Osram Aktie unverkäuflich?

  • in meinem Depot liegen immer noch einige Osram Aktien, die mittlerweile nicht mehr an der Börse gehandelt werden. Ein Übernahmeangebot zu einem lächerlich geringen Kurs hatte ich nicht wahrgenommen. Nun wird der Wert in den einschlägigen Internetseiten deutlich höher und akzeptabel angegeben, doch der Verkauf - weil nicht mehr über die Börse gehandelt - erscheint schwierig bis unmöglich.

    In einem Schreiben wird eine Firma genannt, die die Aktien zu dem angegebenen Kurs kaufen würde, jedoch ist dies an eine Reihe von Bedingungen geknüpft von denen ich zumindest eine nicht erfüllen kann: Sie würden ggf. mindestens 1000 Aktien kaufen, aber nicht weniger; dabei habe ich nur so um die 300.

    Ein Kontakt über die angegebene Telefonnummer war möglich, das Ergebnis: Eine amerikanische Firma würde sich bei mir melden - was sie nicht getan hat.

    Neben der Frage: Was tun?

    Investor Relations von Osram antwortet gar nicht. Legt bei mir den Schluss nahe, dass die Firma am Ende sein könnte (Konkurs, doch noch 'Heuschrecken' im Anzug?)

    Stellt sich die prinzipielle Frage: gibt es da einen Rechtsanspruch oder sind Aktien, wie es wohl auch die Mehrheit der Deutschen immer noch sieht, immer noch Wild Wild West? Namhafte Firmen schützen nicht vor einem Reinfall, schließlich war das mal Siemens.

    Danke für Hinweise.

  • Hallo, ich habe keine Osram Aktien, aber in meinem Comdirect Depot könnte ich welche kaufen, und zwar an der Börse Hamburg (WKN ”LED400”, das sind die, oder?). Der Kaufkurs liegt um die 55 EUR.


    Jetzt würde ich im Umkehrschluss annehmen: Wenn ich die Dinger da kaufen kann, dann könnte ich sie dort wahrscheinlich auch verkaufen? Ausprobieren kann ich aber nicht, weil ich wie gesagt keine habe und auch keine kaufen möchte.


    Wild Wild West: Ja. Deshalb ist ja auch überall die klare Empfehlung, als “normaler” Anleger keine einzelnen Aktien zu kaufen, sondern nur in breit streuende Fonds/ETF zu investieren.