Wie wahrscheinlich ist die Kreditzusage?

  • Von der Schufa-Website:


    Damit Sie die Bonitätsscores und deren Bedeutung besser interpretieren können, hat die SCHUFA der Erfüllungswahrscheinlichkeit eine einheitliche Zuordnung in folgenden Risikokategorien zugrunde gelegt:

    • > 97,5 % sehr geringes Risiko
    • 95 % – 97,5 % geringes bis überschaubares Risiko
    • 90 % – 95 % zufrieden stellendes bis erhöhtes Risiko
    • 80 % – 90 % deutlich erhöhtes bis hohes Risiko
    • 50 % – 80 % sehr hohes Risiko
    • < 50 % sehr kritisches Risiko

    Eine Erfüllungswahrscheinlichkeit von 95 % sagt aus, dass die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Kunde Zahlungen vertragsgemäß leistet bei 95 % liegt. Anders ausgedrückt: Nach statistischen Erkenntnissen würden 95 von 100 Personen zuverlässig bezahlen.


    Ein häufiger Wechsel des Stromanbieters oder ein Umzug kann seit Covid19 eine Herabstufung verursacht haben.

  • Danke! Den Score den ich angeführt habe, ist von Creditreform Boniversum. Umgerechnet bedeutet der Score von 932 = 94,76% d.h. ich würde ihn mathematisch wohl aufrunden und der Kategorie "geringes bis überschaubares Risiko" zuordnen, richtig?


    Gem. SCHUFA Bonitätscheck habe ich nur folgende Info:


    "Es liegen uns zum 06.01.2022 ausschließlich positive

    Vertragsinformationen vor.


    Die Vertragsinformationen umfassen zum Beispiel Daten zu Girokonten, Kreditkarten, Handyverträgen, Leasing- und/oder Kreditverträgen sowie zu Internetbestellungen auf Rechnung."

  • Ernsthaft? D.h., wenn ich mich regelmäßig um einen günstigen Stromanbieter bemühe, werde ich von der Schufa dafür bestraft?!


    Und wieso der Zusammenhang zu Covid?

    Tja, willkommen in der wunderbaren Welt der Statistik. ;)

    Um mal nur bei dem Beispiel Stromanbieter zu bleiben. Fragt doch mal in Eurem Umfeld, wer regelmäßig den Anbieter wechselt. Viele machen das nicht, weil es Sie schlichtweg nicht interessiert, ob Sie 10, 20 oder 30€ pro Monat mehr für die gleiche Leistung bezahlen.

    Bleiben also nur Leute sie sparen wollen und die die schlichtweg sparen müssen, weil Sie sonst nicht mehr über die Runden kommen. Die Statistik zeigt eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen Zahlungsausfall bei den Leuten, die regelmäßig den Stromanbieter wechseln -> Schon sinkt für alle 'Häufigwechsler' der Schufa Score.:)


    Corona hat das nochmal verstärkt, da viele Geringverdiener dann mit dem Kurzarbeitergeld dann erst recht nicht mehr auskommen.

  • Tja, willkommen in der wunderbaren Welt der Statistik. ;)

    Um mal nur bei dem Beispiel Stromanbieter zu bleiben. Fragt doch mal in Eurem Umfeld, wer regelmäßig den Anbieter wechselt. Viele machen das nicht, weil es Sie schlichtweg nicht interessiert, ob Sie 10, 20 oder 30€ pro Monat mehr für die gleiche Leistung bezahlen.

    Bleiben also nur Leute sie sparen wollen und die die schlichtweg sparen müssen, weil Sie sonst nicht mehr über die Runden kommen. Die Statistik zeigt eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen Zahlungsausfall bei den Leuten, die regelmäßig den Stromanbieter wechseln -> Schon sinkt für alle 'Häufigwechsler' der Schufa Score.:)


    Corona hat das nochmal verstärkt, da viele Geringverdiener dann mit dem Kurzarbeitergeld dann erst recht nicht mehr auskommen.

    Dann müssen mehr Leute, die es eigentlich geldmäßig nicht nötig hätten, den Anbieter häufiger wechseln, dann wird diese Ableitung weniger stichhaltig und die Schufa könnte ihre Score-Berechnung ändern. ;)

  • Die Statistik zeigt eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen Zahlungsausfall bei den Leuten, die regelmäßig den Stromanbieter wechseln -> Schon sinkt für alle 'Häufigwechsler' der Schufa Score.:)

    So pauschal stimmt das nicht - nicht jeder Energieversorger macht eine Schufaabfrage.
    Ich habe einen permanenten Zugang für "MeineSchufa" und sehe dort jede Anfrage mit Datum. Von meinen zwei letzten Stromanbietern ist dort keine Anfrage gespeichert. Auch von den vorherigen Stromanbietern wüsste ich nicht, dass ich da früher Anfragen gesehen hätte.

