Endlich mit ETFs anfangen - Vanguard ESG Global All Cap

  • Moin,


    ich bin nun bereits seit Wochen dabei Youtubevideos zu verschlingen, Foren zu lesen und so weiter. Und zwar möchte ich endlich mal damit beginnen weiter fürs Alter vorzusorgen. Aktuell habe ich nur die gesetzliche Rente, und eine bAV am Laufen und muss da dringend ran.
    Allerdings bin ich auch kein Mensch dafür der sich permanent damit beschäftigen möchte und auch nicht wirklich am Ball ist was das angeht. Am liebstem möchte ich da einen Sparplan erstellen, und den dann die nächsten 30 Jahre vergessen und am Ende eine nette Altersvorsorge haben. So die Theorie ^^


    Was ich in den ganzen Videos und Threads gelernt habe ist das ETF hier das Maß der Dinge ist. Oft habe ich auch gehört das keep it simple, und Langzeitanlage wichtig sind. Bei mir wäre der Anlagehorizont aktuell 31 Jahre mittels Sparplan. Auch habe ich immer wieder die 70/30 Regelung gehört (MCSI World / MCSI Emerging Markets. Aber oft auch das ein ETF reicht.


    Ich tendiere aktuell nun stark zwischen zwei Lösungen. Einmal einen Sparplan auf einen ETF, oder einen Sparplan auf einen Roboadvisor der ggf. auch automatisch auf "sichere" Anlagen umschichtet umso mehr es aufs Alter zugeht.


    Was den einen ETF angeht habe ich nun zich Videos und Analysen gesehen, und bin jetzt relativ frisch über den Vanguard ESG Global All Cap UCITS ETF (USD) Accumulating - ISIN IE00BNG8L278 - WKN A2QL8U gestolpert was sich für mich eigentlich ganz gut anhöhrt. Ist nur ein ETF, also kein Rebalancing notwendig und die Rendite sieht auch ganz annehmbar aus.
    Allerings habe ich irgendwo den Gedanken ob ESG am Ende wirklich auch genauso gewinnbringend sein kann wie eben kein ESG/SRI. Die großen Player sind da ja warscheinlich nicht so gebunden mit und da dann nicht drin. Aber auf der anderen Seite glaube ich auch dass das ein Laienhafter und schlicht falscher trügerischer Gedankengang ist.


    Spannenderweise hab ich zu dem ETF hier aber noch nicht viel gefunden, vermutlich da er recht frisch ist. Daher dachte ich mir mach ich mal einen eigenen Thread auf.
    Was haltet Ihr von den ETF? Würdet ihr mir zustimmen dass das passt? Oder vielleicht doch einen anderen ETF(s), oder doch der Robo?


    Gruß & Dank!
    Nessy

  • Hallo Nessy , willkommen in der Finanztip-Community.


    Finanztip empfiehlt eine Ein-ETF-Lösung auf den MSCI World bzw. ACWI bzw. die Vanguard-Varianten bzw. einige nachhaltige Varianten. Die Empfehlungen finden sich hier mit weiterführenden Links https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/#c88518


    Generell empfiehlt Finanztip nur ETF, die fünf Jahre am Markt und ein gewisses Volumen haben. Daher ist der genannte ETF nicht dabei. Wenn er Dich anspricht würde ich ihn trotzdem als Sparplan nehmen.

    Allerings habe ich irgendwo den Gedanken ob ESG am Ende wirklich auch genauso gewinnbringend sein kann wie eben kein ESG/SRI. Die großen Player sind da ja warscheinlich nicht so gebunden mit und da dann nicht drin. Aber auf der anderen Seite glaube ich auch dass das ein Laienhafter und schlicht falscher trügerischer Gedankengang ist.

    MMn ist es eher umgekehrt, da z.B. die EU die Anlage nach ESG-Kriterien für große Anleger vorschreibt.

    oder einen Sparplan auf einen Roboadvisor der ggf. auch automatisch auf "sichere" Anlagen umschichtet umso mehr es aufs Alter zugeht.

    Finanztip empfiehlt nur sehr eingeschränkt Robos und zwar passive, die eben nur die Anlage und das Rebalancing abnehmen, aber keine aktiven mit Umschichtung s. https://www.finanztip.de/robo-advisor/

  • Hallo Nessy ,

    die sicheren Anlagen, die ich kenne, haben alle derzeit eine geringere Rendite als die Inflation. Ich bin seit 20 Jahren Rentner, und bleibe auch weiterhin bei den risikobehafteten Anlagen.

    Wenn ich keine Nachkommen hätte, sähe die Sache eventuell anders aus.

    Gott sei Dank stellt sich bei mir die Frage nicht.

    Gruß


    Altsachse

  • Moin,


    vielen Dank für die Rückmeldungen.

    Ich habe jetzt bei scalable einen Sparplan für den Vanguard ESG Global All Cap (IE00BNG8L278) in thesaurierender Form begonnen. Hoffe mal damit mache ich nix falsch :-)

    Ich überlege nun nur noch ob ich damit doch zur DKB wechsle damit ich alles unter einem Dach habe. Hätte für mich den Vorteil ich hab alles in einer Übersicht, und zudem muss ich mir über den Sparerpauschbetrag keinen Kopf mehr machen da ich den ja dann einfach bei der DKB mit vollen 801 beauftragen kann und fertig is. Auch wenn ich dann 1,50€ je Sparrate zahlen müsste :-/


    Mein Gedanke wäre jetzt den Sparplan einfach bis zur Rente laufen zu lassen (33 Jahre) und mir dann zu überlegen wie es damit weitergeht. Das einzige was ich ab und an vielleicht noch machen könnte wäre das erhöhen der Sparrate.


    Gruß & Dank
    Nessy


    27800BNG8L278

  • Ob es dir bei DKB+Scalable oder "nur DKB" besser geht, kann dir keiner sagen. Ich mache DKB + Comdirect und finde es ok.


    Die 1,50 Euro Mehrkosten für die Sparplanausführung bei DKB ist für deinen Vermögensstand in 33 Jahren sicher irrelevant.


    Ansonsten machst du alles richtig.

  • Hallo Nessy,

    ein Punkt der auch eine Rolle spielen könnte, ist das 'aus dem Kopf' bekommen.

    Ich habe mein Depot und Konto bei der DKB.

    Nun sehe ich bei jeder Anmeldung am DKB-Banking auch meinen Depotstand. ;)

    Ich komme damit bisher ganz gut klar, aber für manche Menschen mag es besser sein, nicht allzu häufig den Depotstand zu sehen. Gerade, wenn es an den Börsen mal wieder etwas turbulenter zugehen mag. Ist mehr ein 'psychologischer' Faktor, der aber beim Investieren auch eine Rolle spielt.


    Die Sparplankosten von 1,50€ bei der DKB spielen m.E. langfristig keine nennenswerte Rolle für den Vermögensaufbau sofern die Sparrate entsprechend hoch ist.