Lohnt sich der Wechsel zur privaten Krankenversicherung

  • Und wieder versucht Tan mit platten Sprüchen Stimmung zu machen. Da gibt's nichts zu entkräften. Drei der Beispiele sind konkret im eigenen Umfeld erlebt. Das Schicksal des mit 53 an Darmkrebs gestorbenen Freundes als "dramatische Copy Paste Schicksalsgeschichte" ins Lächerliche zu ziehen finde ich ziemlich unverschämt und geschmacklos. Keratokonus war ein Kunde und mpMRT stammt von einem Arztkunden / Urologen. Auch wenn's schwer fällt, könnte man reale Erfahrungen anderer Menschen mangels Einblick auch einfach mal unkommentiert lassen - um hier nicht Dieter Nuhr bzw. Alfred Tetzlaff zu zitieren.


    Ursache ist § 12 SGB V - ausreichend, zweckmäßig, wirtschaftlich, notwendig. Geltendes Recht lässt sich weder wegdiskutieren noch "entkräften". Es gibt Bereiche, in denen sich die Leistungsunterschiede zwischen GKV und PKV weniger auswirken (vom Schnupfen bis zur Einlieferung als Notfall in der Ambulanz - da fragt keiner erst mal nach der Versichertenkarte) und andere Bereiche, in denen sie sehr relevant sein können.

    Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung GmbH & Co. KG - Spezialisten für Berufsunfähigkeit, Private Krankenversicherung, Altersvorsorge, Geldanlage. Angaben gem. § 11 VersVermV, § 12 FinVermV: https://schlemann.com/erstinformationen. Beiträge in der Finanztip Community erstelle ich mit größtmöglicher Sorgfalt, jedoch ohne Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität. Deren Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr.

  • also dürfen nur die Einzelschicksale von Dr.Schlemann gepostet/ bewertet werden ? Ich versichere Ihnen und auch meine medizinisch bewanderten Freunde, das es sich bei meinen Erfahrungen NICHT um einen Einzelfall handelt,

    nur leider wollen Sie das nicht wahrhaben....Verdrängung,...selbst Ärzte hier im Forum werden nicht "für voll genommen" , mit aller Macht wird hier ein Konzept verkauft, welches im deutschen Gesundheitssystem einfach nicht mehr funktionieren kann. Es sei denn , die PKV sorgt für mehr Ärzte, qualifiziertere Ärzte und Pflegepersonal.

    LM

  • Lili Marlene, ich glaube Sie haben Ihr Einzelschicksal hier schon so oft geschildert, dass bei den Lesern - trotz der auflockernden Kraft- und Fäkalausdrücke - vielleicht einfach eine gewisse Ermüdung eintritt.

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  • Liebe Lili Marlene, im Gegensatz zu anderen Kommentatoren habe ich Ihre persönlichen Erfahrungen glaube ich nicht in Frage gestellt oder versucht zu "entkräften". :) Sie sind nur schon hinlänglich bekannt, weil sie davon ja in missionarischem Eifer in so ziemlich jedem PKV Thread berichten. :)

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  • also dürfen nur die Einzelschicksale von Dr.Schlemann gepostet/ bewertet werden ? Ich versichere Ihnen und auch meine medizinisch bewanderten Freunde, das es sich bei meinen Erfahrungen NICHT um einen Einzelfall handelt,

    nur leider wollen Sie das nicht wahrhaben....Verdrängung,...selbst Ärzte hier im Forum werden nicht "für voll genommen" , mit aller Macht wird hier ein Konzept verkauft, welches im deutschen Gesundheitssystem einfach nicht mehr funktionieren kann. Es sei denn , die PKV sorgt für mehr Ärzte, qualifiziertere Ärzte und Pflegepersonal.

    LM

    das wurde überhaupt nicht behauptet. Hier wurden konkrete Beispiele für die PKV genannt. Diese wollte Tan bei Bedarf entkräften. Daraufhin schreiben Sie, dass Sie dies entkräften, nennen aber wieder nur ihr Einzelschicksal. Das ist halt in diesem Fall whataboutism.

  • EiEiEi,

    sind nicht Krankheiten generell 'Einzelschicksale'.:/

    Die Diagnose Krebs beinhaltet ja NULL Aussage darüber, wie Aggressiv die jeweilige Erkrankung konkret ist und wie weit der betroffene Mensch/Körper mit der konkreten Therapie zurecht kommt.

    In meinem Bekanntenkreis, habe ich bereits Junge Menschen an Krebs verrecken sehen. Und es war mit verlaub gesagt völlig egal, ob diese nur GRV/PKV versichert waren!;(


    Generell haben das Glück in einem Land mit relativ guter medizinischer Versorgung leben zu dürfen. Und zwar völlig unabhängig davon, ob nun PKV oder GKV. Was aber nicht heißt, dass es nicht besser Ginge!

    Es ist halt eine Tatsache, dass viele Menschen überhaupt keine Wahl haben, ob für Sie die PKV nicht besser geeignet wäre.

