Schonmal Ärger mit Kleingedrucktem gehabt?

  • Ich hab in den letzten Jahren seit dem Studium alle möglichen Verträge abgeschlossen. Versicherungen, Bankkram, Verträge, einfache Kaufverträge beim Onlineshopping. Bei allem gab es Kleingedrucktes in Form von AGB oder sonstigen Bedingungen. Gelesen habe ich die so gut wie nie. Schlechtes widerfahren ist mir auch noch nicht.


    Gibt es unter Euch Leute, die sich die Mühe machen, bei jedem Vertrag das Kleingedruckte zu lesen? Besser wäre es sicher... aber hat schonmal jemand Ärger bekommen, weil er eine Bedingung übersehen hat? In meinem nicht gerade kleinen Bekanntenkreis habe ich davon noch nie gehört. Ich schließe viele Verträge aufgrund des Preis-Leistungsverhältnisses ab, nicht wegen der AGB. Bin ich da naiv?

  • Ich überfliege ehrlichgesagt meistens nur die AGBs, die Produktinfos lese ich mir komplett durch, dass sind meist ja nur zwei A4 Seiten, dass bekommt man noch hin :-) Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Jemnad die Agbs komplett durchliest, im Schadensfall oder so, suche ich mir dann immer die Punkte raus, die ich brauche! Liebe Grüße!

  • AGBs durchzulesen lohnt nicht wirklich. Dies gilt meines Erachtens zumindest für die Geschäfte des täglichen Lebens.


    Wenn man einen Vertrag mit hohem wirtschaftlichen Wert (z.B. Werkvertrag an Handwerker zur Hausrenovierung mit einem Auftragsvolumen von mehreren tausend Euro) abschließt, dann mag es im Einzelfall sinnvoll sein.


    Andererseits: AGB unterliegen der gerichtlichen Inhaltskontrolle. Die Privatautonomie ist insoweit eingeschränkt. Die Firmen dürfen nicht alles vereinbaren, was nur den Verwender der AGB begünstigt.


    Wenn der Vertragspartner ein Verbraucher ist, dann gelten sogar umfangreiche Schutzvorschriften (§§ 307 bis 310 BGB).
    Und wenn eine Regelung der AGB gegen die gesetzlichen Vorschriften verstößt, dann bleibt der Vertrag wirksam - aber es gilt dann die gesetzliche Regelung.