Anleihen - warum nicht ?

  • Es kommt es zunächst mal auf die Summen an um die es geht. Bei großen Beträgen geht es meißt nicht mehr ohne Anleihen.

    Das Problem bei den Anleihen in Fremdwährungen ist immer das Währungsrisiko, dass man sich dann auch noch ins Boot holt.

    Und wofür!? :/

  • es heißt immer Anlehen ETF sollte man nicht kaufen - anstelle Anleihen sollte man das Geld lieber aufs Tagesgeldkonto liegen lassen.

    Es geht darum, dass bei steigenden Zinsen die im ETF enthaltenen Anleihen weniger Wert werden, um deren dann niedrigeren Nominalzins auszugleichen. Dieses Zinsänderungsrisiko besteht beim Tagesgeld nicht. Ausgedrückt wird es durch die sog. Duration, das ist der theoretische Verlust bei einer Änderung des Marktzinses um einen Prozentpunkt.


    Ferner ist die Rückzahlungsrendite je nach Laufzeit negativ, auch das habe ich nicht beim TG.


    Zu (un)guter Letzt kosten auch Anleihen-ETF Gebühren, auch wenn die TER gering ist.


    Willkürliches Beispiel zum selbst nachlesen, die Daten stehen auf Seite 2 oben:

    Kupon nahe 0, Rendite -0.56%

    Restlaufzeit 1,8 Jahre, daher bei 1% Zinssteigerung rund 1,8% Zinsänderungsrisiko

    Kosten 0,2%

    https://www.justetf.com/servle…ype=MR&country=DE&lang=de

  • Wäre es nicht besser US Anleihen zu kaufen?


    Auch UK, Norwegen ?

    Das ist ein anderer Aspekt. Letztlich hängt das Verhältnis der Währungen zueinander von dem Verhältnis der Zinsen ab. Wenn Du davon ausgehst, dass die EZB die Zinserhöhung verschläft im Gegensatz zu Fed und BoE wertet der Euro gegenüber diesen Währungen ab. Da der Markt das denkt kann man das aktuell sehen. Ob das so bleibt ist eine andere Frage, da ein starker Dollar die US-Wirtschaft bei Exporten belastet.

  • Ja,

    aber MSCI World ist ja auch der risikobehaftete Anteil im Portfolio (RK3).

    Während (Staats)Anleihen früher zu den sicheren Anlageklassen zählten (RK1). Das ist inzwischen eben auch nicht mehr 100%ig sicher.


    Daher warum dann neben dem 'normalen' Risiko für Spareinlagen (RK2) noch das Risiko der Fremdwährung in die RK1 aufnehmen.

    Dann lieber die generelle Aufteilung zwischen RK1 und RK3 etwas mehr in Richtung Risiko verschieben.

  • Danke Kater.Ka für die ausführliche Antwort.

  • Sorry, monstermania - da verstehe ich nur Bahnhof. ☹️🥸

  • Hallo Elgob ,


    ich denke, dass monstermania mit RK1, RK2 und RK3 die unterschiedlichen Risikoklassen meint.


    RK3 (Risikoklasse 3) = am stärksten risikobehafteter Teil

    RK1 (Risikoklasse 1) = Anteil mit geringstem Risiko


    Gruß Danger92

    "Man muss nicht alles wissen, man muss nur wissen, wo es steht." Zitat von Unbekannt.

  • RK1: Höchstes Risiko, Verlust garantiert!

    Gemeint sind Termingelder und Anleihen mit AAA und AA Ratings in Euro. Der Realzins ist seit mehr als 10 Jahren negativ.

    Von Insidern wird diese Risikoklase auch 'grenzdebile Anlageklasse' genannt.


    RK2: Mittleres Risiko, Kapitalerhalt.


    RK3: Niedrigstes Risiko, Kapitalzuwachs extrem wahrscheinlich.

    Hierunter fallen langweilige Indexfonds (inkl. ETF) für 'faule' Investoren (Pantoffeldepot-Fans) bis hin zu bunten Sträußen an Einzelaktien für aktive Investoren.

  • Alles, außer ein ETF, der mindestens 9.000 Werte umfasst, gilt hier im Forum als Teufelszeug.

    Das kann man aber nicht so einfach im Raum stehen lassen!


    Breit (weltweit nach MSCI-Definition) gestreute Aktien-ETF sind sicherlich Außerirdische (die sich noch nie um ihr eigenens Geld gekümmert hatten), für unbedarfte, unbeholfene und/oder bewusst-bequeme Anlager-Investoren die bevorzugte Wahl, vorausgesetzt ihnen verbleibt ausreichend Zeit, um auch einen nicht unmöglichen Rücksetzer ausbaden zu können.

  • Oh Mann ☹️☹️☹️


    Verstehe die Risikoklassen nicht mehr


    Ist es nicht andersrum ?


    R3 - max Risiko

    R1 - min Risiko


    Kater.Ka - kannst du bitte uns alle aufschlauen


    Du scheinst der einzige der Ahnung hast

  • Kater.Ka - kannst du bitte uns alle aufschlauen


    Du scheinst der einzige der Ahnung hast

    Ich kenne die 1-7 aus den KIID, dort ist die höchste Zahl das höchste Risiko. Unabhängig davon ist m.E. die Diskussion inzwischen klar.


    Wenn es interessiert: Einlagen mit Einlagensicherung wären bei 1, Anleihen je nach Bonität 2-4, ggf. 5, Aktien-ETF 5-6


    Kleine Kritik an der RK-Diskussion: Der langfristig im Sinne von Finanztip anlegende Anleger hat kein Risiko durch Wertschwankungen, allenfalls durch Totalverlust. Da sehe ich keinen grundsätzlichen Unterschied zwischen Einlagen -im Rahmen der Einlagensicherung kein Risiko solange der Euro und die Bundesrepublik nicht untergehen - und Anlegen in weltweit anlegende ETF - solange die Weltwirtschaft nicht untergeht. Zu Anleihen mache ich da lieber keine Aussage, s. z.B. den Griechenland-Schuldenschnitt.