf die jährliche Sparrate von mittlerweile 15% ab nächstes Jahr 20%. Nur gibts auf die angesparte Summe den aktuellen Sparzinssatz (0%} und die Zinsen werden ausgeschüttet.

    Das gute an den 0% Zinssatz ist das auch keine Vorfälligkeitszinsen anfallen und das Geld so täglich verfügbar ist.


    Rente ist auch kein einfaches Thema :-(


    Nachtrag:

    Ich habe auch schon mal einen Auszahlungsplanrechner bemüht.

    63 Rente aber dann Kapitalaufzehrung 20 Jahre? 25 Jahre dann wären wir 88. Lebt man da noch? Was kann man da noch? Braucht man ehr weniger Geld?

  • Ich habe auch schon mal einen Auszahlungsplanrechner bemüht.

    63 Rente aber dann Kapitalaufzehrung 20 Jahre? 25 Jahre dann wären wir 88. Lebt man da noch? Was kann man da noch? Braucht man ehr weniger Geld?

    Moin Marcus_II

    wie Kater.Ka schon erwähnte, kann niemand eine "Lohnt sich...? - Frage" ohne Kenntnis der Gesamtsituation beantworten.

    Mit der Gesamtsituation ist gemeint, die derzeitigen Vermögenswerte und Einkünfte, sowie die Ausgaben in einer Übersicht zu erfassen und jene Werte auf die künftige Situation zu projizieren. Als Ergebnis wirst du u.a. auch eine Rentenlücke definieren können und, sofern sie (vermutlich) vorhanden sein wird, erkennen in welcher Höhe sie zu schließen wäre. Im zweiten Schritt gilt es dann, die verschiedenen "Vorsorge- oder Vermögensaufbau-Elemente" kritisch zu bewerten und entsprechend mit Umschichtungen und ggfs. Ergänzungen zu reagieren. Dabei ist jetzt schon klar, dass wir künftige Entwicklungen nur annehmen können... und deshalb tunlichst von Jahr zu Jahr die Entwicklungen korrigieren sollten.


    Prinzipiell sind Auszahlungsplanrechner oder Varianten mit komplettem Kapitalverzehr nur für Leute geeignet, die über zuverlässige Kristallkugeln verfügen... oder bewusst einen Zwangsfrugalismus in Kauf nehmen, falls sie mit Alter X den Löffel nicht "planmäßig" abgegeben haben.


    Meiner Meinung nach, und da bin ich offenbar kein Einzelgänger, sind vernünftige Entnahmepläne angesagt, bei denen Prozentsätze X in Cash und Y in Sachinvestitionen laufen. Auf deine Frage bezüglich der daraus resultierenden Anlagedauer ergibt sich die Antwort "auf ewig"...

    Insofern und unabhängig von den Dimensionen kannst du mMn durchaus einen weiteren Sparplan (auf ETF) laufen lassen; du wirst ihn eh nicht mit 63 komplett auflösen ;-)

  • Ich schließe mich der Anregung von JDS an, erst mal eine Planung zu machen und dann zu entscheiden. Den Sparplan mit 51 finde ich im Grundsatz OK: ich bin älter und habe Sparplan und hohe Aktienquote und habe nicht vor, die mittelfristig zu reduzieren.

  • Mmh... da ich die Rentenversicherung auf ETF umgestellt habe existiert ja quasi ein Sparplan indem monatlich zu den schon vorhanden 68000€ zur Zeit 404€ monatlich dazukommen, Steigerung der monatlichen Rate liegt bei 4% p.a.


    Was für eine Summe kann man wenns gut läuft halbwegs realistisch daraus erwarten?


    Zusätzlich zur Rente sollten bei 2% Inflation 1900€ kommen, muss nicht auf ewig sein, mir würden 30 Jahre reichen.

    Die LV bringt garantiert 113k€


    Die Rentenversicherung ist steuerfrei und kann bis 2045 laufen, Einzahlende ist 2035.

    danach sollten die Anteile weiterhin jährlich steuerfrei Gewinn machen können, wenn man sie nicht entnimmt.