    Daher seit froh, dass Ihr die Wahl habt und Euch beraten lassen dürft, ob nicht für Euch eine PKV besser geeignet ist, als die GKV!

  • Dann bitte entkräften

    Dann versuche ich das so verständlich und kurz wie möglich zu tun. Das soll hier ja keine medizinische Fachdiskussion werden.


    Thema MRT bei Brust- und Prostata-Krebs sowie bei "Riss im Becken":

    Eine MRT-Untersuchung ist eine feine strahlungsfreie Sache, keine Frage. Aber auch diese Untersuchung kann eben Sinn und keinen Sinn machen. Im Falle einer Brustkrebsfrüherkennung wird das Verfahren bei Patient*innen angewandt, die ein sehr hohes (ggf. genetisches) Risiko haben, an Brustkrebs zu erkranken. Bei allen anderen Patient*innen führt das aufgrund der schlechten Spezifität (also viele falsch positive Ergebnisse) zu unnötigen weiteren Biopsien, Untersuchungen, OPs... Bei Privatpatient*innen ist das sicherlich, je nach Moralgefühl des Arztes, aber ja auch erwünscht.


    Bei der Prostata-Krebs-Erkennung kann das schon sinnvoller sein, auch wenn diese Art von Krebs oft erst spät im Leben auftritt und langsam voranschreitet. Aber wir befinden uns ja hier offensichtlich in der Einzelfalldiskussion und Patient*innen, bei denen es nicht so ist, gibt es natürlich auch. Und dann kann es auch sinnvoll sein das MRT bei Verdacht mit einer anderen Art der Früherkennung (Biopsie) zu kombinieren. Die Kosten von 900€ sind allerdings gezielt zu hoch angesetzt. Der einfache Satz nach der GOÄ sind ca. 400€.


    Eine MRT Untersuchung der Wirbelsäule zu machen um dann einen "Riss im Becken" (ich nehme an Beckenknochen) zu entdecken, der so gravierend ist, dass er einfach so "durchbrechen" kann? Und das alles mit einem Beschwerdebild, welches laut Arzt "nur" auf einen Bandscheibenvorfall hindeutet? Also Belastung ist noch möglich, führt dann aber nicht zum besagten "Durchbruch" mit sofortigem Verbluten? Wo kommt der Riss überhaupt her? Man wacht ja nicht auf und auf einmal hat man einen Riss im Beckenknochen. Dafür braucht man schon recht große Gewalt. Und an einen Sturz hätte sich der Patient vermutlich erinnert. Puh... wenn man das alles aus der Sicht einer anderen Profession als der des Versicherungsverkäufers betrachtet und formuliert, verliert das alles schon irgendwie an Dramatik...


    Thema Darmkrebs:

    Dieses Thema fängt natürlich gezielt mit dem Tod an. So weiß der verunsicherte GKV-Patient direkt, was ihm blüht, wenn er den Vertrag nicht unterschreibt. Aber natürlich macht eine Darmspiegelung zur Früherkennung Sinn. Bei hohem familiärem Risiko auch frühestens ab 50. Frühestens? Wieso nicht schon ab 40 wie vom Makler empfohlen? Oder gar ab 20? Naja, es wird sicherlich immer Patient*innen geben, die eine Seltenheit darstellen und vielleicht schon mit 40 an Darmkrebs erkranken. Aber weil das eben eine so hohe Seltenheit ist, wird solch eine Untersuchung von ärztlichen Gesundheitsexperten in dafür angefertigten Leitlinien, auch wenn der Makler anderer Meinung ist, eben nicht empfohlen. Was genau hätte das auch für eine Konsequenz für alles andere? Klar kann jeder Mensch jeden Monat einmal ins MRT steigen und sich von oben bis unten durchscannen lassen. Dann wird vielleicht auch die seltenste Krebsart extrem früh erkannt (Expertise des Radiologen dafür vorausgesetzt), aber sicherlich wird auch eine Menge Unsinn dabei rumkommen (siehe Thema Spezifität oben).

    Im Übrigen würde auch kein Arzt eine viel zu frühe Darmspiegelung empfehlen, der sich an die Leitlinien hält. Das würde dann bedeuten, dass der PKV-Versicherte selbst auf die Idee hätte kommen müssen, diese Untersuchung in Anspruch zu nehmen, wobei dann auch noch zufällig ein Polypen entfernt würde, der (keiner weiß es natürlich) in 15 Jahren entartet wäre... Ok... Sollte man aber als GKV-Patient*in zu dieser Gruppe gehören, steht es einem aber natürlich frei auch diese (im Übrigen auch nicht risikofreie) Untersuchung selbst zu bezahlen.


    Hier wären wir, dann doch nach längerem Text, bei einem Punkt, den ich schon einmal genannt habe: Die eigentliche Therapie oder Untersuchung unterscheidet sich nicht! Der PKV-Patient bekommt kein besseres Endoskop in den Hintern geschoben und wird auch nicht in das Ultra-HD-MRT, welches neben dem Full-HD-MRT steht, gelegt.

