• Sehr geehrter Herr Tenhagen,

    meine Freundin hat eine geförderte Wärmepumpen-Heizung mit Pelletofen gekauft.

    1. Die Heizung war sehr, sehr teuer trotz Förderung

    2. die neue Heizung kommt selten auf 20 Grad Wärme. Meistens ist es nur 19 Grad warm im Haus.

    3. der Pellet-Verbrauch ist sehr hoch, höher als vom Heizungsverkäufer versprochen

    4. der Pelletpreis steigt monatlich.

    5. der Pelletofen ist so laut, dass niemand nachts schlafen kann.

    6. die Nachbarn beschweren sich, die Wärmepumpe wäre zu laut.


    Herr Tenhagen, so eine Heizung werde ich nicht kaufen.

    Meine Ölheizung muss bald raus.

    Also bleibt nur eine Gasheizung, die soll auch bald verboten werden. Der Gaspreis steigt ständig.


    Was soll ich Ihrer Meinung nach machen?

    Freundliche Grüße

    Jutta Rudolph

  • Wa? Du kannst dir sowohl ne neue Öl als auch Gasheizung kaufen. Ganz wie du willst

    Das ist nicht ganz richtig. Reine Öl,-oder Gasheizungen werden, je nach Bundesland, bereits in weniger als 6 Monaten verboten.

    Dann sind nur noch Lösungen incl. Unterstützung mit erneuerbare Energien zur Inbetriebnahme zugelassen. Unterstützung in Form von Wärmepumpe oder Solarkollektoren. Das wiederum funktioniert nicht überall und bei jedem.

  • Hallo,

    ich bin zwar nicht angesprochen, würde aber auf das synthetische Heizöl warten.

    Daran wird mit Hochdruck gearbeitet.

    Technisch kein Problem, gab es schon vor 80 Jahren. Allerdings dürften die Kosten auf Jahrzehnte nicht bezahlbar sein. Bei einer notwendigen Erneuerung der Heizungsanlage in wenigen Jahren ist es leider keine Option.


    Gruß Pumphut

  • Das ist nicht ganz richtig. Reine Öl,-oder Gasheizungen werden, je nach Bundesland, bereits in weniger als 6 Monaten verboten.

    Dann sind nur noch Lösungen incl. Unterstützung mit erneuerbare Energien zur Inbetriebnahme zugelassen. Unterstützung in Form von Wärmepumpe oder Solarkollektoren. Das wiederum funktioniert nicht überall und bei jedem.

    Gibt es ein Beispiel als Beleg?

  • Also die Lautstärke kann man im Zweifel auch nachmessen lassen und dann mit den angegeben Werten vergleichen.

    Und dass es nicht warm wird, kann zum einen an der Dimensionierung liegen oder Pumpen funktionieren nicht richtig etc. Das ist aber aus der Ferne schlecht einschätzbar...

  • Hallo@ Jutta Rudolph

    willkommen erst einmal im Forum.

    Es gibt eine Internetseite der Verbraucherzentrale "neue Heizung-- welche ist die richtige?

    https://www.verbraucherzentral…he-ist-die-richtige-30077

    Da wird unter anderem das System der Wärmepumpen angesprochen. Was ich dort vermisse, sind die angesprochenen Mißstände, die in einem Fernsehbericht "Markt" des NDR offengelegt worden sind.

    Ich selber habe hier darauf im Forum einen Bericht zu diesem Thema verfaßt; er stammt vom 4.Mai 2021. Bitte auf jeden Fall da einmal, zusammen mit der Sendung, hineinschauen.

    Wärmepumpen, unzuverlässig+ unzureichend qualifizierte Handwerker

    Wenn alle Stricke reißen, würde ich über die Verbraucherzentrale einen Beratungstermin anstreben. Ich selber habe hierfür 30€ für meine neue Heizung gezahlt.

  • Gibt es ein Beispiel als Beleg?

    "Verboten' ist ggf. etwas missverständlich.

    Es geht eher um den Austausch bestehender Heizungen bzw. um den Neubau. Bestandsheizungen müssen nicht abgeschaltet werden.


    Hier Nachzulesen:

    https://www.schleswig-holstein…3%A4rme%20oder%20Biomasse.


