ETF Rendite oder Dividende Unterschied?

  • Hallo,


    ich bin neu im Thema ETF für die Altersvorsorge. Vielleicht kann mir jemand bei meiner Fragestellung helfen: Ich möchte mir im Alter einen Bruttobetrag von ca. 3000 Euro monatlich entnehmen ohne an das eigentliche Kapital zu gehen. Nun frage ich mich, wie hoch der dafür angesparte Betrag sein muss bzw. welchen Zins ich zugrunde lege. Ich weiß, dass es hierfür verschiedene online Rechner gibt. Was ich nicht ganz verstehe ist, welche Größe ich zugrunde lege für die Rechnung. Ist es die Dividende (i.d.R. ca. < 2%) oder geht man hier von der Rendite des ETF aus? (i.d.R. ca. 6%). Oder zähle ich zu der Rendite zusätzlich die Dividende?


    Vielen Dank

    Grüße

    Markus:thumbsup:

  • Markus,

    dabei ist es eigentlich egal, ob du Dividenden und/oder Kursgewinne (Rendite) berücksichtigst.

    Bei der Ermittlung des Kapitalbedarfs rechnet man üblicherweise eine 'Jahresrente' in Höhe von 4%. 3 Mille im Monat mal 12 mal 25 (oder geteilt durch 0,04) = 900.000.


    Die 4% sind - ganz klar - brutto! Wenn du 3.000 netto haben willst, dann rechne lieber Jahresrente mal 33.


    Von diesem Kapital (z.B. 900.000 als anfänglichen Depotwert) entnimmst du 36.000 und hast noch 864.000... die sich mit angenommenen 7% rentieren (7% aus Dividenden und Kursgewinnen). 924.480 sind dann der neue Depotstand (zu Beginn des 2. Jahres), von dem du 36.000 puls eine z.B. 3%ige Rentenerhöhung entnimmst. Die verbleibenden 887.400 machen dann (hoffentlich) weiter Junge...


    In diesem Zusammenhang darfst du dich einmal näher mit Entnahmeplänen befassen.

  • Hier auch noch ein Kommentar von McProfit

    Alle Ratschläge hier sind stark abhängig von Deinem aktuellen Alter.

    Je jünger Du bist, umso mehr Überraschungen, Risiken und Krisen wird die Welt noch bis zu Deinem Rentenalter erleben.

    Die Welt wird immer schnell-lebiger.

    Denk nur an die Entwicklung der letzten 20 Jahre.

    Wer weiß ob wir in 20 Jahren noch hochpreisige Autos in Deutschland bauen werden.

    Von Firmen wie Daimler, BMW, Audi usw. und deren Zulieferer hängt aber der Wohlstand von ganz Deutschland ab.

    Wenn die wichtigste Sparte wegbricht, sind alle Rentenberechnung für den Papierkorb.

    Dazu haben wir auch noch eine rasante Alterung in Deutschland.

    Immer mehr Rentner und immer weniger Beitragszahler.

    Kein Mensch weiß auch, inwieweit China oder Indien in 20 Jahren mit ihren Milliarden an Menschen ihre Weltmarktstellung ausbauen

    Die ganzen Rentenberechnungen basieren darauf, dass irgendwie alles so weiterläuft wie bisher.

    Wenn das der Fall ist, dann kannst Du mit einem durchschnittlichen Wachstum Deiner Aktien oder Fonds incl. Dividenden von rund 5% p.a. kalkulieren.

    Ich selbst mache Dein Modell ja selbst seit Jahrzehnten persönlich.

    Ich bin Ü-70 und lebe von den Erträgen meiner Aktien und Fonds und Immobilien.

    Allerdings habe ich schon vor 50 Jahren mit den Kauf von Immobilien und vor 40 Jahren mit dem Kauf von Aktien begonnen.

    Meine Mieten und Dividenden sind heute so hoch, dass ich davon leben kann OHNE das Kapital anzugreifen.

    Falls Du in Miete wohnst denk auch dran, dass Deine Miete natürlich in 10, 20 oder 30 Jahren möglicherweise doppelt oder dreimal so hoch ist.

    Auch die von Dir avisiertern 3.000 Euro im Monat beziehen sich auf heutige Zahlen.

    Das ist unrealistisch.

    Mein erster Job in meinem Leben hat mir monatlich 800 DM = 400 Euro gebracht.

    Heute sind das mindestens 4.000 Euro also rund 10 x soviel

    Daher sind die ganzen Berechnungen schöne Theorie.

    Sie werden so garantiert nicht eintreffen.

    Ob sie besser oder schlechter werden, kann ich Dir auch nicht sagen.

    Du kennst ja die alte Weisheit:

    Prognosen sind schwierig, vor allem dann, wenn sie in die Zukunft gerichtet sind.

    Gruss aus Stuttgart McProfit