ETF Kosten bei Kauf

  • Moin. Ich lese, der ETF Kauf ist günstiger. Nach einem Probekauf Stelle ich fest, es kostet mich genauso viel wie Aktien oder Fonds kaufen. Wo liegt der Fehler ?

    Gemangte Fonds haben in der Regel 3 bis 5 % Ausgabeaufschlag. wenn du den bei deinem ETF auch hattest, hast du was falsch gemacht.

  • Ich lese, der ETF Kauf ist günstiger. Nach einem Probekauf Stelle ich fest, es kostet mich genauso viel wie Aktien oder Fonds kaufen.

    Bei einem Einmalkauf bei einem ETF fallen i.d.R. die gleichen Kosten an wie bei einer Aktie sowie bei einem gemanagten Fonds bei Kauf über die Börse.


    Wie die Vorschreiber schon ausgeführt haben gibt es Aktionen, i.d.R. für Sparpläne. Optimal ist es einen Anbieter auszuwählen, bei dem keine Kosten entstehen. s. dazu die Aussagen zu Depots hier https://www.finanztip.de/wertpapierdepot/

  • Bei mir ist es sogar so, dass der Kauf von ETFs mich teurer kommt als der Kauf von aktiven Fonds. Das kommt daher, dass ich auf die aktive Fonds, die ich kaufe, 100% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag bekomme. Diese Fonds kaufe ich über einen Fondsvermittler. ETFs kosten nun mal Gebühren, die mir kein Fondsvermittler ersetzt.

    Gruß


    Altsachse

  • Es gibt auch Fonds ohne Ausgabeaufschlag - zum Teil als Angebot der Bank. "Meine" Genobank gewährt 90% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag.

    Ja, es gibt auch Fonds ganz ohne Aufschlag. Bei der Union die -net- Anteilsklassen, bei der Deka TF Klassen.

    Da stecken diese einmaligen Kosten aber in den erhöhten laufenden Kosten drin. Die sollten bei ETF aber auch eher unschlagbar günstig sein.

  • a, es gibt auch Fonds ganz ohne Aufschlag. Bei der Union die -net- Anteilsklassen, bei der Deka TF Klassen.

    Da stecken diese einmaligen Kosten aber in den erhöhten laufenden Kosten drin. Die sollten bei ETF aber auch eher unschlagbar günstig sein.

    Also rechnen sich diese Fonds gegenüber den gleichen Fonds mit Ausgabeaufschlag nicht? ANDREJ hast Du dafür Beispiele?

  • Also rechnen sich diese Fonds gegenüber den gleichen Fonds mit Ausgabeaufschlag nicht? ANDREJ hast Du dafür Beispiele?

    Kommt darauf an, wie lange du den Fonds behalten willst.

    Beispiel:

    UniFonds 5% Ausgabeaufschlag 1,47% laufende Kosten

    Wertentwicklung 5 Jahre 38,1% 10 Jahre 147,7% (BVI-Methode ohne Ausgabeaufschlag)

    UniFonds -net- 0% Ausgabeaufschlag 1,81% laufende Kosten

    Wertentwicklung 5 Jahre 32,6% 10 Jahre 132,4%


    Beim UniFonds setzt du also 105 Euro ein, zahlst einmalig 5 Euro, und nach 10 Jahren hast du 247,7 Euro. Macht 135,9% Wertentwicklung.

    Bis 5 Jahre Haltedauer ist der -net- billiger, ab 10 Jahre der normale Fonds.


    Und da der empfohlene Anlagehorizont bei beiden bei 7 Jahren liegt, fällt der -net- real aus der Betrachtung raus.

  • Es gibt auch Fonds ohne Ausgabeaufschlag - zum Teil als Angebot der Bank. "Meine" Genobank gewährt 90% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag.

    Ja, es gibt auch Depotmodelle, wo die Union sogar komplett auf die Verwaltungsvergütung des Fonds verzichtet, und diese dem Kunden im Folgejahr als Orderguthaben einstellt.