    "Eigentümer sind verpflichtet bei einem Heizungsaustausch ab dem 1. Juli 2022 mindestens 15% des jährlichen Wärme- und Kälteenergiebedarfs durch Erneuerbare Energie zu decken. Als Erneuerbare Energie gilt insbesondere solare Strahlungsenergie, Geothermie, Umweltwärme oder Biomasse'


    Allerdings können mir hier aktuell weder Heizungsbauer noch Schornsteinfeger kompetent Fragen beantworten.

  • Hallo Jutta Rudolph,


    ich glaube nicht, dass der Herr Tenhagen Ihnen antworten wird. Hier schreiben mehr oder weniger engagierte und informierte Verbraucher. Aus Ihrem Bericht über die Erfahrungen Ihrer Freundin lese ich einige typische Fehler einer Heizungsmodernisierung heraus, die Sie und ggf. weitere Mitleser vermeiden sollten:


    Eine Wärmepumpe ist nur sinnvoll mit einer Fußbodenheizung und einem gut gedämmten Haus betreibbar. Einfach eine alte Öl- oder Gasheizung mit Radiatoren durch eine Wärmepumpe zu ersetzen, ist herausgeschmissenes Geld.


    Laute Wärmepumpen sind ein alter Hut. Sowohl vom Typ als auch von der Aufstellung muss man die Schallemission in der Planung berücksichtigen.


    Pellets unterliegen den Marktpreisschwankungen in Abhängigkeit von Öl und Gas. Wer aus Kostengründen mit Holz heizen möchte, muss Scheitholz, möglichst selbst gewonnen, einsetzen. (Was natürlich einen ganz anderen Aufwand mit sich bringt.)


    Schlussfolgerung: Eine Umstellung des Heizungssystems eines Hauses ist eine ziemlich komplexe Sache, die sehr gründlich von einem Fachmann geplant werden sollte. Auf Aussagen von Verkäufern sollte man da nicht vertrauen.


    Insofern zu Ihrer Frage:

    Was soll ich Ihrer Meinung nach machen?

    Beauftragen Sie für Ihr Vorhaben einen Fachmann mit der Gesamtplanung und Bauleitung. Ja, das wird nicht billig.


    Gruß Pumphut

  • Hallo Jutta Rudolph

    Einen Tip gebe ich noch für eine neue Heizung, egal welches Heizsystem in Frage kommt.

    Bitte darauf achten, daß man an der Anlage die Uhrzeiten zum Heizen und Absenken einprogammieren kann. Dieses macht Sinn, wenn sich tagsüber für mehrere Stunden keine Personen in den Räumen aufhält, z.B. Berufstätige, die nur morgens und abends die volle Heizleistung wünschen; der Rest des Tages fährt die Heizung auf Absenkung.


    Ich betone dieses nur, weil es Heizungen gibt, die diese Funktion nicht besitzen.

  • Hallo,

    Okay, also wenn 15% Biogas oder grüner Wasserstoff im Gasnetz sind, dann könnte man eine 08/15-Gasheizung verwenden ohne sich einen Kopf machen zu müssen. (So lese ich es.)

    Nun kann man die tatsächliche Zusammensetzung des Gases im Netz als Verbraucher nicht beeinflussen. Aber man kann sog. Biogas kaufen. Dann erfüllt man die Öko- Quote sogar zu 100%. Bisher war das Biogas deutlich teurer als konventionelles Erdgas. Aber das Problem wird aktuell ja gelöst. Es bleibt also eine Rechenaufgabe Betriebskosten der Gasheizung zu Investitions- und Betriebskosten einer irgendwie alternativen Anlage.


    Gruß Pumphut

  • Okay, also wenn 15% Biogas oder grüner Wasserstoff im Gasnetz sind, dann könnte man eine 08/15-Gasheizung verwenden ohne sich einen Kopf machen zu müssen. (So lese ich es.)

    Nur um das nochmal klarzustellen, das Gilt nicht für den Bestand.

    Aber ja, theoretisch wäre das möglich. Allerdings sind Anbieter mit einem solch hohen Anteil an Biogas so gut wie nicht zu finden.