Immobilienkauf mit einer 100%-Finanzierung

  • Insgesamt fühlen wir uns von der Sparkasse "gut begleitet", auch wenn wir nach der Geiz-ist-geil-Methode über die 10 Jahre vielleicht woanders etwa 8T€ weniger Zinsen bezahlt hätten.

    Falls Sie nochmal 8T€ loswerden möchten, gebe ich Ihnen gerne meine Kontonummer! Gefühlt gibt es auf Youtube genau so viele Skandalvideos zu Sparkassenkrediten wie zur Deutsche Bank.

  • Ja, wir warten mal ab... Seitdem wir überlegen, ggf. eine Immobilie zu kaufen, sparen wir zusammen monatlich ca. 2500 Euro. In ein, zwei Jahren hätten wir also eine deutlich bessere Ausgangsposition. Aber wer weiß, wie dann die Preise und Zinssätze aussehen. :S

    Eigenkapital anzusparen halte ich in diesem Fall für sinnvoll. Macht euch halt auch Gedanken darüber, wie ihr das Geld möglichst gut und sicher anlegen könnt, bis ihr es braucht. Wenn ihr ca. 30.000€ pro Jahr auf dem normalen Konto parken würdet, würde ich an eurer Stelle auch den möglichen Wertverlust durch Inflation berücksichtigen. Sind dann zwar immer noch 30.000€, aber halt weniger wert als zB im Vorjahr.


    20 Jahre wären uns eigentlich lieber, aber ein Zinssatz in Höhe von 1,8% oder womöglich noch höher haut bei einer Kreditsumme von 550.000 Euro natürlich rein. Da kann ich mir kaum noch vorstellen, dass sich ein Kauf finanziell lohnt. Es sei denn, die Preise steigen die nächsten Jahre fröhlich weiter... :rolleyes:

    Ja, das ist immer auch ein Stück weit Spekulieren. Ich würde mal vermuten (!!!), dass die Preise in begehrten Ballungsräumen wie München, Hamburg, Wien etc. weiter steigen werden. Im sehr ländlichen, strukturschwachen Gegenden kann ich mir das aber weniger vorstellen.

  • Ich würde mal vermuten (!!!), dass die Preise in begehrten Ballungsräumen wie München, Hamburg, Wien etc. weiter steigen werden.

    Wie kommst Du zu der Vermutung, die im Gegensatz diverser Experten oder auch der Finanzaufsicht steht? :/

    Demnach gibt es in diversen deutschen Ballungsgebieten bereits jetzt starke Anzeichen von Blasenbildungen (z.B. München, Stuttgart, Frankfurt und Hamburg).

    Immobilienkredite sollen durch die Banken bereits stärker abgesichert werden, was aktuell zu steigenden Immobilienkrediten führt.


    Irgendwann ist halt Sense und niemand ist mehr bereit (oder kann es sich leisten) die aufgerufenen Preise zu bezahlen. Dann stagnieren die Preise, oder geben nach. Gab es ja Alles schon mal.

  • Wie kommst Du zu der Vermutung, die im Gegensatz diverser Experten oder auch der Finanzaufsicht steht? :/

    Demnach gibt es in diversen deutschen Ballungsgebieten bereits jetzt starke Anzeichen von Blasenbildungen (z.B. München, Stuttgart, Frankfurt und Hamburg).

    Immobilienkredite sollen durch die Banken bereits stärker abgesichert werden, was aktuell zu steigenden Immobilienkrediten führt.


    Irgendwann ist halt Sense und niemand ist mehr bereit (oder kann es sich leisten) die aufgerufenen Preise zu bezahlen. Dann stagnieren die Preise, oder geben nach. Gab es ja Alles schon mal.

    Ja, das ist schwer zu sagen. Die Inflation stützt ja auch die Preise. Wenn die Preise auf dem Niveau konstant bleiben und wir 10 Jahre lang 3% Inflation haben, dann wird schon eine Überbewertung von 34% schleichend abgebaut. Von daher erwarte ich persönlich, dass die Preise vom Betrag kaum fallen werden sondern eher konstant bleiben (real also etwas günstiger werden).

