Erfahrungen mit Delaware Limited Partnership (LP)

  • Hallo zusammen, hat hier jemand Erfahrungen mit Beteiligungen an einer "Delaware Limited Partnershipt (LP)"?


    Ich überlege, mich an einem geschlossenen US-Fonds zu beteiligen. Er hat die genannte Rechtsform. Wenn man sein Geld dort einbringen will, ist das vergleichbar mit einer Beteiligung als Kommanditist an einer deutschen GmbH & Co. KG. Die steuerliche Behandlung scheint aber unsympatisch zu sein: Auf die Erträge könnten jährlich US-Bundessteuern bis 35% anfallen. Was übrig bleibt, muss man wohl zusätzlich in Deutschland mit dem persönlichen Steuersatz versteuern. Jährlich, auch unrealisierte Gewinne? Hat das jemand von Euch schon gemacht? Formular K1 erhalten, Formular W-8ECI ausfüllen?


    Ich bespreche das Thema ja auch gern mit einer Steuerberaterin, aber bisher winkten dazu alle ab. Ich freue mich also über persönliche Erfahrungswerte von Euch.

  • Moin Tobias,


    ich würde nienicht Kohle in einen solchen Laden stecken, wenn ich keine 'Kontrolle' über die Verwendung der Gelder hätte. Heißt, ich müsste die Onkels und Tanten (und deren Qualifikationen) kennen, die solche 'Spiele' betreiben und selbst Entscheidungen beeinflussen können.


    Des weiteren reicht mMn das Konstrukt 'Deutscher Gesellschafter - LP' nicht aus, um steuerlich 'günstig' aus der Nummer zu kommen. Sinnigerweise brächtest du schon mindestens eine britische oder irische Limited zwischen dir und der LP. Deine Steuerverbraterin wird, wenn nicht auf internationale Firmenkonstrukte und das int'l Steuerrecht spezialisiert, kaum weiterhelfen können. Die Gestaltungs- und Betriebskosten solcher Konstrukte, wenn sie denn vernünftig sind, belaufen sich mal locker auf mittlere 5-stellige Summen. Fragt sich also, ob die Relationen von Investitionen, Erträgen und 'Steuervorteilen' gewahrt werden ;-) Üblicherweise werden solche Konstrukte auch nicht zur Steueroptimierung installiert, sondern als die berühmten "Sparschwein-Gesellschaften', die den Investoren - wie bei der bAV - Renten zahlen.


    Gibt's irgendetwas, was die 'Delaware-geschlossener-Fonds-Leute' können, dass du nicht kannst?

  • Hallo zusammen, hat hier jemand Erfahrungen mit Beteiligungen an einer "Delaware Limited Partnershipt (LP)"?


    Ich überlege, mich an einem geschlossenen US-Fonds zu beteiligen. Er hat die genannte Rechtsform. Wenn man sein Geld dort einbringen will, ist das vergleichbar mit einer Beteiligung als Kommanditist an einer deutschen GmbH & Co. KG. Die steuerliche Behandlung scheint aber unsympatisch zu sein: Auf die Erträge könnten jährlich US-Bundessteuern bis 35% anfallen. Was übrig bleibt, muss man wohl zusätzlich in Deutschland mit dem persönlichen Steuersatz versteuern. Jährlich, auch unrealisierte Gewinne? Hat das jemand von Euch schon gemacht? Formular K1 erhalten, Formular W-8ECI ausfüllen?


    Ich bespreche das Thema ja auch gern mit einer Steuerberaterin, aber bisher winkten dazu alle ab. Ich freue mich also über persönliche Erfahrungswerte von Euch.

    Habe Kapital in einem Fonds einer dt. GmbH&CoKG verloren und bin von dieser Anlageform dauerhaft geheilt. Du hast praktisch keinen Einfluß in der KG und wirst von den Gründern mittels des Konstrukts ausgeplündert.

  • Ich bin selbst noch an einem geschlossenen Private-Equity-Fonds beteiligt, den ich vor 2005 kaufte. Die Erfahrung, lange nicht an mein Geld zu kommen, kenne ich also :-)
    Da ich Flexibilität bei der Geldanlage über alles schätze, gehe ich solche Anlagen normalerweise nicht ein.


    In diesem Fall geht es aber um Krypto-Themen, also einen nicht-effizienten Markt mit vielen Informationen, die die breite Masse noch nicht richtig interpretieren kann. Weitere Details möchte ich dazu nicht sagen, das wäre ein anderer Thread. Die steuerliche Unsicherheit hat mich bisher von einem Investment abgehalten. Der Anbieter sagt, er habe schon einige Investoren aus Deutschland. Denen schicke er am Jahresende das K1-Formular, und ihr Steuerberater mache den Rest.


    Wenn es so einfach ist, dann frage ich mich, wieso alle in Deckung gehen... Und die Überrendite gegenüber der deutschen Steuerfreiheit nach 1 Jahr muss man erst mal erzielen. Aber um die Rentabilität abschätzen zu können, brauche ich steuerliche Klarheit statt Vermutungen.

  • Die steuerliche Unsicherheit hat mich bisher von einem Investment abgehalten. Der Anbieter sagt, er habe schon einige Investoren aus Deutschland.

    Ich habe immer die "begrenzte Gier" im Hinterkopf! ... und bin bei solchen Offerten erst einmal sehr skeptisch.


    Wozu brauchen die Anbieter 'dein Geld'??? Reicht es denen nicht, ihr eigenes Geld auf welche Art auch immer zu vermehren???