    An Stelle der Ausgabeaufschläge zahlt der Kunde dann eine Provision von 1,x % des Depotvolumens jährlich an die Bank. Das greift aber nur bei "guten" Kunden, die vom Filialleiter im Hinterzimmer statt von der Bankangestellten in der Schalterhalle bedient wird. Also ab ner halben Million aufwärts. Und eher nicht bei Kunden, die 60 Euro Kontoführungsgebühren wegen BGH-Urteil zurückfordern.

    Mit den Kosten von ETF kann das aber trotzdem nicht konkurrieren.

  • ANDREJ wie schätzt Du hier den % Ausgabeaufschlag ein.


    Class
    Ausgabeaufschlag
    Laufende Kosten
    Depotgebühren
    Verwaltungsgebühr
    Verwahrstellen- vergütung
    C
    0%
    1,29%
    0,07%
    1,2%
    0,065%
    R
    5%
    1,84%
    0,05%
    1,65%
    0,05%


    Leider werden in unterschiedlichen Veröffentlichungen unterschiedliche Begriffe verwendet (ich nehmen mal an, daß Depotgebühren = Verwahrstellenvergütung ist).


    Ja, der Fonds ist natürlich teuerer als ein ETF. Aber mir geht es hier um den Vergleich der beiden Klassen.

  • Warum die R-Klasse mehr Verwaltungsgebühren verlangt, kann ich im Moment auch nicht nachvollziehen. verrätst du noch die ISIN?


    Zurück zur Genobank:

    Von den 1,4% laufenden Kosten bekommt meine Sparda-Bank 0,3% bis 0,4% meines Depotvolumens (ist bei Sparkassens auch nicht viel anders). Eventuell hat deine Genobank da bessere Konditionen ausgehandelt, um bei Genossenschaftsmitgliedern einen reduzierten Aufschlag anbieten zu können. Denn über 10+x Jahre Anlagedauer ist der Ausgabeaufschlag für die Bank auch nicht mehr das entscheidende.

    Die Höhe der einmaligen und laufenden Zuwendungen an die Bank ist in den jährlichen Kosteninformationen seit 2018 auszuweisen. Ansonsten steht das nirgendwo so direkt. Sonst kämen die Kunden noch auf die Idee, die Bank zu wechseln...

  • Mal wieder was Spezielles: R-Class: DE000A1J9FJ5 & C-Class: DE000A2QJLC4

    Die C-Klasse ist erst ein halbes Jahr alt, davor gab es nur die R-Klasse und die I-Klasse. Wobei I mit 0% Aufschlag und 1,27% TER punktet.

    Aber: Die Klasse I hat ein Mindestanlagevolumen von 1 Mio Euro. Die 0%-Finanzierung ist also nur was für Privatpatienten, die nicht 5% von 1 Mio als Eintritt abdrücken wollen. Umgekehrt ist der Stundenlohn des Bankberaters für diese Aktion sittenwidrig hoch.

    Insgesamt hat der Fonds auch mit der R-Klasse für Kassenpatienten nicht viel Geld einsammeln können, und deswegen hat man wohl jetzt die C-Klasse für preisbewusste Anleger eingeführt. Das mit den Kostensätzen der I-Klasse, um die neue Klasse schneller befüllen zu können, ohne die R-Klässler allzusehr zu vergraulen.

    Laut dem Jahresbericht vom 31.12.2020 hatte der Fonds damals insgesamt nur 22 Mio Euro, im Halbjahresbericht Juni 2021 waren es 47 Mio, jetzt sind es 61 Mio.

    Wobei die I-Klasse im Juni 21 Mio ausmachte, d.h. maximal 20 Anleger teilen sich die Anteile dieser Klasse. Und wenn einer von denen den Löffel abgibt, muß die Fondsgesellschaft 1/20 des Fondsklassenvolumens abstoßen. Das wäre für mich ein K.O-Kriterium gegen den Fonds.


    Zum Vergleich, der Unifonds hält 2,6 Milliarden Euro. Aber frag jetzt bitte nicht, was die mit den 1,47% p.a. abzüglich der 0,3% für die Genossenschaftsbank anstellen. Und insgesamt verwaltet die Union 432 Milliarden, bei etwas über 3000 Mitarbeitern. Da kommt man schon ins Grübeln ...