    Und dann habe ich Anfang der Woche 20.000€ in einen MSCI EFT gesteckt.

    Dazu kommen noch ~900€ Mieteinnahmen.

    Beide Häuser sind schuldenfrei.


    Jahresbrutto liegt bei ~65000€, habe Anfang letztes Jahr nen neuen Job im öffentlichen Dienst angefangen, wollte es etwas rühriger haben. Geld ist nicht alles, mittlerweile geht Freizeit vor.

  • Mmh... da ich die Rentenversicherung auf ETF umgestellt habe existiert ja quasi ein Sparplan

    Frage mal ab, wie sich die Kapitalabfindung bei Beitragsfreistellung entwickeln würde; dann weißt du mehr dazu, wie schlecht sich dein Kapital in diesem Vertrag vermehrt.

    Glaube nicht, dass die 404€ dem Sparanteil entsprechen, der in ETF investiert wird!

    Die 68k werden sich in 12 Jahren, wenn's bei dem Versicherer läuft, maximal auf das 1,5Fache erhöhen, also ungefähr auf 100k... was vermutlich einer (mageren) Leibrente von um die 200€ entsprechen dürfte. Privat organisisert würdest du eher bei rund 330€ liegen, ebenfalls lebenslang bzws. sogar darüber hinaus.


    Wenn du die 404€ (ohne Dynamik) in einen breit streuenden ETF packst, darfst du mit rund 90k nach 12 Jahren rechnen; das entspricht einer privat orgnisiserten Rente von rund 300€ (brutto).



    Die 113k aus der LV dürften lebenslänglich (und länger) rund 370€ monatlich bringen.


    20k im ETF dürften in 12 Jahren auf etwa 46K anwachsen...


    Bei den Mieteinnahmen würde ich auch mit einer moderaten Steigerung rechnen...


    Wenn du mehr Sicherheit einkalkulieren magst, würde ich statt mit 4%igen jährlichen Entnahmen aus dem Depot mit lediglich 3% rechnen. Dann bis du jetzt allerdings schon nicht ganz dabei. Kannst du insgesamt 15% deiner Arbeitseinkünfte in einen ETF stecken?


    Bei einem solchen Entnahmeplan ist berücksichtigt, dass die "private Rente" jährlich um gut 2% gesteigert werden kann. Nach 30 Jahren "Laufzeit" ist dann immer noch genug Geld im Depot, damit du dir zum Beispiel LED-Leuchen in den Sarg einbauen lassen kannst... dann isses da drin nicht so dunkel ;-)

    Eventuell fällt dir aber noch eine sinnvollere Verwendung des "Überschusses" ein ;-)


    Also... bis dato wirst du die anvisierten etwa 1900€ pro Monat nicht erreichen...

    Rechne dir das Ganze ruhig mal genauer aus und berücksichtige dabei dein/euer Gesamtvermögen (Nettovermögen) und die erwarteten Einkünfte.

  • Mmh... ich werde das nächste Woche mal genauer durchrechnen.

    Mein Ansatz war bisher so grob wie folgt:


    Die 68k plus die 20k macht 88k

    Wenn ich die als Startkapital in den Sparplanrechner hier bei Finanztip eingebe, dazu dann mit 350€ monatliche Einzahlung über 12 Jahre bei 8% Zinsen rechne ergeben das 304k Vermögen. Ist das zu optimistisch? Bei dem ETF-Anteilen der Rentenversicherung werden zu keiner Zeit Steuern abgeführt. Sollte also eine höhere Rendite haben. Normalerweise gehen ja vom jährlichen Gewinn 25% Steuern ab.


    Die über 30 Jahre ausgezahlt macht monatlich ~1400€

    Plus 600€ Nettomiete und da ich ja jetzt im öffentlichen Dienst bin noch Rente aus der BVL min 250€ hängt davon ab ob ich mit 63 raus bin oder nicht und welche Gehaltserhöhung noch kommen. So komme ich auf monatlich 2250€.



