Nach Gehaltsstufensteigerung weniger Netto?

  • Moin,

    eine Freundin hat zum 01.01.2022 eine turnusmäßige Gehaltsstufensteigerung (heißt in ihrer Firma automatische Umgruppierung) erhalten. Nun ist sie völlig entsetzt, dass die Gehaltssteigerung von 125,10€ einen Verlust beim Nettogehalt von 274,80€ nach sich zieht. Alle weiteren persönlichen Parameter sind gleich geblieben.

    Kann das sein oder hat sie bei der Fütterung des Brutto-Netto-Rechners im Internet einen Fehler gemacht?

    Danke für Aufklärung sagt im Namen der etwas geschockten Freundin

    Alabama

  • Ich schließe mich chris2702 an. Mir kommt es auch komisch vor und habe das nie erlebt. Mehr brutto war auch immer mehr netto, wenn auch manchmal nicht viel.


    Evtl. hat die Krankenkasse den Zusatzbeitrag extrem erhöht oder im brutto-netto-Rechner ist pauschal einer hinterlegt, der deutlich höher ist, als der, den sie letztes Jahr tatsächlich gezahlt hat. Oder sie hat bei den sonstigen Angaben (Steuerklasse, Kinder, Kirchensteuer (Bundesland)) irgendwas falsch hinterlegt?

  • Auch wenn in Kneipendiskussionen gerne das Gegenteil behauptet wird: Im deutschen Steuersystem führt mehr Brutto generell auch zu mehr Netto. Allerdings fällt die Steigerung prozentual geringer aus, also 10% Gehaltserhöhung Brutto führen leider zu weniger als 10% mehr Netto.


    Dass man sich durch mehr Gehalt schlechter stellt kann es aber wohl im extremen Niedriglohnsektor geben, wo Unterstützungsleistungen ab einem gewissen Einkommen entfallen, oder an der Grenze vom Mini-Job zur versicherungspflichtigen Beschäftigung.


    In dem konkreten Fall hier wird es wohl andere Effekte in dem Monat gegeben haben.

  • Hallo.


    Worüber reden wir hier eigentlich?


    Wenn der Vergleich "alte Abrechnung" zu "Aussage Brutto-Netto-Rechner basierend auf altes Brutto + Lohnerhöhung" so unschön ausfällt, dann wundert mich das nicht. Es gibt Brutto-Netto-Rechner, die wirklich wilde Ergebnisse auswerfen und ein einzelnes Häkchen falsch gesetzt kann deutliche Unterschiede produzieren.


    Es macht eigentlich nur Sinn Abrechnung mit Abrechnung zu vergleichen.

  • Vllt könnte die Überschrift angepasst werden. Solche Überschriften können zur Weiterverbreitung von Fake News beitragen. Nicht jeder macht sich die Mühe auf den Beitrag zu klicken und nachzulesen. Ist natürlich Quatsch, mehr Gehalt weniger Netto ^^ aber auch rechte Parteien wie z.B. die FDP lieben solche Falschinfos in der Bevölkerung

  • Pablo

    :cursing: der Titel bleibt genau so wie er ist! Die Beurteilung, ob die Fragestellung Quatsch ist oder nicht, steht Dir nicht zu. Zur Klarstellung: es ist kein Quatsch, ich habe das Ergebnis gesehen und das Ergebnis ist hier korrekt wiedergegeben. Und bitte unterlass es, diesen Beitrag oder seinen Inhalt zu politisieren oder gar in die rechte (oder auch linke) Ecke zu ziehen. Da werde ich ganz schnell energisch und wirklich wütend!

    Ich möchte mit Dir hier nicht weiter diskutieren.


    @alle anderen

    Treffe meine Freundin nächste Woche. Vielleicht hat sie dann schon eine Erklärung. Es interessiert mich schon, wie so ein Ergebnis zustande gekommen ist…

  • Ohne konkrete Zahlen führt das hier doch sowieso zu nichts.


    Ohne Seiteneffekte ist es im deutschen Steuersystem ausgeschlossen und darauf wollen hier alle hinaus.


    Was bei deiner Freundin konkret passiert ist sieht man nur auf den Gehaltszetteln. Und die wirst du (hoffentlich) hier nicht posten. Ich bin mal gespannt was da genau bei deiner Freundin war! Berichte dann bitte hier :)

  • Hmm,

    ich kann mich daran erinnern, dass in meiner Jugend einige Kollegen in der Ausbildung freiwillig auf Geld verzichtet haben um eine gewisse Einkommensgrenze nicht zu überschreiten.

    Das führe dann nämlich auch dazu, dass Netto weniger herauskam als zuvor.


    Was mir auch schon unterkommen ist: Es wird ein freiwilliger 'Leistungszuschlag' durch den AG gezahlt. Rutscht man nun in eine höhere Gehaltsstufe, wird der 'Leistungszuschlag' entsprechend gekürzt. Allerdings führt das dann i.d.R. nicht zu weniger Nettoeinkommen, sondern ist mehr ein Nullsummenspiel.

  • Hmm,

    ich kann mich daran erinnern, dass in meiner Jugend einige Kollegen in der Ausbildung freiwillig auf Geld verzichtet haben um eine gewisse Einkommensgrenze nicht zu überschreiten.

    Das führe dann nämlich auch dazu, dass Netto weniger herauskam als zuvor.


    Was mir auch schon unterkommen ist: Es wird ein freiwilliger 'Leistungszuschlag' durch den AG gezahlt. Rutscht man nun in eine höhere Gehaltsstufe, wird der 'Leistungszuschlag' entsprechend gekürzt. Allerdings führt das dann i.d.R. nicht zu weniger Nettoeinkommen, sondern ist mehr ein Nullsummenspiel.

    Ausbildung? Ggf. wegen Kindergeld?

  • winter

    Meine Freundin wartet jetzt erstmal ihre Gehaltsabrechnung 01/2022 ab und vergleicht die Werte mit den Angaben der Brutto-Netto-Rechner aus dem Internet. Je nach Ergebnis will sie einen Termin mit ihrer Personalsachbearbeiterin vereinbaren.

    Es ist also Geduld gefragt

  • Meine Freundin wartet jetzt erstmal ihre Gehaltsabrechnung 01/2022 ab und vergleicht die Werte mit den Angaben der Brutto-Netto-Rechner aus dem Internet.

    Wobei ich dann eher der Gehaltsabrechnung als einem Brutto-Netto-Rechner im Internet vertrauen würde. Ist meine persönliche Meinung. Gibt es auch andere Erfahrungen?

  • winter

    Das steht ganz sicher außer Frage. Meine Freundin wollte nach Erhalt der Nachricht der Höhergruppierung eigentlich nur mal gucken, wie hoch in etwa „der Reichtum“ ;) ausfallen könnte.

    Bisher habe auch ich die Brutto-Netto-Rechner für eine erste Orientierung, zB bei Jobwechsel, genutzt und das Ergebnis kam der Realität stets recht Nahe. Darum hat mich/uns das Ergebnis in diesem Fall so sehr verwundert.