Kündigung des Sparkontos SpardaSpar seitens der Sparda-Bank West

  • Hallo,

    mir wurde seitens der Sparda-Bank West das Sparkonto SpardaSpar unter Einhaltung der Kündigungsfrist gekündigt. Bezug wurde auf die mögliche Kündigung ohne Gründe nach Ziffer 19 (1) der AGB gemacht und darauf hingewiesen, die Gründe ggf. bei der kontoführenden Filiale zu erfragen. Von der Filiale wurde ich vorab telefonisch informiert, dass demnächst eine Kündigung ausgesprochen wird. Als Grund wurde genannt: Ich hatte aufgrund der drohenden Zinsen Geld auf das Sparkonto umgebucht. Das wäre nicht Sinn der Negativzinsen gewesen, sagte man mir, dass man ihnen durch Umbuchung auf das Sparkonto (mit Zinssatz von 0.001 %) entgeht.

    Hat jemand im Forum eine ähnliche Erfahrung gemacht?

    Ich überlege, mich zumindest an die Ombudsstelle zu wenden. Denn ein Höchstbetrag auf dem Sparkonto war mir bis dahin nicht bekannt. Es wurde auch kein Höchstbetrag genannt.


    Vielen Dank für eine Rückmeldung, Gruß

  • Hat jemand im Forum eine ähnliche Erfahrung gemacht?

    Als ich mein erstes "kostenlose" Girokonto (andere Bank) beantragt habe, hat mir eine Kundenberaterin eine teure Premium VISA-Karte angeboten. Die hat mir erklärt, dass es sehr wichtig für die Bank ist, dass Neukunden für irgendwelche Produkte auch zahlen, sonst kann die Bank von "kostenlosen" Girokonten nicht leben.


    Sparda hat sehr gute Ratings (Fitch Ratings). Also ist die einwenig besser gegen Krisen geschützt, als andere Banken. Und auch das Filialnetz ist sehr gut. Beide Faktoren sorgen für hoche Unkosten und höchst wahrscheinlich reichen die Kontogebühren dafür nicht aus. Um diese Kosten zu begleichen bietet Sparda Bank andere Produkte auf Provisionsbasis, z.B. Fondssparen, Robo-Advisor, Bausparen, Privatkredit usw.

    Ich überlege, mich zumindest an die Ombudsstelle zu wenden

    kann man machen. Ich würde lieber bei der Bank anrufen und fragen, ob es möglich wäre die Kündigung rückgängig zu machen, da mir der Stress nicht Wert ist. Die meisten Banken lieben Kunden, die zusätzliche Produkte in Anspruch nehmen, eine Lösung wird es bestimmt geben. Alternativ kann man eine neue Bank suchen: https://www.finanztip.de/girokonto/ oder https://www.finanztip.de/tagesgeld/

  • Mach, dass du von der Sparda wegkommst. Der Umgang mit den Kunden dort ist eine Sauerei, wie man an diversen Erfahrungsberichten im Forum liest. Vor allem der kreative Umgang mit Urteilen (Kontoführungsgebühren, Wertermittlung bei Immobilienkrediten...).

  • Entschuldigung, neues Profil und nicht direkt Verstanden wie die Zitatfunktion richtig funktioniert. Eigentlicher Beitrag eins weiter unten.

  • Ich kann hier direkt "aktuelle"Informationen beisteuern.

    Am Donnerstag letzte Woche war ich bei meinem Sparda Bank West Berater um nochmals über die Zustimmung zu der Negativzins-Vereinbarung und Girokontogebühr zu diskutieren.


    Im Rahmen des Gesprächs meinte er, er könne mir nur den Tipp geben keine größeren Beträge auf das SpardaSpar Konto umzubuchen. Dieses wird im lauf des nächsten Jahres durch die Sparda Bank West abgewickelt. Jeder der meint er sei jetzt "schlau" und bucht Geld auf das Konto um den Negativzinsen zu entgehen bekommt die kündigung einfach wesentlich früher als die anderen.


    Das Gespräch verlief in Summe sehr Einseitig und man wollte mir direkt noch eine "Vermögensverwaltung" verkaufen, was nichts anderes als ein gemischter Aktienfond gewesen wäre.


    Mein Fazit aus dem Gespräch: Bank wechseln. Wird bei mir nur komplizierter aufgrund einer laufenden Immobilienfinanzierung aber spätestens wenn diese "durch" ist wird alles dicht gemacht.

  • Ich habe (noch) keine ähnlichen Erfahrungen gemacht, ich hatte aber überlegt es ähnlich zu machen wie du, um hohen Kosten durch Negativzinsen zu entkommen. Ich hatte tatsächlich sogar überlegt, ein Konto bei der SparDa-Bank dafür zu eröffnen, nachdem ich jetzt deinen Beitrag gelesen habe, bin ich damit lieber vorsichtig.

    In jedem Fall würde es mich freuen, wenn du uns auf dem Laufenden halten könntest, wie es weitergeht. Viel Glück! Falls ich etwas hilfreiches herausfinde, schreibe ich es hier

  • Hallo,


    mir ist es zumindest angedroht worden, deswegen lass ich meine SpardaSpar-Konten erstmal ruhen. Seit der Androhung der Negativzinsen habe ich mich aber über andere Anlageformen informiert, und mein Geld im Rahmen der zulässigen Verfügungen umgeschichtet. So sind in diesem Jahr immerhin schon über 300 Euro Wertpapiererträge zusammengekommen.

    Die hauseigenen provisionsbasierten Produkte mit dem blauen U sind da leider keine Alternative, denn die haben ein Verwahrentgelt von mehr als 1 % im Anteilspreis eingebaut, neben dem Ausgabeaufschlag von 3 bis 5 %. Wenn du hartnäckig nach einem Wertpapierdepot fragst, wird man dich aber an den Kooperationspartner Geno-Broker verweisen, der auch kostengünstige ETF erlaubt. Wobei es auch da noch andere Anbieter gibt, die günstiger sind.


    Ansonsten gibt es auch noch andere Banken, die aber inzwischen genausowenig Interesse an Sparkunden haben. Selbst die ansonsten hochgelobten Internetbanken kommen um Negativzinsen ab einem festgesetzten Freibetrag nicht herum. Aber du bist nicht verpflichtet, dein Geld ausschließlich zu einer Bank zu tragen.