    Wenn man sich also als GKV-Patient*in für ein Verfahren entscheidet (ob sinnvoll oder nicht) und die GKV dieses nicht bezahlt (meist aus gutem Grund), steht es einem frei die Kosten dafür selbst zu tragen. Und bei diesen Kosten geht es ja oft um Beträge, die nicht mal den Selbstbehalt bei einer PKV überschreiten. Von daher sollte man sich, meiner Meinung nach, gut überlegen, ob man sich ein Leben lang an die teurere PKV bindet oder ein paar mal im Leben ein paar Dinge selbst bezahlt.


    Kurzer Kommentar noch zu der "Unverschämtheit" und "Geschmacklosigkeit", die mir hier seitens des wortgewandten Maklers vorgeworfen wird: Sollten diese Erlebnisse wirklich aus ihrem privaten Umfeld kommen, kann man durchaus auch mal hinterfragen, wie "geschmackvoll" es ist, sich diese Erlebnisse im Bild-Zeitungs-Stil für ihre eigenen Zwecke hinzubiegen.

  • Vielen Dank für die Stellungnahme. Es ist gut, dass ganze auch mal aus medizinischer Sicht zu hören


    ich habe übrigens in Hannover einen MRT Termin für den Bereich LWS innerhalb von 2 Wochen als GKV Patient bekommen. Die Kliniken der Region Hannover haben hier über alle Radiologie in der Region einen guten Terminservice.

  • Ltotheeon


    Sehr gerne!


    ich habe übrigens in Hannover einen MRT Termin für den Bereich LWS innerhalb von 2 Wochen als GKV Patient bekommen. Die Kliniken der Region Hannover haben hier über alle Radiologie in der Region einen guten Terminservice.

    Schön, dass Sie das auch nochmal bestätigen. Es ist auch meiner Erfahrung nach längst nicht mehr so, dass es da dramatische Unterschiede in der Wartezeit gibt. Und schon gar nicht, wenn die Untersuchung dringlich ist.

  • meine Frau als Selbstzahler hatte natürlich noch die Möglichkeit, zu einer Privatpraxis und konnte bereits nach 3 Tagen einen Termin bekommen, als sie was am Knie hatte. Aber innerhalb von 2 Wochen halte ich als völlig ausreichend

    Bei geplanten Behandlungen / Untersuchungen sind zwei Wochen sicher akzeptabel. Aber viel Spaß mit zwei Wochen Wartezeit wenn die Rückenschmerzen akut und unerträglich sind wie in meinem eigenen Fall.

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  • Den Zivilprozess wegen Körperverletzung und Schmerzensgeld führt auch immer der Patient gegen den Arzt, unabhängig davon ob GKV oder PKV versichert.

    War mir selbstverständlich bekannt. Aber: Im Zivilprozess ist ein Schmerzensgeld sicher leichter zu erstreiten, wenn vorher die GKV mit ihrem mächtigen Apparat den Prozess um die Behandlungskosten gewonnen hat.

    Wie immer gilt: Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.

    In Ihren Beiträgen sollten Sie sich auf sachliche Argumente beschränken. Persönliche Angriffe wirken abstoßend.

  • Nunja, die Steuern zahle ich so oder so.

    Politisch richtig finde ich das nicht, denn Systeme die man erst einmal aus dem allgemeinen Staatshaushalt ausklammert, sollten sich selbst tragen.

    Lt. Dr. Schlemann müssten Sie aber um 502 Euro pro Jahr weniger Steuern zahlen, wenn Sie den Bundeszuschuss für die gesetzlich Versicherten nicht mitfinanzieren müssten (#9).

    Leider begnügen sich die privaten Krankenkassen nicht damit, "sich selbst zu tragen". Als Privatunternehmen ist ihr Ziel, einen Gewinn zu erwirtschaften.

  • Schon erstaunlich, GKV Patienten bekommen immer eine "sofortige sowie richtige Diagnostik und Therapie", PKV Patienten erleiden ständig Behandlungsfehler. Klingt etwas merkwürdig.


    Die vielen GKV Patienten, die nachweislich deutlich länger auf ihr MRT warten müssen, als Privatversicherte (die betriebswirtschaftliche Ursache lässt sich z.B. hier nachlesen), können dann ja mal versuchen, bei Tan die Einlösung seines ziemlich mutigen Statements einzufordern.

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  • Schon erstaunlich, GKV Patienten bekommen immer eine "sofortige sowie richtige Diagnostik und Therapie", PKV Patienten erleiden ständig Behandlungsfehler. Klingt etwas merkwürdig.

    Sie wissen doch sehr genau, was ich damit meine, oder?! Nämlich, dass man bei GKV-Patienten in diesem Fall keine andere (und evtl. falsche) Diagnostik oder Therapie durchzuführen würde sondern dass es eben keinen Unterschied gibt. Fehler können natürlich sowohl bei PKV als auch bei GKV Patienten passieren.