Wann sollte ich meine Berufsunfähigkeitsversicherung kündigen

  • Hallo,

    das Thema BU-Versicherung scheint ja fast nur aus Beiträgen von oder über Dr. Schlemann zu bestehen, ich stelle aber trotzdem mal meine Frage an die Community:

    Ich möcht Ende 2022 mit 63 (und einigen Abschlägen) in Rente gehen.

    Würde es nicht Sinn machen, meine BU-Versicherung (ohne Kapitalbildung) schon jetzt zu kündigen?

    Für den Fall der Fälle wäre ich doch bis zu 18 Monate durch Krankengeld abgesichert.

  • Würde es nicht Sinn machen, meine BU-Versicherung (ohne Kapitalbildung) schon jetzt zu kündigen?

    Für den Fall der Fälle wäre ich doch bis zu 18 Monate durch Krankengeld abgesichert.

    "Krankengeld" wird doch bei einer vorübergehenden AU gezahlt, oder nicht? Wenn eine BU festgestellt wir, enfällt doch die Leistungspflicht der Krankenversicherung, oder?

    Außerdem ist ja wohl auch die Höhe der Leistungen entscheidend...

    Da ich, wie viele andere Leute hier, keine BU mehr benötige und mich nicht auf dem Laufenden gehalten haben, was BU betrifft, wäre die Beurteilung durch einen Spezialisten, der sich permanent mit dieser Thematik befasst, durchaus nicht verkehrt.

  • Aus meiner Sicht kannst du die BU definitiv kündigen.

    Du musst lediglich für dich beantworten, ob dir dein Krankengeld reicht.

    Ich verfolge den selben Plan.


    Sicherlich wird die unabhängige Finanztipempfehlung Dr. Schlemann, als Profi auch noch Tipps/Meinungen zu diesem Thema haben. Bin gespannt..

  • Hallo puetzfu , bei der Einführung bin ich mir nicht ganz sicher, ob Sie Ihre Frage gerne von mir beantwortet hätten oder lieber von der Community? :)


    JDS hat schon richtig beschrieben, dass sich BU Leistungen und Krankengeld begrifflich ausschließen, das Krankengeld ersetzt also nicht die BU, geht dieser aber häufig voraus.


    Sobald Sie "Ihr Schäfchen im Trockenen" haben und ein Unfall oder eine längere Erkrankung Sie finanziell nicht mehr ins Schleudern bringen, könnten Sie Ihre BU eigentlich kündigen. Das mag bei Ihnen der Fall sein.


    Für „kaufmännisch Denkende“ mag noch die höhere Wahrscheinlichkeit eine Rolle spielen, von einer BU-Rente im höheren Alter zu „profitieren“. Der BU Beitrag ist ähnlich kalkuliert wie der Beitrag in der privaten Krankenversicherung , d.h. in jungen Jahren zahlen Sie einen Beitrag, der über Ihrer individuellen BU-Wahrscheinlichkeit liegt und im Alter ist Ihr Risiko höher, als Ihr Beitrag. Mit der Ersparnis aus den jüngeren Jahren wird die Beitragsstabilisierung im Alter bezahlt, so dass der Beitrag konstant bleibt. Das heißt letztlich, dass die Jahre ab 60, für die Sie in jüngeren Jahren bereits einen höheren Beitrag bezahlt haben, für Sie rechnerisch die „lohnendsten“ sind.


    Bei Ihrer individuellen Wahrscheinlichkeitsrechnung spielt natürlich auch noch eine Rolle, wie fit Sie noch sind und ob Sie gefährlichen Tätigkeiten / Hobbies nachgehen. Hier mal ein Rechenbeispiel, das Sie auf https://www.wie-ist-mein-bu-risiko.de/#risiko individualisieren können :)



    Hilft das bei Ihren Überlegungen?

    Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung GmbH & Co. KG - Spezialisten für Private Krankenversicherung, Berufsunfähigkeit, Altersvorsorge, Geldanlage. Angaben gem. § 11 VersVermV, § 12 FinVermV: schlemann.com/erstinformationen. Beiträge in der Finanztip Community erstelle ich mit größtmöglicher Sorgfalt, jedoch ohne Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen, deren Nutzung auf eigene Gefahr erfolgt.

  • Sobald Sie "Ihr Schäfchen im Trockenen" haben und ein Unfall oder eine längere Erkrankung Sie finanziell nicht mehr ins Schleudern bringen, könnten Sie Ihre BU eigentlich kündigen. Das mag bei Ihnen der Fall sein.

    So sehe ich es auch. Risiken, die ich nicht tragen kann, versichere ich, die anderen Risiken trage ich.


    Wenn der Anspruch auf Krankengeld besteht bis eine Rente beginnen könnte beziehungsweise die Rücklagen von heute bis Rentenbeginn reichen, dann könnte man die Berufsunfähigkeit als Risiko definieren, welches man selbst tragen und daher nicht versichern muss.


    Nur mit dem Blick auf den Kalender würde ich das nicht entscheiden wollen, ins Portemonnaie müsste man auch schauen. ;)