    Dabei habe ich die 113k aus der LV noch nicht mit eingerechnet und es gibt noch von einem ehemaligen Arbeitgeber noch Stand heute, 11k die in Fonds angelegt sind, ich hoffe da mal auf 20-25k


    Habe ich da einen groben Fehler in meinen Überlegungen?


    Auf die gesetzliche Rente werden Lohnsteuer und die Hälfte des Krankenkassenbeitrags fällig, Pflegeversicherung? Bei der Betriebsrente ist das auch so.

  • Sollte also eine höhere Rendite haben. Normalerweise gehen ja vom jährlichen Gewinn 25% Steuern ab.

    Neeee...

    Noch werden bei uns Buchgewinne nicht versteuert! Steuern fallen auf realisierte Gewinne an, also bei Verkauf von Anteilen!

    Heißt... die nicht gezahlten Steuern (auf Buchgewinne) bleiben quasi im Topf und machen weiterhin Junge... sofern die Kurse steigen.

    Einen Teil der Buchgewinne kann und sollte man aber im Rahmen der Möglichkeiten realisisern und sie somit steuerfrei wieder reinvestieren. Kater.Ka kann dir das gerne mal verklickern.

  • Obacht Marcus, wenn Du einen ETF-Sparplan in einen Versicherungsmantel packst, wird die Rendite nicht höher sondern niedriger. Die Versicherung und ihr Vertrieb wollen schließlich auch was verdienen, und das wird von Deinen Beiträgen abgezwackt. Der Rest wandert in den ETF. Bei langen Laufzeiten fressen die jährlichen Kosten meist die erhofften Steuervorteile mehr als auf.


    JDS hatte das oben schon mal in Zahlen verglichen, aber ich erlaube mir, das nochmal zu betonen, weil Du in Deiner Antwort nicht darauf eingegangen bist.

  • Mmh... dann werde ich dort nochmals anrufen müssen, mir ist klar das die daran verdienen wollen,

    A0YEDG Und A0RPWH sind die beiden ETFs in die das Kapital und die Sparrate jetzt stecken.

    Sind die verpflichte mir auf Nachfrage eine Übersicht der Kosten zukommen zulassen?

    Es ist ein alter Gerlings Vertrag der mittlerweile zur HDI gehört.

    Ich kann den Vertag jederzeit ohne Verluste kündigen und mir auszahlen lassen, das hatte ich auch schon vor wie er noch in gemanagte Fonds investierte, da ich das aber umstellen konnte bin ich davon ausgegangen das der Vorteil der Steuerfreiheit überwiegt.


    Ich bin in meiner Rechnung ja von 350€ monatlich ausgegangen, mehr sollten die doch wohl nicht abzweigen, aber ich kläre das.

  • Wenn ich die als Startkapital in den Sparplanrechner hier bei Finanztip eingebe, dazu dann mit 350€ monatliche Einzahlung über 12 Jahre bei 8% Zinsen rechne ergeben das 304k Vermögen. Ist das zu optimistisch? Bei dem ETF-Anteilen der Rentenversicherung werden zu keiner Zeit Steuern abgeführt.

    Sparplän auf ETF und Rentenversicherungsverträge sind ungefähr so ähnlich wie Äpfel und Birnen!

    Bei den Versicherungsverträgen wandern nicht die Einzahlungen, sondern nur die sog. Sparanteile in Fonds resp. ETF. Kostenstrukturen werden regelmäßig verwässert.

    Gehe mal davon aus, dass wenigstens um die 10% der gezahlten Beiträge auf der Strecke bleiben.

    Und Renditen von um die 8% sind für uns vorsichtigen Planer überzogen. Die Buy-And-Hold-Fraktion rechnet mit Renditen zwischen 6 und 7% auf lange Sicht. Wenn mehr rumkommt wird sicherlich nicht gemault ;-)

  • Hallo.


