Treibhausgas-Minderungsquote - Bonus für eAuto Käufer

  • Ich fahre selbst seit Dezember ein e Auto. Zuerst war ich auch gegen die Quote, doch als ich mich etwas schlauer machte erfuhr ich, sollte ich die THG Prämie nicht selbst beantragen wird der Staat für mein Auto diese Prämie beantragen. Also nutze ich es doch lieber selbst.

  • .... sollte ich die THG Prämie nicht selbst beantragen wird der Staat für mein Auto diese Prämie beantragen. Also nutze ich es doch lieber selbst.

    Und genau das stimmt ja nicht und es sind nur Plattitüden, die von den Agenturen / Quoten-Vermarktern offenbar absichtlich/fälschlich verbreitet werden. Der Staat wird und darf niemals in den Quotenhandel einsteigen, weil unsinning, kontroproduktiv und es das Gesetz zum THG Quotenhandel auf den Kopf stellen würde.

    Bitte sende uns den entsprechenden Paragraphen im Gesetzestexts mit deiner Behauptung. Ich finde dazu bislang nichts. Und der Zoll, als ausführende Behörde, kennt ihn offenbar auch nicht, hat keine entsprechende Dienstanweisung und greift demnach zu keiner Zeit in den Quotenhandel ein.

  • Der gehandelte THG Quotenpreis beträgt aktuell 400 Euro pro Tonne CO2. Rund 150 Euro davon behält

    die Agentur ein, ohne viel Aufwand zu haben. Nur die restlichen 250 Euro werden dem eAuto Besitzer erstattet. Die Strafzahlung der Mineralölindustrie liegt aktuell bei 600 Euro pro Tonne CO2. Die Industrei spart sich also 200 Euro pro nicht ausgeglichener Tonne CO2 - quasi für's nichts tun!!! Mit anderen Worten, die ursächliche Lenkungswirkung des Gesetzes/Handels wird unterlaufen. Die Mineralölindustrie verdient, die Agentur verdient, der eAuto Besitzer verdient - es wurde aber keine Ladestation gebaut, nicht mehr grüne Kraftstoffe angeboten und der Staat, also wir alle, gehen leer aus. Und obendrein muss der Zoll als kontrollierende Behörde mit hunderten Mitarbeitern und hohen Kosten zusätzlich und aufwendig die Zeche bezahlen. Das kann nicht dein ernst sein, dass wir das wollen, mögen und gierig ausnutzen, ohne dass wir im Klimaschutz einen Zentimeter vorankommen. Das erinnert an Cum-Ex Geschäfte und es wird m. E. lediglich eine Gesetzeslücke ausgenutzt.

  • Ob das Kind THG oder CO2 Emissionshandel heißt ist irrelevant. Das Prinzip ist das gleiche. A spart etwas ein und verkauft das Recht diese Einsparung rauszublasen an B. Damit das ganze funktioniert ist die Voraussetzung dass die Einsparung von A auch tatsächlich existieren und nicht per Federstrich unter Vernachlässigung der Physik (Elektroauto = 0) festgelegt wurden

    Nein, das sind zwei unterschiedliche paar Schuhe. Der Unterschied zum Emissionshandel ist, dass hier der Ankäufer eines CO2 Zertifikates, einen höheren Preis zahlen muss. Es werden bei CO2 Einsparungen jeweils Zertifikate aus den Handel genommen, wodurch sich der Zerifikatspreis stetig verteuert. Das hilft dem Klima.

    Anders bei der THG-Quote, wo nicht weniger, sondern zusätzliche THG-Quoten in den Handel kommen und zu eine billigeren Ablasszahlung führt, weil sich die CO2 Emittenten so um die Zahlung des höheren Preise bzw. Strafzahlung von 600 Euro pro Tonne CO2 drücken können. Der Verkauf unserer THG-Quoten führt zu mehr Qouten im Handel, also genau umgekehrt wie beim Zertifikatshandel, und verbilligt damit den Quotenpreis von 600 Euro auf 400 Euro. Das schadet dem Klima.

    Richtig wäre es, die Ölindustrie würde, anstatt die billigen Ablasszahlungen zu leisten, ausgleichend mehr grüne Kraftstoffe anbieten und mehr Ladesäulen errichten.

  • Die Mineralölindustrie verdient, die Agentur verdient, der eAuto Besitzer verdient - es wurde aber keine Ladestation gebaut, nicht mehr grüne Kraftstoffe angeboten und der Staat, also wir alle, gehen leer aus. Und obendrein muss der Zoll als kontrollierende Behörde mit hunderten Mitarbeitern und hohen Kosten zusätzlich und aufwendig die Zeche bezahlen. Das kann nicht dein ernst sein, dass wir das wollen, mögen und gierig ausnutzen, ohne dass wir im Klimaschutz einen Zentimeter vorankommen.

    Zuerst einmal verdient der Staat nicht nichts daran.

    Die Firmen die die Zertifikate verwalten müssen Steuern zahlen genauso wie (Stand aktuell) der Quoten-Erlös für viele voll zu versteuern ist. Somit geht der Staat noch immer nicht leer aus.

    Das die Firmen die diese Quoten kaufen zu günstig wegkommen liegt ja aber nicht am Endverbraucher. Dann ist die Quote eben zu günstig und muss teurer verkauft werden. Da haben wir aber keinen direkten Einfluss drauf, können den Preis nicht mitbestimmen.


    Und ob das mein ernst ist? Ich habe nie gesagt das es super ist so wie es ist, sondern lediglich das es im Rahmen wie es jetzt ist (für mich) auch keine Lösung ist es nicht "mitzunehmen".

    Wie schon gesagt, wenn ich nicht selbst verkaufe landet das Geld im Staatshaushalt, zusammen mit meinen ganzen anderen Abgaben die ich zahlen darf für einen bessere Umwelt beim Gas, Strom etc.

    Wo landet denn das Geld? Auch nicht gezielt in Nachhaltige Projekte sondern verschwindet irgendwo im Haushalt für Quersubventionierung.

    Von daher finde ich es überhaupt nicht verwerflich das Geld mitzunehmen und für eigene Projekte etc zu nutzen. Wer nicht möchte muss es ja nicht machen, im Gegensatz zu allen anderen Steuern und Abgaben bei denen man keine Wahl hat.


    Aber optimieren kann man das sicherlich noch, das bestreite ich gar nicht...

  • Richtig wäre es, die Ölindustrie würde, anstatt die billigen Ablasszahlungen zu leisten, ausgleichend mehr grüne Kraftstoffe anbieten und mehr Ladesäulen errichten.

    Welche "grünen Kraftstoffe" gibt es denn? Agrodiesel aus Rapsmonokultur mit übelster industrieller Landwirtschaft? Das willst du ernsthaft als grün bezeichnen?

    Oder irgendwelche Träumereien der Sorte "wenn wir mal zu viel Strom haben erstellen wir künstliches Benzin" die es nirgendwo normal zu kaufen gibt und vermutlich auch nie zu kaufen geben wird?


    Du hast dich da in deiner Ideologie verbissen und jetzt kommen lauter Scheinargumente. Auf die eigentlichen Punkte (Vernachlässigung der Physik) gehst du schon gar nicht mehr ein.