Riester-Frage - Weg davon sinnvoll?

  • Guten Tag,

    ich bin mit meinem Riester-Latein am Ende und ersuche deswegen in diesem Forum etwas Licht zu bekommen :-)

    Ich versuche den Fall so einfach wie möglich darzustellen:


    Frage

    Ist die von mir angedachte Strategie die Richtige? Oder gibt es eine bessere Alternative?


    IST Situation

    - Ich habe einen Riester-Bausparvertrag seit 2017. Darauf habe ich 0 € eingezahlt und entsprechend 0€ Riester-Zulagen bekommen. Insgesamt bezahle ich aktuell nur die Kosten an die bank.

    - Vor 2017 hatte ich jahrelang einen Riester-Sparplan, dessen Betrag ich komplett als Eigenkapital für Wohnungskauf verwendet habe (natürlich ist alles über Wohnkonto sauber abgebildet worden).

    - Meine zwei Kinder laufen aktuell über den o.g. Bausparvertrag (potentiell 600€ Zulagen/ano)

    - Insgesamt habe ich ca. 754€ pro Jahr an Zulagen seit 2017 nicht bekommen (Kinderzulage + meine Zulage)

    - Meine Frau hat seit Ewigkeiten eine normale Riesterversicherung, ohne Kinder

    - Ich bin 47 und meine Frau 42, also nicht mehr die jüngsten.


    Meine überlegte Strategie

    - Die Riester-Kinder-Zulagen (also 600€) sollen zurück zur Mutter gehen. Mutter bekommt somit mehr Rente

    - Ich schließe den Bausparvertrag und riestere nicht mehr (verliere also "meine" 154€ Zulagen je Jahr)

    - Ich spare künftig woanders, z.B. ETFs & Co.


    Begründung der Strategie:

    - Ich hasse intransparente Versicherungsprodukte, deswegen mag ich nur Produkte mit voller Transparenz, einigermaßen gute Renditechancen, sehr geringe Kosten und real-time-Statusabfrage: bei mir würden Riester-Sparpläne mit ETFs gehen. Diese existieren jedoch nicht in der Wirklichkeit

    - Die nachträgliche Besteuerung im Alter habe ich nicht verstanden. Soll dennoch heftig sein. Gemäß Tabelle werde ich zu 100% meine Einkünfte im Alter besteuern. Das erschreckt mich auch

    - Der Bausparvertrag werde ich voraussichtlich nicht zur Finanzierung brauchen: die Haben-Zinsen sind lächerlich


    Was meint ihr? Ist der "Verlust" meiner 154€ Zulage so dramatisch? Entgeht mir etwas in der o.g. Konstellation? (Familie, 2 Kinder)


    Bei Rückfragen gerne melden.

    Vielen Dank für jede sachkundige Idee

    Viele Grüße

    Fabian

  • Hallo.


    Die Kinderzulagen sollten definitiv dort verbucht werden, wo auch die Grundzulage gewährt wird, ansonsten kommen die ja auch bei 0 heraus.


    Riester lohnt sich nicht in jeder Situation und wenn man die Zulagen liegen lässt, dann erst recht nicht.


    In den allermeisten Fällen wird man mit einem 08/15-Welt-ETF besser fahren als mit einem Riestervertrag. Flexibler ist man definitiv.

  • Ich habe deine IST-Situation nicht ganz verstanden - aber darum geht es hier ja nicht.


    TO DO:

    - allgemein gilt: Es sollte der Riester bespart werden von der Person mit dem niedrigsten Einkommen - dann muss man weniger einzahlen; der Anteil der Förderung ist höher

    - Riester ohne Förderung: lohnt nicht

    - Riester mit ETF: schau hier im Finanztip-Forum - da gibt es eine lange Katastrophen-Geschichte


    Es gibt schon einen Grund einen Riester abzuschliessen, mit Minimal-Einzahlung..
    - betrifft den Katastrophenfall "Tod"

    (Was passiert dann mit dem Riester einer Ehe-Partei?

    - kann sein, dass die andere Ehe-Partei dafür zumindest jährlich 10€ einzahlen in ihren Riester


    Aber da informiere Dich besser bei Leuten, die es genauer wissen (sollten)

    und ansonsten: Sparplan mit ETF - gute Wahl