    Je nach Ausgangseinkommen verliert man bei einer Arbeitsreduzierung um 20% pro Jahr maximal ca. 14 Euro an zusätzlichem Rentenanspruch. (Das käme gegenüber der Arbeit in Vollzeit weniger dazu.) Die 14 Euro errechnen sich, wenn man vorher genau an der Beitragsbemessungsgrenze verdient hat. Hat man vorher schon weniger, machen die 20% weniger Unterschied aus. Hatte man vorher mehr, so entfällt ein Teil der Kürzung auf den Bereich oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze, kann also keinen Unterschied bedeuten.

  • Mir geht es da ehr um die Frage wie sich die Kombi von 80% Stelle und vorzeitiger Rente aussieht.

    Ich habe mit 17 eine Ausbildung angefangen und seitdem durchgehend Rentenbeiträge eingezahlt.

    Habe also mit 63 ca. 46 Beitragsjahre zusammen.

    Könnte also mit 65 ohne Abzüge in Rente gehen.

    Wenn ich jetzt mit 63 aufhöre habe ich dann 7,2% Abschlag oder die vollen 14,4% für vier Jahre früher in Rente?


    Das sollte mir die Rentenberatung sagen können. Allerdings ändert sich die Rechtsgrundlage da auch schon mal :-(

  • Die Altersrente für besonders langjährig Versicherte kann nicht vorzeitig in Anspruch genommen werden. D. h. alles, was vor 65 beginnt, ist eine andere Rente und hat Abschläge von 67 rückwärts gerechnet (es sei denn Schwerbehindertenausweis mit GdB min. 50).

    Also eher 14,4% Abschlag. Die Abschläge kann man durch Extrazahlungen ausgleichen. Dass man X Monate früher aufhört einzuzahlen, kann man nach Rentenbeginn ausgleichen, macht aber eher niemand.

    Mit Abschlägen gehen, eine Zeitlang weniger verdienen und früher aufhören einzuzahlen, kann dazu führen, dass man die Prognose aus Renteninformation/Rentenauskunft deutlich verpasst.


    Die Beratung wird es klären. :thumbup:

  • Ok, ich werde mich erstmal dahinter klemmen was ich realistisch an Rente zu erwarten habe. Daraus ergibt sich dann eine Rentenlücke die geschlossen werden muss.


    Dazu eine andere Frage, wir haben eine Doppelhaushälfte die vermietet ist.

    Baujahr 1954, 1997 fast komplett Kernsaniert. Bei uns im Hinterland laut Makler der Volksbank kann man mit rund 250000€ Verkaufserlöse rechnen.


    Die Heizung war damals 4 Jahre alt, die meisten Fenster auch, Haustüre und Wohnzimmer fenster wurden von uns beim Umbau gegen bodentiefe getauscht, das bedeutet aber auch der Kram ist mittlerweile auch 24-28 Jahre alt. Kleinigkeiten wurden fortlaufend gemacht, aber auch die Türen innen müsste man austauschen wenn der Mieter mal ausziehen würde. Grob geschätzt 40-60k€ invest.

    Mieteinnahme gut 10k p.a. Könnte höher sein aber der Mieter ist ein ehemaliger Kollege und wohnt schon 17 Jahre im Haus.


    Die Frage die wir uns stellen wann verkaufen? Brauchen ja keine zwei Häuser auf dem Sterbebett ;-)


    Wäre es eine sinnvolle Variante das Haus zu verkaufen und das Geld in EFTs zu stecken?

    Grundsätzlich gehen wir davon aus das wir irgendwann beide Häuser verkaufen werden.

    Wir wohnen sehr ländlich, da ist man ohne Auto aufgeschmissen, und ob das ü80 noch möglich/sinnvoll ist wird sich zeigen.


    Fragen über Fragen ;-)

  • Wäre es eine sinnvolle Variante das Haus zu verkaufen und das Geld in EFTs zu stecken?

