EZB Ausrichtung: Preisstabilität vers Südstaatenrettung

  • Hallo zusammen,

    die EZB ist der Geldwertstabilität verpflichtet und sonst zu nichts, dachte ich bisher.


    Es scheint aber so zu sein, dass sie auch die Südstaaten im Euroland im Blick haben.


    Darf das sein, dass sie die Zinsen auch deshalb niedrig lassen, um die Länder nicht zu überfordern?


    LG

  • Hallo zusammen,

    vielen Dank.


    Die EZB ist unabhängig.


    Abstimmung im Europäischen Rat haben keinen Einfluss auf die EZB.


    Oder ist der EZB Rat ist gemeint.


    Auch dieser ist der Geldwertstabilität verpflichtet. Wenn die Inflation zu der steigt müssen sie handeln.


    Nur ist die Frage, wann ist „zu sehr“… dass kann jedes Mitglied im Rat der EZB „flexibler“ sehen.


    LG

  • EZB ist der Geldwertstabilität verpflichtet und sonst zu nichts, dachte ich bisher.

    Hi Unternehmen und manche Einzelpersonen machen beteits mehr Gewinn im Jahr als das Bruttoinlandsprodukt ganzer Länder. Soviel Geld bedeutet auch Macht, entsprechend können Institutionen leicht korrumpiert werden. Eine voll Demokratie und unabhängige Institution kann es bei einer solchen Machtkonzentration nicht geben. Entsprechned: auch die EZB wie alles andere ist auf die Bedürfnisse und Wünsche der Besitzenden zugeschnitten, nicht irgendeinem "höheren Ziel" wie z.b der Geldwertstabilität oder gar einer "besseren Welt". Und nein damit sind nicht diejenigen gemeint mit einer lächerlichen Jahresdividende von 3-4tausend Euro, sondern Vermögen die wirklich Einfluss schaffen.

  • Hallo zusammen,

    vielen Dank.


    Habe mir dein Vortrag angesehen.


    Sehr interessant.


    Die EZB hat ihr Mandat also ausgeweitet.

    Ist das noch übliche Interpretation oder Überschreitung Ihres Mandates?

    Das Europäische Gericht hat die EZB bestätigt.

    (Bisher).

    Redet die EZB die Inflation klein?

    Wohl eher „Ja“.

    Aber es ist doch keine Realitätsverweigerung“ wie der Vortragende nahelegt.

    Rette die EZB damit die Südstaaten?

    Ja, das ist wohl so.

    Es kommt einer Umverteilung von Nord nach Süd gleich.

    Dieses treibt natürlich die Targetsalden.

    Welche langfristige Folgen es hat?

    Sind wir nicht im besten Sinne der Kanzlerin a.D. „zu Europa verdammt“.


    Ich gehe von einer „normalen“ Inflationsrate aus, die den „normalen“ auf und ab entspricht.

    (Erzeugerpreise hin oder her).

    Inflation ist nicht egal, natürlich muss sie beobachtet und ggf. gehandelt werden.

    In 2023.



    LG