  • "nicht jeder Energieversorger macht eine Schufaabfrage"


    Mein Energieversorger (Stadtwerke Ratingen) hat sich diesbezüglich einen ganz besonderen Trick einfallen lassen:

    Anläßlich der Jahresabrechnung erhielt ich ein Schreiben mit der Frage,ob ich nicht geneigt sei,einen neuen Vertrag(der alte lief noch bis Ende 2022(!))zu besseren Konditionen abzuschließen.

    Aus der Website ging hervor,daß bei meinem Verbrauch von 1600Kwh monatlich €45.- statt bisher €49.- fällig würden.

    Ich habe daraufhin den Vertrag wie angefragt für zwei Jahre neu abgeschlossen,der eine neue Bezeichnung(!!) erhielt und die monatlichen Zahlungen sich auf einmal auf €51.-beliefen.Für €2.- mtl. hebe ich nicht den Telefonhörer hoch;also was soll's....


    Einige Tage später erhielt ich von der SCHUFA aufgrund meines dortigen permanenten Zugangs und meiner Benachrichtigungsregistrierung bei Einträgen,daß die Stadtwerke eine Bonitätsabfrage bei Stromlieferung "auf Kredit oder Ratenzahlung"getätigt hätten dh.im Klartext,daß sich die bisherige geübte Praxis der Abschlagszahlungen in eine Ratenzahlung verwandelt hat.

    Auf meine telefonische Nachfrage(dieses Mal habe ich den Hörer hochgehoben) wurde mir dies als "Systemfehler,der zeitnah behoben würde" wegerklärt. Nun ja,der SCHUFA Eintrag vom 29.11. ist jedenfalls immer noch da............

  • Tja, da hab ich auch noch eine Story zum Thema:
    Zwei Tickets für 3,16 Euro im HVV (Hamburger Verkehrsverbund) via App gekauft - der Zahlungsdienstleister LogPay hat dafür ernsthaft eine Schufa-Abfrage durchgeführt.

    Und mein Basis-Score ist auch etwas gesunken. Sowas regt mich wirklich auf - zumal ich dort nicht auf Rechnung bezahle.

  • Tja, da hab ich auch noch eine Story zum Thema:
    Zwei Tickets für 3,16 Euro im HVV (Hamburger Verkehrsverbund) via App gekauft - der Zahlungsdienstleister LogPay hat dafür ernsthaft eine Schufa-Abfrage durchgeführt.

    Und mein Basis-Score ist auch etwas gesunken. Sowas regt mich wirklich auf - zumal ich dort nicht auf Rechnung bezahle.

    Mit Bargeldzahlung wäre das nicht passiert ^^

  • der Zahlungsdienstleister LogPay hat dafür ernsthaft eine Schufa-Abfrage durchgeführt.

    Das ist normal und sollte keine Auswirkung auf den Score haben.


    Danke! Den Score den ich angeführt habe, ist von Creditreform Boniversum. Umgerechnet bedeutet der Score von 932 = 94,76% d.h. ich würde ihn mathematisch wohl aufrunden und der Kategorie "geringes bis überschaubares Risiko" zuordnen, richtig?

    Nein, damit wäre man nicht in der besseren Kategorie. 94,76% ist nunmal weniger als 95%.

  • Ernsthaft? D.h., wenn ich mich regelmäßig um einen günstigen Stromanbieter bemühe, werde ich von der Schufa dafür bestraft?!


    Und wieso der Zusammenhang zu Covid?

    Die Schufa - wie auch jede andere Auskunftei - bestraft Sie nicht, sie versucht anhand einer Liste von Merkmalen Rückschlüsse auf die Kreditausfallwahrscheinlichkeit zu treffen. Bestraft wird man lediglich im Falle von harten Negativmerkmalen, d.h. wenn man seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Scheinbar haben in der Pandemie mehr Leute durch Kurzarbeit/Geschäftsschließung etc. Zahlungsschwierigkeiten bekommen und diese Leute sind dann ggf. in eine kleinere Wohnung umgezogen oder haben einen günstigeren Stromanbieter gesucht. Wenn man diese Merkmale nun auch erfüllt, dann sinkt der Score.