Junges Glück - Gemeinschaftsdepot oder doch lieber zwei separate?

  • Wir haben ebenfalls 2 getrennte Depots und Konten.

    Das hat zum einen historische Gründe: Wir hatten beide schon Konto und Depot, bevor wir geheiratet haben. Und warum den Aufwand gehen und nach der Hochzeit alles zusammenlegen? Ich sehe keinen Vorteil im Gemeinschaftsdepot.

    Zusätzlich hat jeder eine Vollmacht für das Depot/Konto des jeweils anderen inkl. eigenen Zugangsdaten für dessen Depot. Somit kann ich mich auch um die Sparpläne meiner Frau kümmern, da sie daran ein eher geringes Interesse zeigt :)

  • Wir haben ein Gemeinschafts-Konto auf das jedes Monat über einen Dauerauftrag ein definierter Betrag überwiesen wird. Davon wird Miete, Versicherungen, aber auch Lebensmittel bezahlt (haben 2 Bankomatkarten). Daneben hat aber jeder noch sein eigenes Konto für eigene und auch private Ausgaben. Wir sprechen sehr offen darüber wer wie viel verdient und berechnen jedes Jahr dann einfach einen fairen Anteil wer wie viel auf das Gemeinschaftskonto überweist. Machen das vom Einkommen abhängig.

  • Bei uns landen alle Einnahmen auf dem gemeinsamen Girokonto und was nach Abzug von standardmäßigen Ausgaben und gemeinsamem Vermögensaufbau übrig bleibt, wandert zu gleichen Teilen auf unser beider Einzelkonten.

  • In 20 Jahren Ehe habe ich beides ausprobiert.


    Inzwischen haben wir jeder unser eigenes Depot und eigenes Girokonto zum Vermögensaufbau und für den Gehaltseingang.

    Vorteile:

    (1) jeder kann seinen eigenen Anlagestil umsetzen

    (2) keine ungewollten, ggf steuerpflichtigen Schenkungen bei zB Erbschaften


    Nachteil:

    Mindestens einmal pro Jahr Zusammenschau der Depots, um zu überprüfen, ob wir auf dem gemeinsam gesetzten Weg Richtung Altersabsicherung sind.


    Da überprüfe ich zB die sich ergebende Risikostruktur, Geographien und Währungen). Wir reden auch regelmäßig darüber, um ein gemeinsames Verständnis zu behalten. Da gibt es auch mal Konflikte, da wir durchaus unterschiedliche Anlagestile haben.


    Die täglichen Ausgabe laufen über ein gemeinsames Girokonto, auf das beide überweisen.


    Das "alte" Gemeinschaftsdepot gibt es auch noch, aber wir zahlen dort nicht mehr ein.

  • Hallo zusammen,


    meine Frau und ich stehen nach frischer Trauung auch vor der Entscheidung Gemeinschafts- oder Einzeldepots.


    Mein Verständnis war bisher, dass ein Gemeinschaftsdepot auch im Trennungsfall einfacher zu handhaben ist.


    Im Fall 2er Einzeldepots mit bspw "ich spare viel von meinem 'Taschengeld' und investiere ins Einzeldepot" vs "Partnerin verkonsumiert alles und hat geringeres Depot" , wird doch bei einer Trennung nicht mehr unterschieden werden können, wer bei dem Model der Zugewinngemeinschaft, mehr oder weniger gespart hat, und am Ende heißt es "Summe der Vermögenszuwächse auf beiden Einzeldepots wird jeweils 50/50 aufgeteilt ".


    Und das würde die sparende Person ja benachteiligen.

    Oder lieg ich falsch?


    Ich wäre im Moment Pro Gemeinschaftsdepot eingestellt, aber hier scheint die Mehrheit ja doch klar Einzeldepots.


    Danke für eure Hilfe beim Aufklären.