  • Eigenkapital anzusparen halte ich in diesem Fall für sinnvoll. Macht euch halt auch Gedanken darüber, wie ihr das Geld möglichst gut und sicher anlegen könnt, bis ihr es braucht.


    Ja, das ist immer auch ein Stück weit Spekulieren. Ich würde mal vermuten (!!!), dass die Preise in begehrten Ballungsräumen wie München, Hamburg, Wien etc. weiter steigen werden. Im sehr ländlichen, strukturschwachen Gegenden kann ich mir das aber weniger vorstellen.

    Momentan schieben wir das Geld nur auf unsere Tagesgeldkonten, damit wir wir schnell darauf zugreifen können. Sollten wir uns gegen einen Immobilienkauf entscheiden, stecken wir das Geld in unsere ETFs.


    Wir suchen in der Region Köln/Bonn (außerhalb der Städte) und ich denke, dass in der Gegend immer eine Nachfrage bestehen wird. Allerdings denke ich auch, dass bei den Preisen irgendwann mal Schluss sein muss (hoffe ich zumindest).

  • Hallo nochmal!

    Ich wollte euch nur erzählen, dass wir eine schöne Neubau-Doppelhaushälfte zur Miete gefunden haben und zusagen werden. Bei den hohen Kaufpreisen und gestiegenen Zinsen fühlen wir uns damit nun am wohlsten. Vielen Dank euch allen für die Tipps und Anregungen! :-)

  • Hallo nochmal!

    Ich wollte euch nur erzählen, dass wir eine schöne Neubau-Doppelhaushälfte zur Miete gefunden haben und zusagen werden. Bei den hohen Kaufpreisen und gestiegenen Zinsen fühlen wir uns damit nun am wohlsten. Vielen Dank euch allen für die Tipps und Anregungen! :-)

    Glückwunsch!


    Du hast es auf den Punkt gebracht: "wohlfühlen". So ist es. Bei Kauf vs. Miete gibt es m.E. nicht richtig oder falsch.

  • Ich hänge mich hier mal an. Unsere Freunde wollen ein Haus finanzieren. Kosten 800k. Sie haben 100k Eigenkapital. Ihre Bank will ihnen nur mit 300k Eigenkapital einen Kredit geben. Kann das sein? Oder ist die Bank einfach "blöd".


    Er ist DAX30 Ingenieur mit 130k Jahresgehalt. Sie ist Beamtin auf Basis A13 mit halber Stelle.

  • Ich hänge mich hier mal an. Unsere Freunde wollen ein Haus finanzieren. Kosten 800k. Sie haben 100k Eigenkapital. Ihre Bank will ihnen nur mit 300k Eigenkapital einen Kredit geben. Kann das sein? Oder ist die Bank einfach "blöd".

    Wenn ich das schnell in den Rechner von interhyp eintippe, mit zehnjähriger Zinsbindung und 3 % Tilgung, kommen da Monatsraten von um die 4000 Euro pro Monat raus.
    Selbst mit nicht zu empfehlenden 2 % Tilgung sind die Raten bei deutlich über 3000 Euro.

    Da verstehe ich schon, dass die Bank selbst bei solch gutem Einkommen eher skeptisch bleibt.

    Mit mehr EK gäb's deutlich bessere Zinssätze.

  • Falls die Frage an mich geht kann ich sie nicht sicher beantworten. Ausgehend von der Veröffentlichung der Anordnung der BaFin würde ich "keine" sagen. Die BaFin schließt sich der Aussage der Bundesbank an, dass die Wohnimmobilien 20-35% überbewertet sind. Insofern dürfte mMn eine Bank im Moment maximal 80%-Finanzierungen ausreichen auch wenn ich im Vergleichsrechner noch 100%-Angebote sehe. Ferner wird von einer potenziellen Überschuldung der Erwerber von Wohnimmobilien gesprochen.


    Quelle https://www.bafin.de/SharedDoc…ikopuffer.html?nn=9021442

  • Ich hänge mich hier mal an. Unsere Freunde wollen ein Haus finanzieren. Kosten 800k. Sie haben 100k Eigenkapital. Ihre Bank will ihnen nur mit 300k Eigenkapital einen Kredit geben. Kann das sein? Oder ist die Bank einfach "blöd".


