Zwei ETFs auf den MSCI World zur Altersvorsorge?

  • Guten Abend,


    Ich bin gerade dabei eine private Krankenversicherung abzuschließen. Ich zahle aufgrund meines Berufes in ein Versorgungswerk und nicht in die gesetzliche Rentenkasse ein, weshalb ich im Alter keine wirklichen Zuschüsse zur Krankenversicherung bekomme (egal ob privat oder gesetzlich versichert).


    Mir wurde jetzt ein Beitragsentlastungstarif angeboten, der viele Steuervorteile hat, aber den Betrag den ich jetzt mehr einzahle, damit ich im Alter eine Beitragsreduktion erhalte, muss ich bis zum Tod weiterzahlen.


    Ich habe bereits einen ETF auf den MSCI World zur generellen Vorsorge im Alter.


    Meine Frage ist: ist es sinnvoll einen zweiten ETF auf einen MSCI World zu starten damit dann zum Beispiel für die steigenden Beiträge im Alter vorzusorgen. Falls ich dann doch mal zu Geldnot komme, will ich auf keinen Fall das Geld für die Krankenversicherung im Alter angreifen und wenn ich alles in einen ETF investiere, denke ich ist es nicht möglich am Ende zu sagen, was ist für die Krankenversicherung, was für sonstige Ausgaben im Alter


    Vielleicht hat ja jemand von euch schon einmal eine ähnliche Situation gehabt und ein gute Lösung gefunden


    Ich freue mich auf eure Antworten und Schönen Abend euch noch :)

  • Zum Sinn und Sicherheit dieser Krankenversicherung kann ich nichts beitragen.


    Zur Rücklagenbildung mache ich so was ähnliches, indem ich meine Hausrücklage in einem separaten ETF parke. Das erspart die Nebenbuchhaltung, d.h. man muss sich nicht aufschreiben, welcher Anteil in einem großen Topf für die allgemeine Anlage und was für die Rücklage ist.

  • Meine Frage ist: ist es sinnvoll einen zweiten ETF auf einen MSCI World zu starten damit dann zum Beispiel für die steigenden Beiträge im Alter vorzusorgen. Falls ich dann doch mal zu Geldnot komme, will ich auf keinen Fall das Geld für die Krankenversicherung im Alter angreifen und wenn ich alles in einen ETF investiere, denke ich ist es nicht möglich am Ende zu sagen, was ist für die Krankenversicherung, was für sonstige Ausgaben im Alter

    Moin,

    den Aspekt und Vorteil des Wegfalls der Notwendigkeit zur "Buchhaltung" hat Kater.Ka ja schon erwähnt.

    Ein weiterer, zusätzlicher ETF (der Gleiche bei einem anderen Broker oder ein Zwilling beim derzeitigen Broker/im gleichen Depot) ist aber nicht nur wegen der Trennung der Töpfe von Vorteil, sondern auch sinnig, um die steuerlichen Möglichkeiten bequemer auszuschöpfen.

  • welche steuerlichen Vorteile hat es denn wenn man zwei ETFs hat? Meinst du zB dass man einen thesaurierenden und einen ausschüttenden haben würde ?

    Ich dachte nicht an Thesaurierer und Ausschütter, sondern eher daran, jährlich die 800 ungerade oder 1600 ungerade mit jungen Anteilen realisieren zu können.

    Kater.Ka kann dir das genau erklären... ich bin nicht so dolle im ETF-Geschäft ;-)

  • Es gibt wie immer mehrere Aspekte:

    Wenn man irgendwann mal einen Teilverkauf macht werden aus einer Depotposition steuerlich immer die ältesten, i.d.R. also die mit dem höchsten Wertzuwachs verkauft und damit relativ viele Steuern abgezogen. Wenn vorher dann alle paar Jahre einen anderen ETF / in eine andere Depotposition gekauft hat, kann man die ältesten Anteile aus der neuesten Tranche mit entsprechend niedriger Steuerlast verkaufen.


    Das andere ist das Rollen (Kauf und sofortiger Neukauf) von so vielen Anteilen, dass der Freistellungsauftrag ausgenutzt wird. Da muss man genau wissen welche Anteile man wann gekauft hat. Bei Bedarf mal diesen Thread lesen. Thesaurierender ETFs und die perfekte Ausnutzung des Steuerfreibetrags


    Die einfachere Variante davon ist einen Ausschütter bis ca. 25 T€ zu besparen, dann reicht der Freistellungsauftrag ca. 15 Jahre lang.