    Grundsätzlich gehen wir davon aus das wir irgendwann beide Häuser verkaufen werden.

    Wir wohnen sehr ländlich, da ist man ohne Auto aufgeschmissen, und ob das ü80 noch möglich/sinnvoll ist wird sich zeigen.

    Na ja... auf den aktuellen Wert der DHH erzielt ihr eine Brutto-Mietrendite von 4%... was nicht zu verachten ist.

    1) Würden sich 40 bis 60k, die für die Modernisierung zu investieren wären, 1 zu 1 im Verkaufspreis niederschlagen?

    2) Wenn ihr 1 mit einem klaren Ja beantworten könnt, fragt sich, ob ihr 4 bis 6 Jahre im übertragenen Sinn auf die Mieteinnahmen verzichten könnt und

    3) ob sich die "Wertsteigerung" im Mietzins niederschlagen würde.


    Ob mit oder ohne Modernisierung würde sich der Wert der Immo in 12 Jahren (vermutlich) um etwa 30% nach ober verbessern. Die Mieteinnahmen von 4% p.a. (brutto) auf 12 Jahre darf man dabei nicht vergessen.

    Im Fonds kann man im gleichen Zeitraum mit einem Wertzuwachs von 120 bis 150% rechnen...


    ... wobei der Wert der Immo wenig volatil sein wird, der des Depots aber durchaus volatil sein wird... dessen muss man sich bewusst sein.


    Aus dem Bauch heraus würde ich die Immo verticken, mir aber gleichzeitig Gedanken um den "sicheren" Anteil (des Gesamtvermögens) machen und einen entsprechenden Entnahmeplan zimmern.

  • Zum mir, 51 Jahre, verheiratet, keine Kinder, Alleinverdiener.

    Ich möchte mit ca. 63 Jahren in Rente gehen. Das sind noch runde 12 Jahre.

    Eventuell werde ich vorher schon auf eine 80% Stelle wechseln.

    Lohnt es sich für mich noch einen ETF-Sparplan abzuschließen?

    Natürlich lohnt es sich auch in unserem Alter noch der Abschluss eines ETF-Sparplans! ;)

    Man sollte sich jedoch realistische Renditeziele setzten. Ich bin jetzt seit fast 2 Jahren mit meinem ETF-Depot dabei und habe natürlich zuvor eine Finanzplanung gemacht. Um mein 1. Ziel (Rente mit 63) zu verwirklichen 'reicht' mir eine Rendite von 6% p.a. locker aus.

    Alles darüber wäre dann das Sahnehäubchen. :)

    Ich sehe mein ETF-Depot auch nicht als Projekt bis zur Rente, sondern als Begleitung bis zum Ende meiner Tage an. Bis 63 plane ich die Investitionsphase, der dann hoffentlich eine ca. 25 jährige Entnahmephase folgt. Ja, ich plane ganz bewusst einen 'Vermögensverbrauch' ein, da ich nicht 'vermögend' auf dem Friedhof landen möchte.

    Da bei der Rente mit 63 aktuell 14,4% Abschlag auf mich zu kommen, überlege ich aber auch schon, ob nicht eine Ausgleichszahlung in die GRV auch sinnvoll ist. Ich habe mir lange die Frage gestellt, ab wann es sinnvoller wäre lieber in die GRV einzuzahlen statt das Depot zu füttern.

    Der Georg hat auf Seinem Blog zum Glück eine Auswertung veröffentlich, ab welchem Alter eine Zahlung in die GRV 'sicherer' bzw. sinnvoller ist, als eine Investition in ein ETF-Depot.

    Aktien-ETF mit Entnahmestrategie oder gesetzliche Rente – was ist vorteilhafter? - Finanzen? Erklärt! (finanzen-erklaert.de)

    Ich für meinen Teil werde auf jedem Fall die nächsten 5 Jahre erstmal maximal mein ETF-Depot besparen. Dann sehen wir weiter...