    Er ist DAX30 Ingenieur mit 130k Jahresgehalt. Sie ist Beamtin auf Basis A13 mit halber Stelle.

    Was sagt denn die SchuFa?


    Stellenweise haben Menschen auch noch Altlasten von früher, als man vielleicht „nicht ganz so vernünftig“ in Bezug auf die eigenen Finanzen war. Auch heutzutage sind Menschen mit gutem Einkommen aufgrund verschiedener „das gönne ich mir jetzt eben“ Anschaffungen nicht gerade gering verschuldet. Das kann ich aber nicht wissen, weil hier dazu die Angaben fehlen.


    Ansonsten habe ich die Daten mal bei Nettolohn / dem Bezügerechner eingegeben. Bei 130k€ p.a. komme ich auf ein Bruttogehalt von 10.833,00 Euro basierend auf zwölf Monatsgehältern. Netto wären das 6.143,72 Euro.


    Beim Bezügerechner habe ich eine A13er Besoldung und aufgrund fehlender Angaben deinerseits eine Stufe 3 (entspricht mindestens 6 und weniger als 10 Dienstjahre) unterstellt. Das wären netto 2.171,10 Euro. Da würden schätzungsweise zusätzlich 300,00 Euro für die private Krankenversicherung der Beamtin abgehen.


    So käme das Paar bei jeweils Lohnsteuerklasse 1 auf ein gemeinsames Einkommen von 8.014,72 Euro (mit Abzug der Kosten für die private Krankenversicherung).


    Entsprechend würden die in diesem Thread genannten ca. 4.000 Euro monatlicher Abtrag etwa 50 Prozent des gemeinsamen monatlichen Nettoeinkommens ausmachen. Das ist schon „ein Brocken“. Eine Immobilienfinanzierung kann natürlich auch recht problemlos 15 bis 25 Jahre und mehr betragen. Damit würde sich der prozentuale Anteil am Nettoeinkommen entsprechend verschieben.


    Ansonsten gibst du an, dass die Frau zu 50 Prozent beschäftigt ist. Dann gehe ich mal davon aus, dass ein Kind / möglicherweise mehrere Kinder vorhanden sind. Eventuell sogar Lohnsteuerklasse 3 bei Heirat. Da fehlen aber die Angaben deinerseits.


    Insgesamt kann ich aber auch die Entscheidung der Bank nicht nachvollziehen und würde dazu raten, mir weitere Angebote von anderen Bank einholen.

  • Ich habe die Angelegenheit auch gerade noch mal bei Zinsen berechnen eingegeben.


    Als Kreditbetrag habe ich 700.000 Euro eingegeben. Zinsen bei 2 Prozent und die Laufzeit bei 25 Jahren. Als monatliche Rate kämen 2.966,98 Euro raus. Das wäre ca. 37 Prozent des monatlichen gemeinsamen Nettoeinkommens. Auch nicht gerade wenig.


    Und insgesamt habe ich mit 2 Prozent Zinsen recht optimistisch gerechnet. Ob man die noch bekommt ist auch fraglich. Von den 100k€ Eigenkapital werden ja auch noch die Kaufnebenkosten abgezogen. Da verschlechtert sich die ganze Angelegenheit noch mal.


    Da kann ich die Bank schon verstehen.

  • markus_ks


    Danke. Mehr Infos habe ich nicht. Es sind gute Bekannte. Ich bin eher geschockt bezüglich meiner eigenen Situation, die ähnlich, aber nicht besser ist und die ich bezüglich ihrer Vorteilhaftigkeit wohl falsch eingeschätzt habe. Zum Glück ist Hauskauf bei uns kein Thema.

  • markus_ks


    Danke. Mehr Infos habe ich nicht. Es sind gute Bekannte. Ich bin eher geschockt bezüglich meiner eigenen Situation, die ähnlich, aber nicht besser ist und die ich bezüglich ihrer Vorteilhaftigkeit wohl falsch eingeschätzt habe. Zum Glück ist Hauskauf bei uns kein Thema.

    Gerne. Ist ja auch nachvollziehbar, dass man auch im Freundeskreis oder bei guten Bekannten nicht alles sagt.